Alles lief gegen den RSV

Verbandsliga: Lissek wohl auch am Wochenende auf der Bank

24. Oktober 2017, 09:44 Uhr

Hier gewinnt Julian Wehner den Zweikampf und blickt dem Ball hinterher. Foto: Charlie Rolff

Alles lief am Samstag gegen den RSV Petersberg: Beim Vorspiel angefangen, bei der Verletzung Boris Aschenbrückers kurz vor Schlusspfiff aufgehört.

Im ersten Spiel nach Rolf Gollin, der einer von nicht mal 100 Zuschauern im Waidesgrund war, hatte Mathias Lissek Schwerstarbeit zu leisten: Morgens spielte seine D-Jugend, dann Petersberg II, deren Coach er auch ist und schließlich coachte er das Verbandsliga-Team. Von Erfolg war nur das D-Junioren-Spiel gekrönt, der Rest zum Vergessen. Denn beim Reservespiel verletzten sich Lucas Ettinger und Paul Reinhard, weshalb Patrick Wingenfeld sowie Julian Elm durchspielen mussten und somit nicht mehr die nötige Frische für entscheidende Jokerrollen im Hauptspiel hatten. Dazu verletze sich Stefan Labendsch vermeintlich schwer, das Spiel musste am benachbarten Kunstrasen abgebrochen werden, die Spieler der ersten Mannschaft nahmen das dementsprechend mit ihn ihr Spiel.

Ein Spiel, das eine Stunde vielleicht gehobenem Kreisoberliga-Niveau entsprach, mehr aber keinesfalls. Keine Linie bei beiden Teams. Nur die Höhe, aber nicht die Größe des Platzes wurden genutzt. Zumindest stabilisierte sich der RSV in der Defensive, ließ nicht viel zu und konnte sich wenn doch auf den zuletzt kriselnden Keeper Christian Beikirch verlassen. Dennoch war der Auswärtssieg verdient, die Tore wurden zu leicht ermöglicht: Beim 0:1 ließ sich Alexander Kilian zu leicht von Vorbereiter Florian Heine düpieren, beim 1:2 traf ausgerechnet einer der wenigen Kleinen im Team der Willinger per Kopf. Eben jener Jan Albers hatte zuvor auch unbeabsichtigt für Petersberg getroffen, als ihn Boris Aschenbrücker ins Eigentor zwang.

Apropos Aschenbrücker: Der gerade genesene Mittelstürmer erwischte es kurz vor Schluss heftig am Knie, nachdem er zunächst mit Yannick Wilke heftig zusammengeprallt war und der Willinger Schlussmann ihm auch noch mit Wucht aufs Knie trat. Rot und Elfmeter wären hier auch möglich gewesen, der späte Ausgleich somit greifbar (87.). So aber lief das Spiel ohne Aschenbrücker weiter, der lange auszufallen droht: „Starke Prellung oder Außenbandriss“, erklärte der Stürmer nach erstem Check der Physiotherapeuten Sophia Pitsch. Lissek war mit Beikirch, der Abwehr und auch dem Willen des Teams zufrieden und ließ durchblicken, auch nächste Woche auf der Bank zu sitzen, „weil es in den wichtigen Spielen in Dörnberg und bei Hessen Kassel II besser ist, wenn jemand coacht, der die Mannschaft kennt“.

Autor: Johannes Götze

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