Millionenprojekt der SGO findet Abschluss
Fünf Tage herrschte Hochbetrieb bei bestem Wetter auf dem Oberkalbacher Geisberg. Insgesamt über 140 Helfer waren im Einsatz um die Veranstaltung zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen. So etwas kann man nur durchführen, wenn das Dorf dahintersteht. Alle Ortsvereine, vereint in der Vereinsgemeinschaft Oberkalbach, packten mit an um für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen.
Der Höhepunkt der Veranstaltung war zweifellos der Samstag. Gestartet wurde mit dem Altherren-Turnier auf Kleinfeld, bevor mit der Einweihung des Kunstrasenplatzes der Höhepunkt der Veranstaltung folgte.
Der Vorstandssprecher der SG Oberkalbach Marcel Schulz betonte, dass es zunächst utopisch erschien, ein Projekt mit einem Volumen von 1,11 Millionen Euro, für das Eigenmittel zu etwa einem Drittel benötigt wurden, zu realisieren – in Summe 323.000 Euro Eigenmittel und Eigenleistung. Die großzügige Spende von Ehrenmitglied Norbert Frischkorn und 3600 Stunden Eigenleistung ließen das Unmögliche wahr werden. Marcel Schulz dankte allen Oberkalbachern und Norbert Frischkorn für ihre Unterstützung. Diese Fakten wurden auch vom 1. Kreisbeigeordneten Frederik Schmitt (CDU) und Bürgermeister Mark Bagus (parteilos) ebenfalls besonders hervorgehoben. Mark Bagus brachte mit seinen Worten zum Ausdruck, dass der Kunstrasenplatz nicht nur ein Gewinn für die SG Oberkalbach sei, sondern für alle Kalbacher Vereine und wies darauf hin, dass sein Vorgänger Florian Hölzer das Projekt bereits angestoßen habe.
„Ich komme als Sportdezernent viel im Kreis herum und kann sagen, dass der eine oder andere Verein etwas neidisch nach Oberkalbach blickt“, sagte der Erste Kreisbeigeordnete Frederick Schmitt.
Der stellv. Kreisfussballwart des Fußballkreises Schlüchtern Harald Maienschein, der für den verhinderten Kreisfussballwart Dietmar Pfeiffer die Grüße des Fußballkreises überbrachte, erwähnte, dass jetzt Oberkalbach nach Bad Soden und Freiensteinau als dritter Ort im Fußballkreis im Besitz eines Kunstrasenplatzes sei. Darauf kann man in einem 800-Seelendorf stolz sein. Ortsvorsteher Ewald Ickler brachte bei seinen Worten zum Ausdruck, dass man in der Vergangenheit bis heute mit Zusammenhalt und einem Ziel vor Augen schon viel erreicht habe, Konkurrenzdenken unter den Vereinen ein Fremdwort sei und man daran auch in der Zukunft arbeiten muss, dass es so bleibt. Kirsten Föller überbrachte für die verhinderte Pfarrerin Inga Siemon die Grüße der ev. Lukasgemeinde in Kalbach. Nach einem Gebet, von Kirsten Föller gesprochen, wurde die Sportanlage durch das symbolische durchschneiden eines Bandes durch die Ehrengäste offiziell eröffnet.
Das erste Spiel auf dem neuen Kunstrasenplatz blieb selbstverständlich der Jugend vorbehalten. Es trafen die C-Jugendmannschaften der JSG Rippberg und der JSG Südring aufeinander.
Projekt Kunstrasenplatz in Oberkalbach in Zahlen - 8000 Quadratmeter Grasnarbe wurden gelöst und abgefahren - 3950 Tonnen Schotter und Splitt wurden für den Unterbau verbaut - 148 Tonnen Quarzsand und 70 Kubikmeter Korkgranulat wurden eingefüllt - 1100 Quadratmeter Pflaster wurden verlegt - 145 Meter Randplatten wurden eingebaut - 3600 Arbeitsstunden wurden von Vereinsmitgliedern geleistet - 1,11 Millionen Euro wurden in das Projekt investiert

