„Besonderer Reiz“ und beste Erinnerungen

07. September 2023, 20:37 Uhr

Kassels Trainer Tobias Damm (links) und Barockstadts Coach Sedat Gören haben schon so manches Duell erlebt. Am Samstag stehen sie sich in der Regionalliga Südwest erneut gegenüber, wenn der KSV Hessen die SGB empfängt. © Charlie Rolff

Kann die SG Barockstadt ihren positiven Lauf in der Regionalliga Südwest fortsetzen? Die nächste Nagelprobe heißt KSV Hessen Kassel (Samstag, 14 Uhr). An das letzte Gastspiel bei den Nordhessen hat SGB-Trainer Sedat Gören beste Erinnerungen.

Rund ein Jahr ist es her. Die SG Barockstadt entführte am 16. September 2022 drei Punkte aus dem Kasseler Auestadion, siegte nach einer blitzsauberen Vorstellung mit 3:0 . Gören weiß noch zu gut, dass die Leistung „sehr gut“ war. Vielmehr lässt er sich zum damaligen Spiel nicht entlocken. „Weil die Voraussetzungen ganz andere nun sind. Die 90 Minuten werden nicht wieder so verlaufen“, ist sich der 52-Jährige sicher. So sei der KSV Hessen Kassel vor einem Jahr nicht auf dem Level gewesen wie derzeit – auch in personeller Hinsicht.

SG Barockstadt: Regionalliga-Auswärtsspiel beim KSV Hessen Kassel

Auf die Aufgabe hat Gören allerdings enorme Lust. Sowohl Kassel als auch Barockstadt sind gut in die Regionalligasaison gestartet. Der KSV liegt drei Zähler hinter der SGB, kann aber auf starke Heimspiele blicken. Erst 2:0 gegen die U23 von Mainz, dann 2:1 gegen die Stuttgarter Kickers und schließlich ein 2:2 gegen Eintracht Frankfurts U21 . „Sie haben bewiesen, welche Qualitäten sie besitzen. Es gilt für uns, hellwach und über die komplette Spieldauer konstant zu sein“, schildert Gören und spricht damit Dinge an, die ihm trotz der guten Ergebnisse zuletzt missfallen sind. „Es sind Kleinigkeiten, aber gegen Koblenz (4:1) schalten wir kurz ab und kassieren das 1:3. Beim ersten Spiel in Stuttgart zupfen wir den Gegner am Trikot und kassieren dadurch das 1:2. Das sind Sachen, die nichts mit dem Fußball zu tun haben. Es gilt, egal wie der Spielstand ist, den vollen Fokus zu bewahren“, fordert der SGB-Trainer.

An die ganz große Glocke hängt Gören das hessische Duell zwar nicht, von einem „besonderen Reiz“ aufgrund der geografischen Nähe und der längeren Geschichte mitsamt Aufeinandertreffen in der Hessenliga spricht er dennoch. Weshalb er der Partie keine höhere Relevanz zuschreibt, hängt mit der „sehr engen Liga“ zusammen. „Jedes Spiel in der Regionalliga ist relevant. Leichte Gegner gibt es nicht, weshalb wir nicht den Luxus haben, es gegen den einen oder anderen Gegner locker angehen zu lassen.“

SG Barockstadt: „Besonderer Reiz“ hat Partie beim KSV Hessen Kassel

Wichtig sei Gören, die eigenen Spielideen durchzubringen. Wie die SG Barockstadt auftreten wird, könne er allerdings nicht sagen. „Wir haben Pläne, Kassel aber auch. Niemand kann schon jetzt die Entwicklung des Spiels sagen. Es kommt letztlich darauf an, wer seine Stärken besser zur Geltung bringt“, sagt der 52-Jährige, der von fünf Duellen gegen die Nordhessen zwei gewinnen konnte, zwei Mal als Verlierer vom Platz ging und die letzte Partie unentschieden bestritt. Personell verändert sich zum Koblenz-Spiel wenig. Marius Grösch könnte wieder eine Option sein. Kevin Hillmann wird diese Rolle erst nach dem Kassel-Spiel zuteil, während Sebastian Schmitt (mannschaftliches Aufbautraining), Marius Löbig (individuelles Aufbautrainig) und Jannik Horz ausfallen.

Kommentieren