Fahrenhorst über Aufstieg von WG-Kollege Lesser: „Eine Frage der Zeit“
Frank Fahrenhorst ist seit 2020 beim VfB Stuttgart – und lebt in einer WG mit einem Osthessen. © Oliver Müller
„Der VfB stand schon immer für eine sehr gute Jugendarbeit. Nach zehn Jahren bei Schalke war der Wechsel nach Stuttgart für mich der nächste Step“, erklärt Frank Fahrenhorst. Seit seinem Karriereende vor zehn Jahren arbeitet der heute 45-Jährige im Nachwuchsbereich. Kontinuität ist dem Ex-Profi ein großes Anliegen: Nicht umsonst unterschrieb er im Sommer 2020 einen Vierjahresvertrag in Stuttgart – wenngleich sich Fahrenhorst durchaus vorstellen kann, dass er perspektivisch im Lizenzspielerbereich anheuert.
Ex-Profi Frank Fahrenhorst mit Respekt vor der SG Barockstadt
Nach einer starken ersten Saison mit Rang acht und einer schwierigen zweiten Spielzeit – der VfB blieb zwischenzeitlich neun Spiele ohne Sieg, wurde letztlich aber Elfter – ist die Bilanz in dieser Saison bislang völlig ausgeglichen. Vier Siegen stehen vier Niederlagen gegenüber. Dazu kommen fünf Unentschieden – nur die SG Barockstadt hat mehr. Anders als bei den Fulda-Lehnerzern, die seit zehn Spielen ungeschlagen sind , verlor der VfB allerdings die vergangenen drei Partien – jeweils ohne Tor – und gewann zuletzt am 18. September beim 3:1 gegen den VfR Aalen.
„Unser primäres Ziel ist es, die Spieler weiterzuentwickeln. Das ist uns in dieser Saison bislang ordentlich bis gut gelungen“, betont Fahrenhorst, der Respekt vor dem kommenden Gegner hat. „ Barockstadt Fulda-Lehnerz ist gut in die Saison gestartet und hat die Euphorie aus dem Aufstieg mitgenommen. Das wird eine große Herausforderung für uns.“ Möglich sei es, dass – wie in der Vergangenheit auch – Spieler aus dem Bundesliga-Kader am Sonntag dazustoßen – allerdings nur die, die Tags zuvor gegen Augsburg nicht zum Einsatz kommen.
Frank Fahrenhorst in einer WG mit Maberzeller Max Lesser
Einer, mit dem Fahrenhorst diesbezüglich in engem Austausch steht, ist der Maberzeller Max Lesser. Beide heuerten gemeinsam 2020 in Stuttgart an, Lesser war zu Beginn Fahrenhorsts Co-Trainer Analyse. Da beide neu in der baden-württembergischen Landeshauptstadt waren und Familie und Freunde zurückließen, gründeten sie eine Wohngemeinschaft. „Es war und ist eine Win-Win-Situation. Ich bin von Haus aus eher ein distanzierter Mensch. Aber Max und ich hatten von Anfang an einen guten Draht. Weil Max einen tollen Charakter hat, konnten wir auf menschlicher Ebene schnell ein Vertrauensverhältnis aufbauen.“
Nach einem Jahr ging es für Lesser weiter zur Bundesliga-Mannschaft – doch die Freundschaft und Wohngemeinschaft zwischen beiden besteht bis heute. Dass der Maberzeller nach der Freistellung von Trainer Pellegrino Matarazzo und der Beförderung von Michael Wimmer zum Interimstrainer bis zur Winterpause zum Co-Trainer des abstiegsbedrohten Bundesligisten aufgestiegen ist , verwundert Fahrenhorst nicht: „Max investiert wahnsinnig viel. Über seine fachliche Expertise gibt es keine zwei Meinungen. Es war nur eine Frage der Zeit, bis sein Weg weitergehen würde.“


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