Wer oben steht...

20. August 2023, 18:20 Uhr

Landry Pitakani gewann mit dem SV Großenlüder knapp mit 2:1 in der Gruppenliga gegen Adrian von Pazatka und dessen RSV Petersberg. © Jonas Wenzel

Eine alte Fußballer-Weisheit besagt, dass immer der das Glück auf seiner Seite hat, der oben steht: Dass das oftmals zutrifft zeigte auch das Gruppenligaspiel zwischen dem SV Großenlüder und dem RSV Petersberg, dass die Teutonia auf der letzten Rille mit 2:1 (1:1) für sich entschied.

Eigentlich hatten sich die meisten im Lüdertalstadion schon mit einem (wohl auch gerechten)Unentschieden abgefunden, als Niklas Wese tief in der Nachspielzeit ein letztes Mal in den Strafraum eindrang und nach einem Kontakt mit Adrian von Pazatka zu Boden ging. Es gab Elfmeter. Hendrik Auth behielt vom Punkt aus die Nerven und sicherte Großenlüder mit seinem Elfmetertor so den dritten Sieg im dritten Spiel.

„Jetzt kann der Franzi beruhigt weiter Urlaub machen“, sagte Adrian Giemza schmunzelnd, der den etatmäßigen Trainer der Gruppenliga-Mannschaft vertrat und der nach dem Dreier durchpustete. „Am Ende haben wir es vielleicht ein bisschen mehr erzwungen zu gewinnen, aber insgesamt wäre ein Unentschieden schon gerecht gewesen“, so sein Resümee.

Von ganz ungefähr kam der späte Siegtreffer aber nicht sagt Giemza. „Die Jungs fighten halt bis zum letzten Ball. Das kostet Kraft, wird aber manchmal auch belohnt. So wie heute.“

In der „Hitzehölle“Lüdertalstadion machte Petersberg vielleicht sein bisher bestes Saisonspiel, wartet aber weiterhin auf den ersten Sieg. „So langsam wird es schon ein bisschen eng, denn die kommenden Gegner werden für uns nicht gerade leichter“, redete Coach Jürgen Krawczyk nicht um den heißen Brei. „Dieses Spiel in Großenlüder mit diesem späten Gegentor passt symptomatisch in unsere aktuelle Situation. Wir müssen uns wirklich die Frage stellen, wie wir da unten raus kommen wollen.“

Zumal es personell auch in Großenlüder nicht rosig aussah: Keeper Carsten Peikert scheint beispielsweise länger auszufallen. Vor dem zweiten Spiel in Bad Soden knickte er beim Aufwärmen weg und verletzte sich dabei kurioser Weise am Rücken. „Es deutet sich an, dass es ein Bandscheibenvorfall sein könnte. Wenn dem so ist, dann weiß jeder wie lange das dauert“, so Peikert, der von Marco Ludwig mehr als ordentlich vertreten wurde. Kurz vor dem Anpfiff musste auch Paul Bonny passen und gesellte sich so in den Kreis von Marc Aschenbrücker und Danu Bojii.

Statistik SV Großenlüder: Mohr; Paskiewicz (64. C. Medler), Ebert, Mouange Mouange, Beyer, Schneider, Schlitzer, Auth, Martella (86. Söhngen), Wese, Pitakani (90. +7 T. Medler). RSV Petersberg: Ludwig; von Pazatka-Lipinsnki, Hilpert (58. Becker), L. Aschenbrücker, Sauer (67. Sentürk), Tranchina Danne, Meister (58. Keidel), Fuchs, Sammet, Ehresmann. Schiedsrichter: Jonas Vitt (SC Lispenhausen). Zuschauer: 150. Tore: 1:0 Jakob Schneider (13.), 1:1 Lennart Aschenbrücker (43.), 2:1 Hendrik Auth (90.+5, Foulelfmeter).