Barockstadts Trübsal ist Marius Löbig

06. Juli 2023, 22:10 Uhr

Bloß nicht den Kopf hängen lassen: Marius Löbig verletzte sich im Spiel der SG Barockstadt gegen Flieden und fehlt dem Regionalligisten mehrere Monate. © Charlie Rolff

So viel Vorfreude verspürt die SG Barockstadt auf die neue Saison in der Regionalliga Südwest. Da passt es überhaupt nicht ins Bild, dass mit Marius Löbig der beste Torschütze der vergangenen Saison nun einige Monate ausfällt.

Tatort Rückers, das Spiel gegen den SV Flieden (6:0) vor einer Woche. Nach einem Zweikampf plagen Marius Löbig schmerzen. Die Diagnose einige Tage später: Außenbandriss und Knochenabsplitterung. „Er wird uns mindestens drei Monate fehlen“, sagt Trainer Sedat Gören. Es sind jene Verletzungen, die den 52-jährigen Trainer der SG Barockstadt wurmen. „Weil sie nicht im Trainingsbetrieb entstehen. Wir tun alles dafür, um die richtige Dosierung zu finden, um muskuläre Probleme zu vermeiden. In solchen Fällen sind uns aber die Hände gebunden“, schildert der Trainer, der hofft, dass Neuzugang Sebastian Schmitt keine gravierende Verletzung erlebt, nachdem er vor wenigen Tagen umgeknickt ist.

SG Barockstadt: Marius Löbig fehlt mehrere Monate

Vor dem Wochenende mit den Testspielen gegen den Hünfelder SV und Viktoria Aschaffenburg ist die Personalsituation ausbaufähig. Gal Grobelnik und Nico Rinderknecht fehlt nach wie vor die Spielberechtigung, Patrick Schaaf weilt im Urlaub, Marius Grösch fehlt berufsbedingt. Immerhin feiern Marius Köhl und Moritz Dittmann nach Krankheit ihr Debüt im SGB-Dress.

Die Intensität seit dem Vorbereitungsstart vor neun Tagen ist hoch. Einen freien Tag erlebten die Spieler noch nicht, die Einstellung in den Einheiten passe laut Gören, der derzeit viel in Spielformen arbeitet. „Wir möchten die neuen Spieler in unser System reinpressen“, erläutert der Coach und zählt die anstehenden Testspiele als großen Faktor. Erst morgen (18.30 Uhr) auf dem Sportgelände von FT Fulda – die Turner feiern ihr 175-jähriges Vereinsjubiläum sowie das 120-jährige Bestehen der Fußballabteilung in diesem Jahr – gegen Hessenligist Hünfeld, ehe morgen (14 Uhr) der bayrische Regionalligist Viktoria Aschaffenburg auf dem B-Platz in der Johannisau zu Gast ist. Jeweils 45 Minuten sollen die Spieler pro Partie erhalten. „90 Minuten kann noch niemand gehen. Das hat sich in Rückers gezeigt. Wer derzeit länger als 45 Minuten spielt, riskiert Verletzungen“, sagt Gören.

SG Barockstadt: Kontinuierlich die Mannschaft aufbauen

Kontinuierlich soll die Mannschaft in allen Teilen aufgebaut werden. So auch in Sachen Gegner. War mit Flieden erst ein Verbandsligist ein Kontrahent, steigert sich die SGB peu à peu. „Die Belastung wird entsprechend immer höher. Für uns als Trainerteam ist entscheidend, wie sich die Mannschaft verhält. Wie diszipliniert sind wir gegen den Ball, wie gut können wir offensiv den Ball zirkulieren lassen und wie oft kommen wir in Abschlusssituationen“, erklärt Gören. Dass er mit seinem Team von sieben Vorbereitungsspielen fünf in der Region bestreitet – lediglich die Tests im Rahmen des Trainingslagers in Leipzig zählen nicht dazu – hat einen guten Grund, wie der Trainer erklärt: „Wir möchten die Region mitnehmen und uns präsentieren. Auf der anderen Seite versuchen wir, die Strapazen durch weite Reise gering zu halten.“

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