65 Stunden später soll Reaktion her
Duell der Kapitäne: Patrick Schaaf (weiß) hatte mit der SG Barockstadt einen schweren Stand bei der TSG Hoffenheim um Julius Schmahl. Das musste auch schon Barockstadts kommender Gegner Schott Mainz erfahren. © Uwe Gruen
Unterlag Schott am Samstag mit 1:3, musste die SG Barockstadt am Mittwochabend eine herbe 0:4-Pleite hinnehmen. Eine überaus verdiente Niederlage nach einer Vorstellung, die einzig zwischen Minute 20 und 45 so verlief, dass Punkte mit nach Osthessen hätten wandern können. Es war zu spüren, dass Trainer Sedat Gören das Gesehene wurmte, die höchste Saisonniederlage trübte die Stimmung. Ob nun die Partie gegen Schott Mainz wieder mehr der SGB in die Karten spielt? „Eigentlich ist Hoffenheim auch ein Spiel für uns. Nun spielen wir daheim und müssen einfach sehen, dass wir gewinnen“, schildert Gören.
SG Barockstadt: TSV Schott Mainz gastiert in der Regionalliga
Sich nicht lange um den Auftritt beim Bundesliganachwuchs grämen, sondern schnell den neuen Plan aus der Schublade holen ist die Marschrichtung. Es kommt Barockstadt entgegen, dass die Analyse kurz und knackig ausfällt, denn schon 65 Stunden nach Abpfiff im Dietmar-Hopp-Stadion ertönt der Anpfiff am Samstag (14 Uhr) in der Johannisau. Eine Reaktion wird erwartet – und die Mannschaft will diese zeigen. Das macht Außenverteidiger Kristian Gaudermann deutlich, der von „lehrreichen“ 90 Minuten in Hoffenheim spricht und klar stellt, „dass am Samstag ein wichtiges Spiel ansteht.“ Es sei zweitrangig, dass Schott Mainz auf dem vorletzten Tabellenplatz steht. „Wir müssen auf uns schauen und viele Dinge besser machen“, sagt Gaudermann.
Spielte die TSG technisch sauberen Fußball, ist Schott Mainz als Aufsteiger anders gepolt. „Ihr Spiel ist defensiv orientierter, was uns wohl mehr Ballbesitzphasen als noch in Hoffenheim bringen könnte. Das ist eigentlich das Spiel, welches wir zeigen wollen und entsprechend ist es wichtig, dass wir es auf den Rasen bekommen. Es liegt einzig und allein an uns“, erläutert Gaudermann, der einer von vier Barockstadtspielern ist, dem eine Pause droht. Neben Gaudermann weisen Patrick Schaaf, Nico Rinderknecht und Eric Ganime vier Gelbe Karten vor.
Zum Duell zwischen der SG Barockstadt und dem TSV Schott Mainz kam es derweil noch nie. Die Rheinland-Pfälzer sind allerdings nicht unbekannt in der Regionalliga Südwest. Bereits in der Saison 2017/2018 sowie von 2020 bis 2022 agierte der TSV in der vierthöchsten Spielklasse. Die Heimspiele trägt der diesjährige DFB-Pokal-Teilnehmer (1:6 in der ersten Runde gegen Borussia Dortmund) übrigens auf einem Kunstrasen aus.

