A-Junioren-Hessenpokal: Sensation bleibt aus - Fotostrecke

Viktoria unterliegt Lilien

13. Mai 2015, 20:29 Uhr

Foto: Gerd Heuser

Der Traum vom Double lebt für die A-Junioren des SV Darmstadt 98 nach einem 5:2 im Hessenpokal-Viertelfinale über den JFV Viktoria Fulda weiter.

„Wenn wir lange hinten die Null halten und kompakt stehen, hätten wir sicherlich die Möglichkeit gehabt in die nächste Runde einzuziehen“, nennt Sebastian Vollmar, Trainer von Fulda, die Devise im Vorfeld vor dem Pokalkracher gegen die Elf vom Darmstädter Böllenfalltor. Doch das Konzept der Gäste sollte letztlich nicht aufgehen. Denn der JFV Viktoria Fulda präsentierte sich in den Anfangsminuten schläfrig und lethargisch, was Darmstadt wiederum konsequent bestrafte. „Wir sind überhaupt nicht in die Partie gekommen und haben uns somit ein Stück weit selbst Steine in den Weg gelegt“, fasst Vollmar die Anfangsphase der Partie zusammen, in der Darmstadt bereits drei Tore in Richtung Halbfinale erzielen konnte. Ähnlich wie beim vergangenen Hessenligaspiel gegen Schwanheim bewiesen die Barockstädter jedoch Moral und leisteten nach einer knappen halben Stunde erheblichen Widerstand, der sich letztlich auch im zweiten Spielabschnitt kontinuierlich fortsetzen sollte.

„Leider haben wir erst ab der 30. Minute richtig am Spielgeschehen teilgenommen. Was meine Mannschaft ab diesem Zeitpunkt jedoch geleistet hat, war sensationell. Ich kann ihr dafür nur ein großes Kompliment aussprechen“, gibt Sebastian Vollmar zu Protokoll. Nicht nur kämpferisch sondern auch auf technischer Ebene begegnete Fulda dem Gegner nun vermehrt auf Augenhöhe und erzielte durch Heiko Petrasch den verdienten Anschlusstreffer (55.). Als Darmstadt dann wenig später jedoch wieder den alten Abstand herstellen sollte, war die Pokal-Sensation für den JFV in weite Ferne gerückt. Dennoch hielt das Aufeinandertreffen aus Sicht der Gäste noch ein Schmankerl parat, als Fulda beim Stand von 4:1 den Ball im ersten Drittel eroberte und einen Pass in die Schnittstelle der Abwehr spielte. Dort hatte dann Dejan Zvekic das Auge für den besser positionierten Christoph Sternstein, der den Ball mühelos zum 4:2 einschieben konnte. „Insgesamt gesehen wäre für uns heute deutlich mehr drin gewesen. Am Ende war Darmstadt einfach das abgeklärtere Team“, bilanziert Sebastian Vollmar.

Fulda: Kleemann; Petrasch, Wiegand, Gaul, Mißler, Lembach, Sternstein, Wittke, Tewes, Caspar, Sandner, Müglich, Zvekic, Eymir.
Tore: 1:0 (4.), 2:0 (18.), 3:0 (25.), 3:1 Heiko Petrasch (55.), 4:1 (58.), 4:2 Christoph Sternstein (65.), 5:2 (89.). / tof