Patrick Schaaf: Wir sind stärker aufgestellt

28. Juli 2023, 06:18 Uhr

Wird in der neuen Saison wieder die Richtung vorgeben: Barockstadt-Kapitän Patrick Schaaf. © Charlie Rolff

Angeführt von Patrick Schaaf als Kapitän geht die SG Barockstadt in ihre zweite Regionalliga-Saison. Wir sprachen mit dem 34-jährigen Spielführer über die neue Runde.

Das zweite Jahr ist oft schwerer als die Premierensaison. Wie sehen Sie die SG Barockstadt aufgestellt?

Qualitativ sind wir besser als im Vorjahr, aber die Liga ist an sich auch deutlich stärker geworden. Es wird eine sehr schwere Saison für uns, aber ich bin guter Dinge. Zumal ich auch Ulm in der Dritten Liga eine gute Rolle zutraue und es vielleicht bei drei Absteigern bleiben könnte.

Eine Waffe der SGB sind die Standards. Wo sehen Sie noch die Stärken Ihres Teams?

Leon Pomnitz ist ein super Schütze, dazu kommen mit Eric Ganime, Aaron Frey, Marius Grösch und mir kopfballstarke Leute. Durch Neuzugänge wie Marius Köhl oder Moritz Dittmann, die viel Dynamik und Zweikampfstärke mitbringen, haben wir über die Außen nochmal deutlich an Geschwindigkeit dazu bekommen. Wenn wir, so wie in der ersten Saisonhälfte vergangenes Jahr, aus einer sicheren Defensive schnelle Gegenangriffe hinbekommen, dann ist das eine zweite Waffe.

Patrick Schaaf über die SG Barockstadt: Sind stärker aufgestellt

Etliche Teams haben massiv aufgerüstet. Beispielsweise Kickers Offenbach. Halten Sie es für möglich, dass es eine Zwei-Klassen-Gesellschaft in der Regionalliga geben könnte?

Das ist durchaus möglich. Rein vom Personal her ist das schon jetzt der Fall. Aber zum Glück ist im Fußball nicht einfach alles planbar. Auch bei den großen Vereinen muss erst einmal alles passen.

Die Neuzugänge scheinen früh super integriert. Ein wichtiger Faktor, denn die SG Barockstadt lebt von ihrem Teamgeist. Wie sehen Sie das?

Genauso. Aber das war ja schon immer unsere Stärke, dass wir Neuzugänge ganz schnell integriert hatten. Bei uns gilt aber auch: Wer nicht mitzieht, der wird eingefangen oder aussortiert. Nur so kann es bei uns funktionieren, denn bei uns geht es nur, wenn alle eine Einheit bilden.

Sie sind 34 Jahre alt geworden. Kann es sein, dass die Saison 2023/2024 ihre letzte Saison bei der SG Barockstadt sein wird?

Das könnte schon durchaus der Fall sein. Das erste Jahr in der Regionalliga war wirklich extrem intensiv, vor allem was das Familienleben angeht. Wir spielen zeitintensiv Fußball, haben alle einen Job, wir haben daheim zwei Kinder, dazu kam der Hausbau. Das war alles wirklich knackig und bringt dich so ein bisschen an die Grenzen. Wichtig ist mir außerdem, dass ich nicht den richtigen Zeitpunkt verpasse, um aufzuhören. Mal sehen, wie es kommt. Man muss aber nur ein Beispiel nehmen: Mit Jean Luca Trabert spielt ein junger Kerl Jahrgang 2005 bei uns. In dem Jahr, als er geboren wurde, bin ich nach Gladbach gewechselt. Das zeigt, dass der Zeitpunkt für mich näher rückt.