Ähnlich und doch ganz anders
Zum Duell der Kapitäne kommt es am Samstag nicht. Einzig Yannick Häringer vom Bahlinger SC (rechts) wird auflaufen können, denn Patrick Schaaf von der SG Barockstadt ist für das Regionalligaspiel aufgrund der fünften Gelben Karte gesperrt. © Charlie Rolff
Der letzte Auftritt in der Fremde bei der TSG Hoffenheim war ein Kraftakt. Zur Mittagszeit setzte sich der Tross der SG Barockstadt in Bewegung, nach einer langen Busfahrt war die Elf von Sedat Gören auf dem Platz gefordert und unterlag zurecht 0:4. Nun kann die SGB auf gewohnte Abläufe in Sachen Auswärtsspielen bauen. Am Freitagnachmittag steht das Abschlusstraining in der Johannisau an, ehe im Anschluss der Bus in Richtung Kaiserstuhl rollt. Dass die Anreise am Vorabend wesentliche Vorteile hat, weiß Gören. „In erster Linie ist es ein mentaler Unterschied. Du musst nicht erst eine lange Strecke und zuvor noch ein paar Stunden an der Arbeit verbringen, sondern kannst am Spieltag ganz normal deinen Abläufen nachgehen. Die Strapazen sind geringer, die Müdigkeit auch. Es ist ähnlich wie bei einem Heimspiel. Du schläfst nur nicht in deinem eigenen Bett“, erläutert der Trainer.
SG Barockstadt: Auswärts beim Bahlinger SC in der Regionalliga
Etwas mehr als vier Stunden dauert die Anreise, entsprechend bleibt dem Trainerteam genügend Zeit, um die Spieler auf die Partie einzustimmen. Doch von Analysen und Einzelgesprächen auf der Busfahrt sieht Gören ab. „Wir trainieren zuvor, dann sollen die Jungs abschalten, ehe wir am Samstagmorgen in die finale Analyse einsteigen.“ Diese wird vonnöten sein, Partien in Bahlingen sind schwierig zu bestreiten, wie das 2:4 vergangene Saison beweist. „Sie zählen nicht zu meinen Lieblingsgegnern“, gewährt Gören Einblicke und fügt an: „Immer schwierig, immer ekelhaft. Darauf müssen wir uns einstellen, müssen die Bedingungen und einen womöglich tiefen Platz annehmen, in den Zweikämpfen voll da sein und die entscheidenden Jungs aus Bahlingen nicht ins Spiel kommen lassen.“
Vielleicht wird jene Rolle Maximilian Bachmann zuteil? Der Neuzugang war bis zum Sommer noch für den BSC aktiv, wartet bei der SGB aber noch auf sein Debüt. Ist der Youngster ein Thema? „Jeder Spieler ist das. Maxi macht von Tag zu Tag Fortschritte, aber er muss noch Geduld mitbringen nach seiner Kreuzbandverletzung. Unsere Abläufe verinnerlicht er immer mehr“, schildert Gören, der zudem das Rätsel im zentralen Mittelfeld lösen muss. Kapitän Patrick Schaaf fehlt nach der fünften Gelben Karte aus dem Schott-Mainz-Spiel , welches Gören als „sehr reif“ bezeichnete, „weil wir total ruhig und stabil aufgetreten sind und es nie so wirkte, als könnte das Spiel kippen“. Ob Schaaf im Kollektiv ersetzt wird? „Es bietet sich anderen Spielern die Möglichkeit, sich zu zeigen. Es gibt noch einige Dinge abzuwägen, weshalb noch nicht fix ist, wie wir reagieren.“

