FC Gießen muss Eintracht Frankfurt ziehen lassen
Yassine Maingad erzielte die Führung für den FC Gießen gegen Türk Gücü Friedberg. © Stefan Tschersich
Die Gäste bleiben zwar seit ihrem 4:2-Coup gegen Eintracht II weiter ohne Sieg, präsentieren sich im Waldstadion aber in guter Verfassung und waren am Ende dem Sieg sogar näher. Im ersten Abschnitt gab es so gut wie überhaupt keine Highlights zu sehen. Beide Teams neutralisierten sich, sodass das Spiel sehr zähflüssig war und von einigen Unterbrechungen geprägt war. Nach dem Seitenwechsel gelang Gießen mit der ersten Aktion die Führung.
Yassine Maingad erlöste die Gastgeber mit seinem Treffer aus der zweiten Reihe (47.). Doch fortan wurden die Wetterauer stärker. Demyan Imek und Toni Reljic scheiterten an FCG -Torwart Aleksa Lapcic. Dann verpasste Maingad das wohl entscheidende 2:0. Der Mittelfeldspieler hatte Felix Koob im Friedberger Tor schon umkurvt, traf dann aber das leere Tor nicht (57.). Dann aber gelang dem eingewechselten Ex-Profi Patrick Schorr der Ausgleich für die Gäste mit einem Flachschuss (70.) und TGF wollte jetzt mehr. Auf der Gegenseite hatte aber zunächst Koob Probleme mit einem Heber des eingewechselten Stürmers Michael Gorbunow. Den Nachschuss setzte Maingad neben den Kasten. Im den Schlussminuten drückte Friedberg: Schorrs Abschluss parierte Lapcic, Reljic schoss im Nachschuss drüber (90.). Kodai Hayashi, der Japaner, vergab dann freistehend vor Lapcic (90.+1).
Hessenliga: FC Gießen lässt Eintracht Frankfurt II ziehen
Gießen konnte am Ende froh sein, nicht die erste Heimniederlage erlebt zu haben. TGF-Trainer Enis Dzihic, dessen Team nach diesem Remis nur noch theoretisch Chancen auf Rang zwei hat, sagte nach der Partie: „Im ersten Abschnitt gab es nur Geplänkel zwischen Sechzehner und Sechzehner. Da haben beide Teams gezeigt, dass sie Spitzenteams sind. Nach dem 1:0 waren wir zehn Minuten nicht da, haben uns dann aber wieder gefangen. Nach dem 1:1 hatten wir Großchancen, wo wir das 2:1 machen müssen. Das 1:1 ist im Endeffekt gerecht.“
Gießens Trainer Daniyel Cimen meinte: „Wir hatten die Möglichkeit das Spiel vorzuentscheiden, Friedberg konnte es am Ende entscheiden. Mit der Punkteteilung können wir leben, denn wir haben derzeit viele Spiele noch vor der Brust. Schade, dass wir in so einer entscheidenden Phase gefühlt nur noch englische Wochen haben. Wir haben dennoch versucht, weiter auf Sieg zu spielen, das hat mir gefallen. Wir haben Friedberg auf Distanz gehalten, das haben wir geschafft. Am Mittwoch geht es für uns in Hanau schon weiter.“
Die Statistik: FC Gießen: Lapcic; Pekesen, Kireski, Fink, Wessam-Ghani - Besso (25. Akkus-Rodriguez), Vural (81. Gorbunow) - Filsinger, de Moura Beal, Maingad - Akulinin (82. Mangafic). Türk Gücü Friedberg: Koob; Izberovic, Usic, Häuser, Knecht - Henrich, Jost (56. Schorr) - Imek, Reljic, Yikilmaz (85. Hayashi) - Michel. Schiedsrichter: Christian Ballweg (SKG Bickenbach). Zuschauer: 462. Tore: 1:0 Yassine Maingad (47.), 1:1 Patrick Schorr (70.).

