Kreisoberligisten in der Schwebe
Wie in dieser Szene müssen sich Frederik Hau (hinten) und der RSV Margretenhaun auf alle Eventualitäten einstellen. © Charlie Rolff
Weil noch zwei Direktabsteiger nicht gefunden sind und fünf Teams um den Klassenerhalt zittern, schauen noch der KSV Niesig und der RSV Margretenhaun aus der Kreisoberliga Mitte sowie der SV Schweben und die zweite Mannschaft des SV Flieden gespannt in die Gruppenliga. Eine Situation, die für die betroffenen Vereine alles andere als willkommen ist: „Das ist natürlich unglücklich. Ich glaube, der Fehler hat die Klassenleiter schon erreicht und das wird nur einmal passieren“, sagt Daniel Otschonovsky aus dem RSV-Führungsteam zur verpassten gemeinsamen Entscheidung.
Kreisoberligisten drücken den Gruppenligisten die Daumen
Margretenhaun sowie Flieden II eint, dass sie im schlimmsten Fall in die Relegation müssten. „Wir hatten zumindest Zeit, uns darauf einzustellen, denn es war ja absehbar. Klar, die Daumen für Horas und Hofbieber sind gedrückt“, sagt Otschonovsky. Geschlossen an einen Sportplatz fahren wird die Mannschaft nicht, vereinzelt würden einige Spieler wohl Horas oder Thalau ansteuern. Otschonovsky wird da wohl außen vor sein: „Es ist die Frage, ob man sich an einen Sportplatz stellt und sich im Zweifel den Genickschlag abholt.“ Für alle Eventualitäten hält sich die Mannschaft aber bereit, trainiert normal weiter.
Steigen Hofbieber und Horas nicht direkt ab, wäre Margretenhaun gerettet und Niesig würde Relegation spielen. „Die Chancen dafür würde ich bei 50:50 einordnen“, sagt KSV-Trainer Tobias Eberlein, der viele Gespräche mit den Spielern führte, um für den Fall der Fälle eine Mannschaft stellen zu können, „die im Saft ist“, wie er betont: „Das Warten ist allerdings sehr schwierig zu vermitteln. Es wird schwierig, die Spannung bei allen hochzuhalten.“
Kritik am unterschiedlichen Saisonende
Auch in der Kreisoberliga Süd übt Christian Birkenbach, Spielertrainer des SV Schweben, Kritik daran, in der Luft zu hängen: „Wir trainieren ins Ungewisse. Das sollte für die nächsten Jahre geändert werden.“ Im besten Fall erreicht der SVS die Relegation, muss dafür auf erfolgreiche Ausgänge für Oberzell/Züntersbach, Thalau und Lütter hoffen. „Wir warten mal ab. Es muss schon ein bisschen was passieren, damit wir Relegation spielen“, betont Birkenbach.
Ebenso viel muss passieren, damit die zweite Mannschaft des SV Flieden den direkten Klassenerhalt feiern kann. Möglich, dass am Ende sogar die Hoffnungen aller vier Vereine platzt. Dann nämlich, wenn sowohl ein der Kreisoberliga Süd zugeordneter Verein (Lütter, Thalau, Oberzell/Züntersbach) als auch ein der Kreisoberliga Mitte (Hofbieber, Horas) zugehöriger Verein absteigt .


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