SGB-Schock: Kreuzbandriss bei Göbel

12. Oktober 2023, 06:17 Uhr

Tobias Göbel (Bildmitte) stand in den ersten elf Saisonspielen immer auf dem Platz, wird der SG Barockstadt aber monatelang fehlen. © Charlie Rolff

Tobias Göbel war in dieser Saison der Shootingstar bei der SG Barockstadt, stand in den ersten elf Begegnungen in der Startelf des Regionalligisten. Eine weitere wird monatelang nicht dazukommen. Der 25-Jährige hat sich einen Kreuzbandriss zugezogen.

Im Abschlusstraining vor dem jüngsten Spiel gegen Eintracht Frankfurt II (2:0) passierte es. Göbel wurden die schlechten Platzbedingungen zum Verhängnis, nach einem Torschuss trat er bei der Landung in ein Loch und knickte weg. Einige Tage später nun die überraschend bittere Nachricht. Die MRT-Untersuchung stellte einen Kreuzbandriss sowie eine Überdehnung des Außenbandes fest, die SG Barockstadt wird monatelang auf Göbel verzichten müssen.

„Geschockt“ reagierte Trainer Sedat Gören auf die Nachricht, die ihm nicht nur sportlich, sondern auch menschlich extrem nahe geht. „Es ist super, was er in dieser Saison für die Mannschaft geleistet hat. Er hat seine eigenen Befindlichkeiten hintenangestellt und auf einer Position gespielt, die eigentlich gar nicht seine ist“, lobt Gören die Bereitschaft des gelernten Stürmers , der aufgrund von verletzungsbedingten Ausfällen als Linksverteidiger aushelfen musste. Und das nicht nur einmal, sondern in den ersten elf Spielen, immer von Beginn an.

SG Barockstadt: Verletzungsschock und Göbels Kreuzbandriss

„Davor ziehe ich den Hut. In der Vorsaison hat er einige wichtige Tore für uns gemacht, jetzt hat er in seiner Entwicklung noch mal einen Sprung nach vorne gemacht. Auch charakterlich tut uns sein Ausfall weh. Aber ich gehe davon aus, dass er dank seines Ehrgeizes gestärkt zurückkommen wird“, hofft Gören. Allerdings ist es für Göbel nicht die erste schwere Verletzung im rechten Knie. Das Kreuzband war früher schon mal gerissen und auch einmal angerissen.

Der Ausfall des 25-Jährigen vergrößert die Sorgen bei der SGB. Mit Kevin Hillmann konnte der etatmäßige Linksverteidiger gegen die Eintracht zwar zurückkehren, von einer 100-prozentigen Einsatzfähigkeit kann sein Trainer aber nicht berichten. „Normalerweise brauchst du nach einem langen Ausfall acht bis zehn vernünftige Trainingseinheiten. Bei Kevin waren es drei oder vier“, sagt Gören, dessen zweiter Linksverteidiger, Sebastian Schmitt, nach seiner Knöchelverletzung eine Einlage bekommen soll und somit auch bald wieder einsteigen dürfte.

SG Barockstadt: Warten auf mehrere Leistungsträger

Ähnlich sieht es bei Allrounder Moritz Reinhard aus, der nach einem Bluterguss am Schienbein wieder mit dem Lauftraining beginnen soll. Abwehrchef Marius Grösch soll dadurch ebenfalls behutsam wieder aufgebaut werden, das Risiko einer zu schnellen Rückkehr soll nicht mehr eingegangen werden. Der beste Torjäger der Vorsaison, Marius Löbig, wird derweil wohl erst im neuen Jahr wieder einsatzfähig sein. Derzeit ist noch unklar, wie der Außenbandriss, der den Flügelflitzer seit Beginn der Saison außer Gefecht setzt, behandelt werden soll.

Bei all den Verletzten trifft es sich gut, dass Barockstadt am kommenden Wochenende spielfrei hat. Die Partie bei der U23 der TSG Hoffenheim wurde aufgrund Länderspielabstellungen der Bundesliga-Reserve auf Mittwoch, 25. Oktober, verschoben. Gören sieht aber nicht nur Vorteile: „Natürlich ist es gut, dass unsere angeschlagenen Spieler dadurch mehr Zeit haben. Aber es kann auch tödlich sein, aus dem Rhythmus zu kommen. Und dass dadurch bald eine weitere Englische Woche ansteht, stört mich ehrlich gesagt total.“

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