Hammer in der KOL Süd: SG Hattenhof steigt freiwillig ab
Torsten Malkmus muss oft in der ersten Mannschaft der SG Hattenhof aushelfen – weil die Personaldecke eng ist. © Charlie Rolff
„Wer die Medien in den letzten Wochen und Monaten verfolgt hat, der weiß, dass unsere Spielerdecke extrem eng ist. Auch in der kommenden Saison wird das nicht viel besser werden, weswegen wir ehrlicherweise sagen müssen, dass wir keine konkurrenzfähige Kreisoberliga-Mannschaft zusammenstellen können und deswegen in der A-Liga besser aufgehoben sind“, sagt Malkmus.
Hammer in der KOL Süd: SG Hattenhof steigt freiwillig ab
Malkmus ist bestes Beispiel für die schwierige Personalsituation : Der 44-Jährige bestritt 14 Spiele in dieser Saison für die erste Mannschaft: „Und das vollkommen untrainiert. Da wir in der kommenden Saison auch noch auf Daniel Nüchter verzichten müssen und uns Gheorge-Daniel Azamfirei schon eine ganze Weile aufgrund eines Wohnortwechsels nicht mehr zur Verfügung steht, fehlt es schlicht auch an Qualität.“
Dennoch will der Verein zunächst eigenständig bleiben, wie Malkmus betont: „Die Entwicklung ist überall zu sehen. Auch wir haben noch 35 Spieler auf der Liste stehen, die für uns Fußball spielen können. Oftmals kämpfst du dann aber darum, überhaupt eine Mannschaft zusammenzubekommen. Früher war ich froh, wenn ich als junger Spieler im Kader stand, heute telefoniert der Trainer noch am Morgen, ob es reicht. Das ist aber kein Problem von uns, sondern eine gesellschaftliche Entwicklung. Ich bin mir aber sicher, dass wir noch die nächsten zwei, drei, vier Jahre eigenständig bleiben und werden in der A-Liga sicherlich eine gute Mannschaft stellen können.“
Offene Fragen gibt es aber dennoch: Einerseits ist die Trainerfrage noch ungeklärt, aktuell trainiert mit Lars Michel ein Einheimischer das Team. Ebenfalls fraglich: Wie geht es mit der zweiten Mannschaft weiter: „Wir befinden uns mit dem SV Neuhof in offenen Gesprächen. Die Zusammenarbeit läuft gut, da ist eine echte Kameradschaft entstanden. Dennoch ist es ein Vabanquespiel, denn wir müssen für uns entscheiden, ob eine zweite Mannschaft überhaupt noch Sinn ergibt“, sagt Malkmus.
Für die KOL Süd bedeutet das: Mit dem FV Steinau und der SG Hattenhof stehen zwei von maximal drei direkten Absteigern fest. Apropos FV Steinau: Wie Schlüchterns Kreisfußballwart Dietmar Pfeiffer auf Nachfrage mitteilt, ist die im Raum stehende Spielgemeinschaft zwischen Kressenbach, Ulmbach und Steinau noch nicht bei ihm beantragt worden.


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