Allen Widerständen getrotzt

11. März 2024, 20:11 Uhr

© Mark Dieler

Die Pflichtaufgabe in der Regionalliga Südwest beim Tabellenvorletzten TuS Koblenz hat die SG Barockstadt gemeistert und dabei etlichen Widerständen getrotzt.

Widerstand eins: das Personal. Aufgrund von Sperren und Verletzungen war der Kader ausgedünnt , so dass mit Keanu Banh gar der Kapitän der U23 auf der Bank weilte. Zudem nahm dort nach langer Verletzungspause auch Marius Grösch wieder Platz . In die Startelf der SG Barockstadt gesellten sich mit Matheus Beal, Moritz Dittmann, Delano Gouda und Hendrik Hansen Spieler, die im Laufe der Saison vermehrt als Einwechselspieler fungierten. „Wir haben den Jungs die Möglichkeit gegeben, sich aufzudrängen. Es war aber sichtbar, dass es schwierig für sie war. Das ist aber normal, da alle längere Zeit kaum in den Pflichtspielen auflaufen konnten“, merkte Trainer Sedat Gören an.

SG Barockstadt trotzt bei TuS Koblenz allen Widerständen

Widerstand zwei: frühes und vermeidbares Gegentor. Ein langer Einwurf, der über Torwart Samuel Zapico springt und auf den Kopf von Marcel Wingender fällt (12.). „Ein blöder Gegentreffer, der uns aus der Bahn geworfen hat und auf dem schwer zu bespielenden Boden nicht in die Karten gespielt hat“, sagte Gören. Denn Koblenz war von Minute eins darauf bedacht, defensiv kompakt zu stehen. Die SGB musste das Spiel gestalten, hatte auf holprigem Untergrund jedoch einige Stockfehler und kam deshalb selten ins Tempo.

Widerstand drei: Rote Karte gegen Delano Gouda. Einen Bärendienst erwies der Niederländer in seinem Startelfdebüt. Im Aufstehen schubste der Stürmer seinen Gegenspieler, sah dafür nach 34 Minuten Rot und ließ seine Teamkollegen eine gute Stunde in Unterzahl agieren. „Von der Trainerbank kann ich es nicht richtig einordnen. Wir müssen die Bilder sehen. Delano sagte, er habe den Gegenspieler an der Brust getroffen, der Schiedsrichter meinte am Hals. Egal wo, es darf ihm nicht passieren. Er war vielleicht übermotiviert und wollte sich zeigen. Daraus muss er lernen“, erläuterte Gören. Für Barockstadt war es die erste Rote Karte der Saison.

Allen Widerständen trotzten die Osthessen und waren im Vergleich zum OFC-Spiel effektiv. Kapitän Patrick Schaaf köpfte platziert zum Ausgleich nach einem Freistoß aus dem Halbfeld ein (29.), während Gal Grobelnik nach Marius Köhls Musterflanke ebenfalls per Kopf traf (52.). Nicht Koblenz in Überzahl, sondern Barockstadt war weiter spielbestimmend, hätte durch Schaaf aus zwölf Metern die Vorentscheidung besorgen können (70.) und musste nur in der Endphase bei etlichen Flanken bangen. Als „Arbeitssieg“ stempelte Gören den Dreier ab und war stolz auf sein Team: „Die Jungs haben alles aus ihrem Körper geholt.“