Kreuzbandriss raubt Fabinski ein wenig die Glücksgefühle
Im vollen Erfurter Steigerwaldstadion lief Robin Fabinski im Freundschaftsspiel gegen Bundesligist Borussia Dortmund im Trikot vom FC Rot-Weiß Erfurt auf. © FC Rot-Weiß Erfurt
Wie Robin Fabinskis erste Monate nach dem Sprung in die Landeshauptstadt Thüringens verliefen? „Mega gut“, sagt er. Ein rundum positives Fazit zieht er, sowohl vom FC Rot-Weiß Erfurt als auch vom privaten Befinden in der Blumenstadt. Bis vor wenigen Tagen Fabinski einen herben Schlag einstecken musste. Im Mannschaftstraining machte er einen langen Schritt, der Oberkörper fiel über das Standbein und der Youngster hatte umgehend starke Schmerzen. „Ohne gegnerische Einwirkung. Ich hab sofort gemerkt, was los ist“, erläutert Fabinski. Einen Tag später brachte ein MRT die Diagnose. Das vordere Kreuzband ist gerissen, ein OP-Termin soll noch im Oktober folgen. Einen Ball wird Fabinski lange Zeit nicht am Fuß haben, dafür vermehrt Einheiten beim Physiotherapeuten und im Kraftraum.
FC Rot-Weiß Erfurt: Robin Fabinski über seinen Kreuzbandriss
Die bittere Erkenntnis mit einigen Tagen Abstand: Die Saison ist für den Defensivspieler schon beendet. „Wer mich kennt, weiß, dass Fußball alles für mich ist. Deshalb hat es mich erschüttert, aber die vielen Rückmeldungen machen Mut“, schildert Fabinski. Dabei lief die Zeit im rot-weißen Dress erst so richtig an. Kam er in den ersten beiden Regionalligaspielen noch nicht zum Einsatz, war er fortan ein wesentlicher Bestandteil und erhielt gar Startelfeinsätze. „ Ich habe mir im Sommer die Frage gestellt, ob der Schritt von Barockstadt nach Erfurt der richtige ist. Schon jetzt kann ich glücklich darüber sein, den Entschluss gefasst zu haben.“
Fabinski hat nach wie vor einen genauen Blick in die Heimat zu den alten Teamkollegen und freut sich, dass die SGB eine bisher gute Runde spielt. „Ich hoffe, die Jungs machen so weiter. Barockstadt halte ich im Herzen“, sagt der 20-Jährige, der meist einmal in der Woche gen Fulda zur Familie pendelt, ansonsten allerdings das komplette Erfurter Feeling aufsaugt. Privat wie sportlich. Große Kulissen stehen an der Tagesordnung, das Erfurter Steigerwaldstadion war beispielsweise im Derby gegen Carl Zeiss Jena und im Freundschaftsspiel gegen Borussia Dortmund mit 15.000 Zuschauern ausverkauft. „Die ganze Stadt zeigt die Liebe zum Verein. Es macht etwas mit einem Spieler, wenn die Fans Rückenwind geben und es macht riesigen Spaß, wenngleich der Gegenwind bei negativen Momenten ebenfalls stark sein kann. Wichtig ist, den Fokus bei sich zu behalten“, schildert Fabinski.
Robin Fabinski hat einen genauen Blick zur SG Barockstadt
Druck, nach dem knapp verpassten Meistertitel in der vorigen Saison nun aufsteigen zu müssen, verspüre das Team nicht, meint Fabinski, dessen Vater Zbigniew ebenfalls schon beim FC Rot-Weiß Erfurt spielte. Der Kader ist anders als in Fulda mit vielen Nationalitäten – Jamaika, USA, Kap Verde und viele weitere – ausgestattet. „Selbst meine Englischkenntnisse kann ich dadurch verbessern“, frohlockt der gebürtige Fuldaer. „Dennoch möchte man als Mannschaft immer den maximalen Erfolg erreichen. Durch die Vergangenheit samt der Insolvenz wissen aber alle, dass der Verein wieder gesund wachsen muss.“


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