Hessenpokal

Favorit muss nicht an die Grenzen gehen – Fotos

Dominik Rummel und André Fließ treffen

23. Juli 2019, 19:30 Uhr

Kevin Hillmann (links) ist in dieser Situation gegen Steinbachs Lukas Gemming zu spät dran. Foto: Kevin Kremer

Die SG Barockstadt ist ihrer Favoritenrolle gerecht geworden und hat sich für die zweite Hessenpokal-Runde qualifziert. Im Stresstest für den gleich lautenden Hessenliga-Auftakt setzte sich Sedat Görens Elf beim SV Steinbach mit 2:0 (1:0) durch.

Wirklich besser war der Gast allerdings selten, setzte sich aber aus mehreren Gründen verdient durch. So wirkten die Steinbacher in der ersten Viertelstunde nervös, sträubten sich beinahe den Ball haben zu wollen. Die SG Barockstadt schlug eiskalt zu, weil Dominik Rummel vollkommen unbedrängt eine Fuß-Flanke einköpfen konnte (5.). Nur 50 Sekunden später hätte Rummel bereits nachlegen können, schloss aber überhastet ab. Und die SGB wusste auch zum richtigen Zeitpunkt die Partie zu entscheiden. Rummel war erneut beteiligt, da er mit einer Flanke einen Handelfmeter, verursacht durch Alin Neacsu, erzwang. André Fließ zimmerte das Leder unter die Latte (63.). Erst dann spielte Barockstadt frei auf und ließ SVS-Keeper Tim Kleemann sein Talent unter Beweis stellen, vergab mehrere dicke Chancen.

Nur Pecks sieht Gelb

Zwischen Minute 15 und 55 war allerdings Steinbach das bessere Team. Oft Angetrieben durch die vielleicht überraschendste Personalie: Petr Kvaca lief auf der Sechs auf und bestach dabei mit Auge und klugen Pässen, offenbarte als gelernter Strümer jedoch Probleme im Rückwärtsdenken. Klare Abschlüsse, um den Ausgleich zu erzielen, verbuchte Steinbach zwei: Kurz vor der Pause versuchte sich Tom Wiegand mit einem Gewaltschuss, den Tobias Wolf über die Latte lenken sollte. Kurz nach der Pause spielte Fabian Koch Benjamin Fuß schwindlig, fehlen sollte ihm bei seinem frechen Abschluss aus spitzem Winkel Fortuna.

Erkenntnisse konnten beide Trainer für das neuerliche Aufeinandertreffen am Freitag (19.30 Uhr) in der Johannisau sammeln. So funktionierte Steinbachs 4-4-2 in Durchgang zwei mindestens so gut, wie das 4-2-3-1 in Durchgang eins. Barockstadt zeigte auf, dass gerade im Direktpassspiel noch Luft nach oben ist, die Frequenzen am Ball waren oftmals zu hoch. Und was bei beiden Teams auffällig ist: Die Ersatzbänke waren voll, gefüllt fast ausschließlich mit Offensivkräften.

Bei hochsommerlichen Temperaturen glich das Aufeinandertreffen nicht selten einem Freundschaftsspiel. Eine Gelbe Karte gab es nur gegen Julian Pecks wegen Handspiels.

Die Statistik:

SV Steinbach: Kleemann – Gemming, Bott, Neacsu, F. Wiegand (55. Ristevski) – Kvaca, T. Wiegand – Hanslik, Dimitrijevic (46. Kücükler), Koch – Stadler (69. Ullrich).
SG Barockstadt Fulda-Lehnerz: Wolf – Fuß, Gröger, Sonnenberger, Pecks – Crljenec, Schaaf – Müller (58. Broschke), Fließ, Hillmann (80. Jordan) – Rummel (71. Böttler).
Schiedsrichter: Pascal Loschke (SG Ahnatal).
Zuschauer: 650.
Tore: 0:1 Dominik Rummel (5.), 0:2 André Fließ (63., Handelfmeter).

Autor: Johannes Götze

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