Knallen die Sektkorken?
Könnten morgen den Klassenerhalt in der Regionalliga bejubeln: die SG Barockstadt und Kapitän Patrick Schaaf, der seinen Vertrag jüngst verlängert hat. © Charlie Rolff
„Damit hätte zu diesem Zeitpunkt sicherlich keiner gerechnet. Wir sind alle froh, dass wir nie ansatzweise was mit dem Abstieg zu tun hatten“, unterstreicht Kapitän Patrick Schaaf. Dass der Verein frühzeitig Planungssicherheit hat, sei enorm wichtig: „Es muss uns nämlich bewusst sein, dass das zweite Jahr das schwerere ist.“
Regionalliga Südwest: SG Barockstadt winkt Klassenerhalt
Umso wichtiger, dass der Kapitän auch in Zukunft an Bord bleibt. Am Mittwoch, beim 1:1 gegen Hessen Kassel, verkündete Stadionsprecher Rainer Martiker Schaafs Vertragsverlängerung . „In der Kabine kann man die Durchsagen tatsächlich gut hören. Da habe ich es auch wahrgenommen, dass sich der ein oder andere auf der Tribüne gefreut hat. Das ist natürlich schön“, sagt Schaaf, der erstmals diese Saison von der Bank kam.
„Am Wochenende ging es mir richtig schlecht. Mittwoch war es deutlich besser, aber ich war nicht bei 100 Prozent. Vielleicht reicht es gegen Walldorf“, hofft der 33-Jährige. Wie wichtig es wäre, den Kapitän an Bord zu haben, verdeutlicht ein Blick in die Spiele der SG Barockstadt . Dreimal fiel Schaaf aus, dreimal verlor Barockstadt. Sowohl beim 1:2 in Stuttgart und 1:3 in Freiberg als auch beim jüngsten 0:3 in Hoffenheim.
„Mit mir hätten wir diese Spiele vielleicht trotzdem verloren. Dass ich eine gewisse Erfahrung und Struktur reinbringe, ist mir bewusst. Aber ich hoffe, dass sich in der kommenden Saison Leute herauskristallisieren, die eine ähnliche Rolle spielen können. Denn in nächster Zeit muss eine Umstrukturierung geschehen“, weiß Schaaf.
SG Barockstadt: Die zwei torgefährlichsten Spieler könnten fehlen
Vorher soll der zweite Sieg des Jahres her, gegen den 2023 noch sieglosen Tabellennachbarn Walldorf. Vor allem, weil im Hinspiel ein 0:3-Vorsprung noch verspielt wurde. „Da haben wir gemerkt, dass Walldorf fußballerisch stark ist. Das 3:3 war am Ende nicht unverdient. Trotzdem können wir einige Dinge mitnehmen. Wir haben unsere drei Konter in der ersten Halbzeit zum Beispiel überragend gesetzt.“
Vollstrecker war in allen drei Situationen Marius Löbig. Der beste Barockstadt-Torjäger musste gegen Kassel aufgrund seiner einstigen langwierigen Verletzung frühzeitig runter – es bleibt abzuwarten, ob Trainer Sedat Gören da ein Risiko eingeht. Allerdings fehlt den Fuldaern gegen Walldorf auch der zweitbeste Torschütze: Angreifer Moritz Reinhard sah gegen Kassel seine fünfte Gelbe Karte.


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