A-Liga: Primus besiegt

Praforst stoppt den Serientäter

23. September 2021, 20:48 Uhr

Derbysiege sind schön, dachte sich die SG Praforst und stimmte den Klassiker prompt nach Abpfiff an. Foto: Johannes Götze

Alle Neune? Nein, da hatte die SG Praforst etwas dagegen und fügte dem Klassenprimus der A-Liga Hünfeld/Hersfeld im neunten Spiel die erste Niederlage bei. Und der 2:1 (2:0)-Sieg im Derby bei Nachbar Burghaun war vollauf verdient

„Alles, was wir im Derby gegen Michelsrombach noch hatten vermissen lassen, haben wir diesmal auf den Platz gebracht. Insbesondere die erste Halbzeit war durch die Bank weg aller Ehren wert und insgesamt haben wir die beste Saisonleistung gezeigt“, frohlockte Praforsts Trainer Steffen Wiegand, dessen Stimmen arg in Mitleidenschaft gezogen wurde. Viel zu kritisieren hatte er während der 90 Minuten nicht, erinnerte seine Mannen vielmehr inbrünstig an den Matchplan, den jeder der 140 Zuschauer vor der Pause gut erkennen konnte.

Praforst fand dank einer beherzten kämpferischen Leistung sofort gut ins Spiel, kaufte den sonst so robust auftretenden Burghaunern den Schneid ab, ließ 45 Mintuen nichts zu und machte selbst aus drei Chancen zwei Tore. Die erste vergab Oldie Tobias Ebert noch, dann aber knallte es binnen drei Minuten gleich zweimal: Die scharfe Hereingabe von Christoph Plappert bugsierte Burghauns Innenverteidiger Martin Heppe unglücklich ins eigene Tor ab (30.); die scharfe Hereingabe von Dominik Schwarze verpasste Praforsts Mittelstürmer Florian Völker zwar noch, aber Alexander Hammermeister schob dahinter postiert ganz cool ein (33.).

Erst in der Halbzeit wurde Burghaun richtig wach und nahm das Kampfspiel auf dem B-Platz an. Der schnelle Anschluss folgte prompt, als der auf die rechte Seite gewechselte Lorenz Wenzel für Seyedhussein Husseini perfekt flankte (49.). Doch in der folgenden Drangphase spielte Burghaun nicht ruhig genug, verpasste durch Fernschüsse von Jannis Gavos und André Dörr den schnellen Ausgleich und hatte danach nur noch zwei Großchancen: die erste versemmelte Husseini frei vor Keeper Thilo Babiel (69.), die zweite macht Nico Gavos normal im Schlaf (90.+2).

Doch sie war Sinnbild für sein Spiel und das der Burghauner, die sich auf dem eigenen B-Platz sichtlich unwohl fühlten. „Aber das ist kein Weltuntergang. Wir waren heiß, haben es diesmal nicht auf den Platz bekommen“, konstatierte Burghauns Kapitän Jannis Gavos.

Die Statistik:

SV Rot-Weiss Burghaun: Lenk; Altstadt, Heppe, Dörr, Bosold – Keller – Seifert, Wenzel, N. Gavos, Kimpel – J. Gavos. Eingewechselt: Husseini, Plutz, Kröning. SG Praforst: Babiel; Nemetz, Reith, Herr, D. Plappert – Osmani, T. Ebert – Hammermeister, Ch. Plappert, D. Schwarze – Völker. Eingewechselt: Salihi, Witzel, J. Ebert. Schiedsrichter: Clemens Vögler (SC Soisdorf). Zuschauer: 140. Tore: 0:1 Martin Heppe (30., Eigentor), 0:2 Alexander Hammermeister (33.), 1:2 Seyedhussein Husseini (49.). Zeitstrafe: Christoph Plappert (37., Praforst).

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