Am Ende soll es einstellig werden
Hasanagic und Neuhof schielen nach oben, aber auch nach unten
Ihr habt acht Punkte Vorsprung vor dem ersten Abstiegsplatz. Grund genug, um ganz entspannt die Winterpause genießen zu können?
Auf keinen Fall. Acht Punkte Vorsprung hört sich mehr an, als es im Endeffekt ist. Ich glaube, in der Rückrunde wird es nochmal ganz schwer.
Dennoch steht ihr ziemlich gefestigt da, der Rückstand auf einen einstelligen Tabellenplatz beträgt nur zwei Punkte. Gehen die Blicke auch in diese Richtung?
Natürlich schaut man immer auch ein bisschen nach oben. Unser Ziel ist es schon, einen einstelligen Tabellenplatz zu erreichen. Vorrang hat aber, dass wir nichts mit dem Abstieg zu tun haben und uns so schnell wie möglich Luft verschaffen können.
Ihr habt die vergangenen sechs Spiele nicht verloren. Kam die Winterpause zu einer eher ungünstigen Zeit?
Auf der einen Seite hätten wir uns schon gefreut, wenn wir noch zwei, drei Spiele hätten absolvieren können. Schließlich hatten wir gerade einen kleinen Lauf. Andererseits tut die Pause aber auch gut, man hat die lange Serie schon in den Knochen gespürt.
Ihr habt aktuell 26 Punkte auf dem Konto. Seid ihr mit der Ausbeute zufrieden oder trauert ihr einzelnen Zählern noch ein wenig hinterher?
Es gibt schon so einige Spiele, in denen wir die Punkte verschenkt haben. Zum Beispiel gegen Eschwege, als wir lange 1:0 geführt hatten, nach einer Roten Karte dann aber nur unentschieden gespielt haben. Als Aufsteiger kann man mit der bisherigen Punktausbeute trotzdem zufrieden sein. Es war aber dennoch mehr drin, weil auch noch mehr Potenzial in der Mannschaft steckt.
14 Punkte habt ihr auf fremden Plätzen geholt, ihr seid die fünftbeste Auswärtsmannschaft. Ist die Statistik reiner Zufall oder kommen diese Zähler nicht von ungefähr?
Es kommt uns vielleicht entgegen, wenn die Gegner das Spiel machen, das ist ja meistens die Heimmannschaft. Wir sind defensiv stark und können auswärts mit unseren schnellen Leuten kontern, das ist definitiv eine Stärke von uns.
Mit Patrick Kalis und Ondrej Brusch gibt es zwei Personalien, die euch wohl im Winter verlassen werden. Die Zwei haben mit 17 von 35 Treffern fast die Hälfte aller eurer Tore markiert. Wie schwer würde der Abgang dieser zwei Stammkräfte wiegen?
Ich denke, bei Ondrej stehen die Chancen 50:50, dass er bei uns bleibt. Bei Patrick gehe ich davon aus, dass er weg ist. Er ist gerade schon in Polen, ich weiß nicht, ob er nochmal zurück kommt. Wenn beide gehen würden, wäre das ein enormer Verlust, das sind gute Spieler. Wir müssten unseren Kader dann nochmal aufrüsten, sonst würde es ganz schwer werden.


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