Abstieg oder neue Hoffnung? Endspiel für die SG Kerzell

17. Mai 2024, 09:53 Uhr

„Taktik, Aufstellung, Trainingsgestaltung – alles liegt in meiner Hand“, sagt Kerzells Trainer Florian Günther. © Charlie Rolff

Die SG Aulatal steht als Gruppenliga-Meister fest, nun könnten auch im Abstiegskampf die ersten Entscheidungen fallen. Für die SG Kerzell und den FSV Thalau geht es am Pfingstwochenende darum, den Direktabstieg zu verhindern.

Besonders brisant wird es morgen Vormittag in Petersberg. Dort trifft der heimische RSV – der momentan auf dem Relegationsrang liegt – auf Kerzell – das derzeit den ersten Abstiegsplatz belegt. Und der Abstieg könnte für die Helvetia zum Abpfiff kurz vor 13 Uhr feststehen, sofern Petersberg sein Heimspiel gewinnt. „Es ist ein Endspiel oder kleines Relegationsspiel vor der Relegation, die wir hoffentlich noch erreichen“, macht Kerzells neuer Trainer Florian Günther klar.

Kampf um den Gruppenliga-Klassenerhalt: Wer entgeht dem Abstieg?

Der Helvetia hilft nur ein Sieg, denn bei einem Unentschieden wäre der direkte Vergleich gegen Petersberg verloren worden – und bei zwei noch ausstehenden Spielen müsste Kerzell vier Zähler mehr als der RSV holen, der dazu ein Nachholspiel in der Hinterhand hat. „Wichtig ist, dass die Jungs weiter daran glauben, dass es möglich ist. Und das Gefühl, dass die Mannschaft lebt, habe ich auf jeden Fall“, betont Günther, dessen Mannschaft mit drei Toren Differenz gewinnen müsste, um den direkten Vergleich mit Petersberg zu gewinnen. „Es wäre aber vermessen zu sagen, dass das unser Ziel ist. Zumal Petersberg derzeit gefestigt wirkt.“

Und weil Kerzells Schuh vorne drückt. Zwar kassierte die Helvetia nach Günthers Übernahme in vier Spielen nur einmal mehr als ein Gegentor, vorne gab es aber nie mehr als einen Treffer. Apropos Günthers Übernahme: Als der 47-Jährige vor einem ähnlichen Endspiel gegen Thalau zum Team stieß , wurde kommuniziert, dass dieser das Trainerteam um Marc Röhrig und Christian Kreß erweitern würde. Nun sieht es in der Praxis so aus, dass Günther klar den Hut aufhat und sich die (ehemaligen) Spielertrainer auf ihre Aufgabe auf dem Platz konzentrieren.

„Als der Verein auf mich zugekommen ist, war mir klar, es nur dann zu machen, wenn ich das volle Sagen haben. Ich bin der Cheftrainer, Marc und Christian spielende Co-Trainer. Taktik, Aufstellung, Trainingsgestaltung – alles liegt in meiner Hand“, stellt Günther klar, der seinen vollen Fokus auf die Aufgabe gegen Petersberg legt. Im Anschluss möchten die Kerzeller verkünden, wie es in Zukunft weiter geht. Klar scheint aber, dass Röhrig und Kreß, die im Winter für die neue Saison zugesagt hatten , wohl nicht in ihre alte Rolle als Spielertrainer bei der Helvetia zurückkehren.

RSV Petersberg hofft noch auf direkten Klassenerhalt

Da der Abstiegs-Kracher früher als gewöhnlich schon um 11 Uhr angepfiffen wird, könnte der Sportplatz am Waidesgrund voller als gewöhnlich werden. Gut möglich, dass dann auch einige Thalauer vorbeischauen. Der Abstieg des FSV könnte ebenfalls am Wochenende besiegelt werden. Sollte Petersberg Kerzell besiegen, wäre der Thalauer Sturz in die Kreisoberliga wohl kaum noch zu verhindern. Diese könnte am Sonntag gegen Künzell besiegelt werden.

Für Petersberg wäre bei einem Sieg sogar der direkte Klassenerhalt wieder in Reichweite. Klar ist, dass der RSV nach dem eigenen Spiel Großenlüder bei Neuenstein die Daumen drücken wird.