Brutal effektiver RSV demütigt Bimbach

21. August 2022, 16:10 Uhr

Paul Dimitri Bonny und der RSV Petersberg ließen im Spitzenspiel der Kreisoberliga Mitte die Muskeln spielen. © Memento36

Das mit Spannung erwartete Spitzenspiel der Kreisoberliga Mitte hat einen unerwartet klaren Verlauf genommen. Der RSV Petersberg ist das Maß der Dinge, zerlegte der RSV Verfolger Spvgg. Bimbach deutlich mit 4:0 (1:0).

Beide Teams warteten im Vorfeld mit der perfekten Punktausbeute auf. Vor allem Bimbach war im ersten Durchgang anzumerken, dass der Vorjahres-Vize im Waidesgrundstadion die Kontrolle innehaben wollte. Bis zur Pause hatten die Gäste die bessere Spielanlage, konnten daraus aber nie Kapital schlagen. Erst kurz vor dem Pausenpfiff hatte die Spvgg. die erste und einzige richtig große Gelegenheit im gesamten Spiel. Gleich drei Mal kam Bimbach binnen Sekunden zum Abschluss, am gefährlichsten wurde es bei Linus Gaube, dessen Schuss an den Pfosten klatschte, während Dejan Zvekic kurz zuvor gerade noch so geblockt wurde (43.). Dass das Team von Darius Giemza zu jenem Zeitpunkt schon im Hintertreffen war, lag an einem simplen Petersberger Angriff. Über die rechte Seite machte Jorrit Ehresmann Betrieb, nutzte den Freiraum, drang in den Strafraum ein und Gent Bislimi musste nur einschieben (7.).

Chancenarm war‘s, chancenarm bliebs‘s. Doch der RSV nahm den Dreier mit, da das Team von Jürgen Krawczyk einen wahnsinnig effektiven Tag erwischte. Zwar gefiel Petersberg nach Wiederbeginn besser als im ersten Durchgang, mit Ehresmanns herrlichem Schlenzer zum 2:0 (50.) wirkten die Hausherren schließlich routiniert. Die Ballbesitzphasen wurden mehr – und alles, was auf das Tor von Bimbachs Keeper Daniel Schüßler kam, war drin. Paul Dimitri Bonny hielt den Fuß in eine Flanke (66.), der erst eingewechselte Marvin Keidel stand am zweiten Pfosten goldrichtig (72.). Der Dampf der im Vorfeld brisanten Partie war zeitig raus, Petersberg siegte gar noch höher als beim letzten Aufeinandertreffen. Vor neun Jahren schlug der RSV im Kreispokal den Kontrahenten mit 3:0. Bimbach indes hat rasch die Chance auf Wiedergutmachung, denn bereits in zwölf Tagen steht das Rückspiel an.

„Ich habe es nicht so klar erwartet, da Bimbach fußballerisch eine starke Mannschaft ist. Wir wussten, was auf uns zukommt und haben in der zweiten Halbzeit professionell gespielt sowie zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht. In den anderen Spielen hätten wir viel mehr Tore schießen müssen, diese Kaltschnäuzigkeit hatten wir zum ersten Mal in dieser Saison. Nach der Pause hatten wir mit der Fünferkette im Mittelfeld die Räume besser im Griff“, konstatierte Petersbergs Trainer Jürgen Krawczyk, während sein Gegenüber Darius Giemza mit einer etwas miesen Stimmung den Geburtstag seines Sohnes feiern musste: „Es ist mir unerklärlich, wie wir so aus der Kabine kommen können. Wir haben die Chance zum Ausgleich unmittelbar davor, deshalb hatte ich die Hoffnung, dass wir direkt weitermachen. Am Ende geht der Sieg völlig in Ordnung. Wir sind zwar an die Box gekommen, aber dann wurde es zu kompliziert. Petersberg war in diesen Szenen zielstrebiger.“

RSV Petersberg: Peikert; Tranchina, Bott, M. Aschenbrücker – L. Aschenbrücker, von Pazatka-Lipinski, Bojii, Bislimi, Sammet – Ehresmann, Bonny (Bug). Spvgg. Bimbach: Schüßler; D. Özdemir, Bickert, Schwendner – Kümmel, Demir – Shakur, Sharif, S. Özdemir – Uebelacker, Zvekic (Gaube, Milenkovski). Schiedsrichter: Lars Schneider (Ortenberg). Zuschauer: 190. Tore: 1:0 Gent Bislimi (7.), 2:0 Jorrit Ehresmann (50.), 3:0 Paul Dimitri Bonny (66.), 4:0 Marvin Keidel (72.).

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