Halimi spuckt FC Gießen kräftig in die Suppe und hilft der SGE
Homan Halimi (Bildmitte) hat allen Grund zum Jubeln: Er traf doppelt beim FC Gießen. © Bernd Vogt / Mediennetzwerk Hessen
Vor und während der Begegnung hatte es noch einmal ergiebige Regenfälle gegeben, sodass der Rasenplatz aufgrund der Wassermassen komplett aufgeweicht war. Beide Teams mussten aber mit den schwierigen Platzverhältnissen auskommen, auf dem trotzdem unter erschwerten Bedingungen Fußball gespielt werden konnte. Nachdem der Regen etwas nachgelassen hatte, begann Gießen sein Spiel aufzuziehen. Es dauerte nicht lange, bis ein Diagonalschuss von Deniz Vural von Yassine Maingad zum 1:0 ins Tor gelenkt wurde (13.).
Halimi spuckt FC Gießen kräftig in die Suppe und hilft der SGE
Nach etwas mehr als einer halben Stunde versenkte Mert Sinan Pekesen einen Steilpass zum 2:0 (32.) und Mateus de Moura Beal hatte fünf Minuten später Pech mit einem Lattenschuss. Von Steinbach war bis zu diesem Zeitpunkt kaum was zu sehen. In der Pause nahm Trainer Petr Paliatka gleich vier Spielerwechsel vor. Tom Wiegand, Niklas Budesheim, Jannis Kehl und Petr Paliatka junior blieben in der Kabine. Durch die Hereinahmen von Leon Wittke, Sebastian Bott, Pascal Manss und vor allen Stürmer Homan Halimi kamen die Gäste wie verwandelt aus der Halbzeit. Vor allem Halimi war ein Unruheherd und in Torlaune. Steinbach trat jetzt über Spielmacher Alexander Reith viel dynamischer auf und witterte nach dem Anschlusstor von Halimi (55.) neue Hoffnung. Klasse, wie Halimi vor dem 2:2 im Strafraum den Ball annahm und aus der Drehung vollendete (61.). Die mitgereisten SVS-Anhänger waren aus dem Häuschen, skandierten „Jetzt geht‘s los.“ Und der SVS stürmte munter weiter, kam durch Max Stadler und Alexander Reith zu weiteren Möglichkeiten. In der Nachspielzeit hätte aber auch Gießen noch gewinnen können, aber SVS-Torwart Philipp Bagus parierte zweimal glänzend gegen den eingewechselten Michael Gorbunow und Wessam Abdel-Ghani.
Steinbachs Trainer Petr Paliatka wollte nicht viel über die erste Halbzeit reden: „Da sind wir nicht ins Spiel gekommen und haben keine Zweikämpfe gewonnen. Wir haben es nicht geschafft, eine Torchance auszuspielen. Nach der Pause hatten wir nichts mehr zu verlieren und wollten alles in die Waagschale werfen.“ Das gelang, weil „es dann ein ganz anderes Spiel war“, wie Paliatka fortfuhr. „Das war dann ein sehr intensives Spiel. Fairerweise muss man aber auch sagen, dass unser Torwart noch zwei Chancen von Gießen gut gehalten hat. Wir haben uns nach dem Seitenwechsel gut verkauft und mit dieser Art und Weise werden wir noch weitere Punkte holen.“
Für Gießens Trainer Daniyel Cimen war das Resultat hingegen weniger gut zu verdauen: „So kurz nach dem Spiel bin ich noch enttäuscht und sauer. Der Punkt fühlt sich für uns nicht gut an. In der ersten Halbzeit haben wir für diese Platzverhältnisse ein super Spiel gemacht. Das einzige Manko war vielleicht, dass wir nicht höher geführt haben. Die erste Viertelstunde nach der Pause weiß ich nicht, was passiert ist. Da haben wir ein Spiel, das wir zuvor kontrolliert haben, einfach hergeschenkt. Für Steinbach ist es ein erkämpfter Punkt, für uns ein beschissener Punkt.“
Die Statistik: FC Gießen: Duschner; Assar (62. Filsinger), Kireski, Fink, Abdel-Ghani – Vural (85. Besso), Mangafic – Pekesen, de Moura Beal (77. Akkus Rodriguez), Maingad – Akulinin (77. Gorbunow). SV Steinbach: Bagus; Hütsch, T.Wiegand (46. Bott), Hildebrand – F.Wiegand, Uth, Budesheim (46. Manß), Kehl (46. Wittke) – Reith – Stadler, Paliatka jr. (46. Halimi). Schiedsrichter: Patrick Werner (SKG Bauschheim). Zuschauer: 300. Tore: 1:0 Yassin Maingad (13.), 2:0 Mert Sinan Pekesen (32.), 2:1 Homan Halimi (55.), 2:2 Homan Halimi (61.).


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