Nikolcho Gorgiev in doppelter Rolle
Keinen Meter schenkten sich die Teams. Das bessere Ende hatte die SG Kerzell (in schwarz mit Julien Henning und Tristan Niklas) gegenüber der SG Elters (Marcel Zehner). © Memento36
Es war ein nervöser Beginn der Helvetia, die in den ersten Minuten nicht selten den Ball verstolperte oder die Annahme nicht funktionierte. Groß war die Bedeutung der Partie, denn die Tabellennachbarn stecken im Tabellenkeller fest, der Doppelspieltag für beide Teams die Chance, sich in der Gruppenliga etwas vorzuarbeiten. Kerzell zehrte dabei von einer starken ersten Halbzeit. „Wir haben uns vier Punkte vorgenommen. Das Spiel hat Körner gekostet, Sonntag müssen wir wieder ein konzentriertes Spiel auf den Platz bringen“, sagte Kerzells Trainer Uwe Bleuel.
Torschütze wird vom Stürmer zum Innenverteidiger
Nikolcho Gorgiev, von Haus aus Offensivkraft der Kerzeller, wurde bei diesem Vorhaben der Hausherren eine Doppelrolle zuteil. In der ersten Halbzeit sorgte der Routinier mit einem listigen Außenristschuss nach starker Vorarbeit von Tristan Niklas erst für die 1:0-Führung, nach der Pause half Gorgiev als Innenverteidiger mit, den Sieg über die Zeit zu bringen. Niklas Hilfenhaus hatte sich im ersten Durchgang verletzt und blieb in der Kabine. „Woche für Woche spielen wir mit anderer Defensivformation, weil ständig jemand ausfällt. Wir müssen sehen, mit dieser Situation irgendwie umgehen“, betonte Bleuel.
Und Gorgiev hatte viel zu tun, denn die Dreier-SG war nach dem Seitenwechsel stärker, erarbeitete sich mehr Szenen in der Hälfte der Hausherren. In Durchgang eins war das Spiel der Gäste zu harmlos und ungenau, Kerzell führte - nachdem Patrick Kennel ins leere Tore traf - verdient. Finn Birkenbach nährte die Hoffnungen der Rhöner, zumindest noch einen Punkt zu entführen, die Kerzeller Defensive um Stürmer Gorgiev hielt dem Anrennen aber Stand. „Wenn wir das Tempo hochhalten, können wir den Gegner bespielen. Machen wir das nicht, laden wir den Gegner ein“, sagte Elters-Trainer Stefan Huck.
Doppelt bitter für ihn, dass Julian Langgut kurz vor Abpfiff noch die Rote Karte sah. Er fuhr Darko Lazarevski von hinten in die Parade. „Das ist sehr ärgerlich. Julian hat gemeint, er trifft den Ball. Das müssen wir jetzt so akzeptieren, aber gegen Horas fehlt uns der wichtigste Spieler. Damit müssen wir umgehen“, sagte Huck.
SG Kerzell: Ludwig; Höbeler, Velkovski, N. Hilfenhaus (46. Efremov), Henning - Schnopp, Niklas - Hasenauer (74. Lomb), Gorgiev, Kennel (90.+1 Y. Hilfenhaus) - Lazarevski. SG Elters/Eckweisbach/Schwarzbach: Stüss; Vilmar, Hohmann, Dietrich, Weber - Langgut, Hahner - Zehner, N. Neubauer, S. Neubauer - Birkenbach. Schiedsrichter: Tim Feuerbach (KSG Groß-Karben). Zuschauer: 200. Tore: 1:0 Nikolcho Gorgiev (12.), 2:0 Patrick Kennel (34.), 2:1 Finn Birkenbach (70.). Rote Karte: Julian Langgut (90.+1, SG Elters/Eckw./Schw.).


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