DDR-Ikone Lindemann lobt Barockstadt-Kader
Florian Hansch gewann mit dem ZFC Meuselwitz den Test gegen Eric Ganime und Moritz Reinhard von der SG Barockstadt knapp mit 3:2. © Ralph Kraus
„Wir waren ja auch dort, um zu arbeiten, nicht um Urlaub zu machen. Man hat schon deutlich gemerkt, dass wir dieses Mal einen Tag länger hatten als letzte Saison. Dazu kam ein Testspiel mehr. Das merkt man dann schon“, sagte ein sichtlich müder Marius Grösch augenzwinkernd.
Schon am Freitag in Leipzig habe man Phasen gehabt, in denen man auf dem Zahnfleisch ging. „So zwischen der 35. und 45. Minute sind wir ein bisschen eingebrochen, kamen dann aber wieder. Man hat gesehen was unser Kader bringen kann. Wir haben ordentlich Qualität dazu bekommen und ich möchte nicht in der Haut des Trainers stecken, denn bei der Aufstellung wird es immer wieder Härtefälle geben. So viel steht schon jetzt fest“, so Grösch.
DDR-Ikone Lindemann lobt Barockstadt-Kader
Im „Lagovida“, der Unterkunft der Barockstadt, teilte Kapitän Patrick Schaaf geschickt die Gruppen ein, die gemeinschaftlich ihre Unterkünfte bezogen. „Das waren immer zwei, drei aus dem alten Kader und zwei Neue. So war der Haufen bunt gemischt und wächst besser zusammen“, so Grösch. Das erste Fazit des Innenverteidigers nach den fünf Tagen: „Charakterlich passen die Neuzugänge allesamt super rein. Da entwickelt sich was. Aber man muss auch sagen: Wir haben richtig geile Kicker dazubekommen.“
Das sahen auch andere, außenstehende Experten so und daher bekam die SG Barockstadt sogar Lob von „höchster“ Ebene: Lutz Lindemann hatte sich nämlich in Meuselwitz unter die Zuschauer gemischt. Die mittlerweile 74-jährige DDR-Fußball-Legende, die beim Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) als Fußballexperten die 3. Liga und die Regionalliga analysiert, über den Auftritt der Fuldaer: „Das ist ein qualitativ sehr hochwertiger Kader. Diese Mannschaft hat eine Menge Potenzial“, so Lindemanns Eindruck nach den 90 Minuten.
Neuzugänge bereichern Kader charakterlich und sportlich
Nachdem sich die Mannschaft durch acht Einheiten innerhalb von 70 Stunden gekämpft hatte und merklich platt war, setzte Trainer Sedat Gören dem Treiben ein Ende. Nach dem Spiel in Meuselwitz war um 13 Uhr am Samstag Schluss mit dem sportlichen Programm. „Eigentlich war nach dem Spiel noch eine lockere 30-Kilometer-Radtour rund um den Störmthaler See geplant. Aber es macht ja keinen Sinn, wenn wir das Spiel wegen der Temperaturen auf 11 Uhr vorverlegen, um dann mit den Rädern in der Hitze durch die Gegend fahren“, erläuterte Gören. So liefen ab dem Nachmittag die „Vorbereitungen“ auf den Mannschaftsabend in Leipzig. „Der nächste Step für die Spieler, um noch enger zusammen zu rücken. Uns ist bewusst, dass es für uns auch in dieser Saison nur als Team funktionieren kann. Sachen wie eine Einheit auf dem Platz, körperliche Fitness und unsere Stärke bei den Standards sind drei Grundelemente, wenn wir die Liga halten wollen.“
Vorstandssprecher Martin Geisendörfer weiß indes ganz genau, was auf seinen Verein 2023/2024 wartet: „Eine noch stärkere Regionalliga. Es ist Wahnsinn, wie alle aufgerüstet haben.“


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