"Als Herr Klapp die Liebe zu BC wiederentdeckte"

Verbandsliga: Nebe erklärt Antritt zu zehnt

16. November 2015, 14:05 Uhr

Foto: Charlie Rolff

Die Hessenliga-Reserve des KSV Baunatal trat beim Gastspiel in Steinbach gestern nur mit zehn Spielern an. Nicht das erste Mal in dieser Saison. Wir haben mit Willi Nebe, Sportlicher Leiter des Traditionsclubs, über Gründe gesprochen.

"Natürlich ist es alle andere als schön, wenn die zweite Mannschaft nur zu zehnt antritt", weiß auch Nebe, der dafür vielerlei Gründe kennt, die in der Summe zu der prekären Lage führten. "Klar ist, dass wir schon zu Anfang der Saison einen etwas zu kleinen Kader hatten. Und als Herr Klapp dann Mitte August die Liebe zu BC Sport Kassel wiederentdeckt und fünf Leute abgezogen hatte, wurde es ganz eng." Eben jene Spieler standen und stehen bei Gerhard Klapp in Lohn und Brot. Ein Fehler sei es deshalb aber nicht gewesen, Sponsor Klapp ins Boot zu holen, vielmehr sei es schade gewesen, dass die Spieler nicht ihr Wort hielten, für den KSV Baunatal Fußball spielen zu wollen.

Bedauerlich fand es Nebe zudem, dass der scheidende Trainer Feras Avakhti nicht auf A-Jugend- oder Alt-Herren-Spieler zurückgegriffen habe, um zumindest mit 13 oder 14 Spielern die Reise anzutreten. Avakhti hatte bereits vor dem Spiel angekündigt, nach der Steinbach-Partie Schluss zu machen. Ein Nachfolger ist bereits gefunden: Mikael Sheikh-Shehni übernimmt ab sofort, er kommt von der Jugendabteilung des VfL Kassel. In erster Linie soll er den Spaß zurückbringen, dazu junge, talentierte Spieler heranführen. Im Winter wolle man dann beide Kader nachjustieren. "Wenn wir am Ende mit der zweiten Mannschaften absteigen sollten, wäre das aber auch kein Beinbruch", betont Nebe. In der Vorsaison stand die Reserve zur Winterpause ähnlich schlecht da, schaffte dann aber noch den kaum für möglich gehaltenen Klassenerhalt.

Autor: Johannes Götze

Kommentieren