Abbruchspiel wird wiederholt

KOL Mitte: Keine Wertung

29. April 2017, 13:10 Uhr

Foto: Charlie Rolff

Das war für alle Beteiligten ein unschöner Anblick: Emanuel Grund von der FSG Wartenberg/Salzschlirf blieb nach einem heftigen Einsteigen von Gersfelds André Ruppert mit einem offenen Schien- und Wadenbeinbruch am Feld liegen. Das Spiel der KOL Mitte wurde daraufhin beim Stande von 2:2 abgebrochen - in der 85. Minute. Schnell liefen die Telefone heiß, ob eine Spielwiederholung überhaupt rechtens sei. Wir haben mit dem Klassenleiter Klaus Bodusch (Gersfeld) gesprochen, der selbst vor Ort war.

Warum darüber diskutiert wird, ob eine Wiederholung den Statuten gerecht wird, liegt an einem Fall in der Frauen-Verbandsliga vor anderthalb Jahren, als das Derby zwischen Pilgerzell und Lütter von Bernhard Depta (Huttengrund) aufgrund einer Ellenbogen-Verletzung abgebrochen wurde. Letztlich wurde das Spiel vom Verband mit 0:3 gegen beide Teams gewertet, da der Abbruch letztinstanzlich von den Teams ausgegangen war.

Gestern in Gersfeld verhielt sich das anders, denn laut Bodusch fühlte sich Schiedsrichter Simon Wawra (Künzell), der Ruppert in dieser Szene die Rote Karte zeigte, genötigt, die Partie von sich aus abzubrechen. Denn bei dem offenen Bruch musste sogar der Rettungshubschrauber kommen, am Platz landen und blockierte so das Spielfeld mindestens eine halbe Stunde. „Der Schiedsrichter hatte gar keine andere Wahl“, sagt Bodusch, der selbst ein ganz erfahrener Unparteiischer ist und genauso gehandelt hätte. Zumal die Verletzung „auch wirklich schlimm“ ausgesehen habe und logischerweise auch beide Teams nicht mehr hätten spielen wollen. Wahrscheinlich wird das Spiel am 12. Mai nachgeholt.

Autor: Johannes Götze

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