Niklas Hofacker ersetzt verletzten Bruder Mitja
Mitja Hofacker, der nach Stationen bei der SG Johannesberg, dem TSV Rothemann und der SG Bad Soden über Hanau 93 den Weg nach Oberndorf fand, riss sich kurz vor Saisonende die Achillessehne. In diesem Kalenderjahr wird der 29-Jährige wohl nicht mehr eingesetzt werden können. Und so kamen die Verantwortlichen um den Weichersbacher Trainer Jochen Maikranz auf Niklas Hofacker. „Wir hatten vorher schon Kontakt. Ursprünglich hatte ich mich aber entschieden, nach Johannesberg zurückzukehren, um in den Konkurrenzkampf mit Christoph Möller zu treten. Nach dem Transfer von Ahmed Hadzic habe ich aber wenige Chancen gesehen, dort zu spielen“, erklärt der Neuzugang von Verbandsliga-Nord-Vizemeister SG Bronnzell seine Beweggründe.
VfB Oberndorf: Niklas Hofacker ersetzt verletzten Bruder Mitja
Denn oberste Priorität für den 22-Jährigen ist es, die Nummer eins zu sein. „Ich will jedes Wochenende spielen“, sagt Hofacker, der sich in Johannesberg gegen Bruder Mitja und später Johannes Kreis sowie in Bronnzell gegen Jonas Ritzel hintenanstellen musste und meist nur zum Einsatz kam, wenn die Konkurrenz verletzt ausfiel. „Trotzdem habe ich in Bronnzell super Erfahrungen gesammelt mit Jonas, wir haben uns auch menschlich gut verstanden“, erklärt der Neu-Oberndorfer, der von Heimatort Bad Soden nach Oberndorf ähnlich lange unterwegs ist wie Richtung Fulda - wenngleich sich die Kilometerzahl fast halbiert.
In der Gruppenliga Frankfurt Ost betritt Hofacker, der 18-mal in der Verbandsliga Nord zum Einsatz kam, komplettes Neuland. In den Konkurrenzkampf tritt er unter anderem mit Felix Kania (früher Bachrain und Freiensteinau) und damit einem in der Region Fulda ebenfalls bekannten Gesicht. Zumindest bis Winter, denn dann dürften die Hofacker-Brüder wieder das Torwartduo bilden - wie bereits im ersten Seniorenjahr des sieben Jahre jüngeren Bruders Niklas in Johannesberg. „Mitja wird sicherlich mit viel Elan wieder einsteigen wollen. Er ist aber beruflich und familiär stark eingebunden. Da wird sich schon eine Lösung finden.“

