Ahmad: Müssen irgendwie die Kurve bekommen

Verbandsliga Mitte: Schwanheim reist selbstbewusst nach Dorndorf

06. Oktober 2017, 07:00 Uhr

Schwanheims Torhüter Fabio Begher ist wieder gesund. Foto: Marcel Lorenz

Auch am Samstag und Sonntag geht es in der Verbandsliga Mitte wieder zur Sache. Bereits am Samstag Nachmittag empfängt der Remis-König mit fünf Unentschieden, der FV Biebrich, seinen Namensvetter aus Breidenbach. Weiterhin auf der Erfolgswelle reiten möchten einen Tag später auch Germania Schwanheim und der SV Zeilsheim, die jeweils im Landkreis Limburg-Weilburg gefragt sind. Für das Spiel gegen den VfB Marburg erhofft sich derweil Asad Ahmad eine deutliche Leistungssteigerung seiner SG Oberliederbach.

FV Biebrich – FV Breidenbach (Samstag, 17 Uhr)

"Wir erwarten eine defensiv starke Mannschaft und werden versuchen, das Spiel zu gewinnen“, blickt Biebrichs Trainer Nazir Saridogan auf den kommenden Spieltag. Personell hat sich bei den Wiesbadenern, deren einzige Saisonniederlage vom 13. August datiert, im Vergleich zum 1:1-Remis gegen den FC Waldbrunn am vergangenen Dienstag nichts verändert. Gegen den Rangzwölften hofft Saridogan auf mehr Torchancen als zuletzt, die Gäste aus dem Landkreises Marburg-Biedenkopf bezeichnet er anerkennend als "einen eingeschworenen Haufen, der disziplinierten Fußball spielt.“

FC Dorndorf – Germania Schwanheim (Sonntag, 15 Uhr)

Mit dem Rückenwind von zuletzt zwei Dreiern in Folge reist die Germania am Sonntag nach Dorndorf. "Das war gut für die Moral“, ist Schwanheims Trainer Tomas Pelayo mit den jüngsten Resultaten, die etwas Distanz zur Abstiegszone erbracht haben, freilich nicht unzufrieden. Nichtsdestotrotz erwartet der Übungsleiter gegen den Vorletzten keinen Selbstläufer: "Das ist ein Gegner, der mit dem Rücken zur Wand steht. Da müssen wir hochkonzentriert hinfahren und versuchen nachzulegen.“ Wieder genesen ist seit dieser Woche Germania-Keeper Fabio Begher. Seinen Einsatz am Sonntag wollte Pelayo allerdings noch nicht bestätigen.

TuS Dietkirchen – SV Zeilsheim (Sonntag, 15 Uhr)

"Wir wollen gucken, dass wir an der vergangenen Leistung anknüpfen und versuchen, in Dietkirchen was mitzunehmen“, lautet die Marschroute von SV-Trainer Sascha Amstätter. Nach dem 4:1-Erfolg im Spitzenspiel gegen SF/BG Marburg können die Zeilsheimer eigentlich mit breiter Brust auflaufen, dennoch hält Amstätter den Ball zunächst einmal flach. "Dietkirchen hat auch eine sehr gute Offensivabteilung, die letztes Wochenende sechs Tore geschossen hat. Die haben auch gegen Fernwald gewonnen und sind als Mannschaft sehr geschlossen“, warnt Zeilsheims Coach mit Blick auf den jüngsten 6:1-Triumph der Limburger gegen den TSV Bicken. Wieder in den SVZ-Kader zurückkehren wird am Sonntag Defensiv-Spezialist Mirko Dimter, der seine Gelb-Rot-Sperre abgesessen hat.

SG Oberliederbach – VfB Marburg (Sonntag, 15.30 Uhr)

Nach dem zurückliegenden Doppelspieltag, der der SGO die Folge-Niederlagen drei und vier bescherte, hat sich die Miene bei Oberliederbachs Trainer Asad Ahmad deutlich verfinstert: "Es gibt momentan nichts Positives zu berichten. Wir haben am Samstag und am Dienstag verloren, es sieht nicht so gut aus, wenn man sich den Tabellenplatz anschaut.“

Auf Rang 14 mit lediglich sieben Zählern steht die SGO in diesen Tagen, für Ahmad ein deutliches Warnsignal: "Wir müssen intern einfach sehen, dass wir die einfachen Sachen wieder auf die Kette bekommen. Uns fehlt das Selbstvertrauen, wir spielen teilweise ängstlich, haben viele Fehlpässe drin und gewinnen kaum einen Zweikampf.“ Daran anknüpfend ergänzt der Übungsleiter: "Es ist uns egal, ob am Sonntag der VfB Marburg, Viktoria Kelsterbach oder sonst wer kommt. Wir beschäftigen uns nur mit uns. Wir müssen schauen, dass wir irgendwie die Kurve bekommen.“ Froh wäre er bereits, verrät Ahmad, "wenn am Sonntag eine Mannschaft auf dem Platz stehen würde, die bereit ist zu kämpfen, und das über 90 Minuten.“

(cn)