Asad Ahmad verlässt Oberliederbach

Verbandsliga Mitte: SGO mit Trainern aus zweiter Reihe

09. November 2017, 13:14 Uhr

Oberliederbachs Trainer Asad Ahmad gab seinen Rücktritt bekannt. Foto: Jörg Schulz

Asad Ahmad ist nicht mehr Trainer beim Mitte-Verbandsligisten SG Oberliederbach. Nach über fünf Jahren verlässt der 33-jährige Übungsleiter gemeinsam mit seinem Co-Trainer Bülent Öztürk den Verein.

"Das ist rein sportlich, es gibt keine andere Gründe. Ich war total glücklich hier, in diesem Verein hat alles gepasst. Aber das Sportliche belastet einen dann doch ganz schön. Und wir waren dann schon an einem Punkt, dass wir gesagt haben, dass es für den Verein wohl das Beste ist“, erläutert Ahmad unserem Portal die Hintergründe seiner Entscheidung.

"Wir sind der Meinung, dass da was Neues her muss, wir wollen einfach nicht im Weg stehen“, so der Trainer, dem der Rücktritt keineswegs leicht gefallen ist: "Mir fehlen die Jungs jetzt schon. Aber das sind Entscheidungen, die trifft man nun einmal im Leben. Ich drücke ihnen nun alle Daumen, die ich habe, für Freitag", sagt Ahmad. Am Freitagabend steht die SGO im Derby dem Tabellenführer FC Eddersheim gegenüber. Zuletzt setzte es für Oberliederbach eine bittere 2:4-Niederlage gegen die bis dato noch sieglose SG Kinzenbach. Mit lediglich zwölf Punkten aus 15 Spielen befinden sich die Gelb-Schwarzen momentan mitten im Abstiegskampf.

Tobias Merz, der sportliche Leiter der SG Oberliederbach, ordnet den Rücktritt von Ahmad und Öztürk wie folgt ein: "Die waren tatsächlich mit ihrem Latein am Ende und wussten nicht mehr, was sie noch erzählen können. Wir haben das dann so hinnehmen müssen. Die waren schon beide sehr in dem Verein eingebunden, so dass das für uns eine bittere Sache ist. Aber es gibt Entwicklungen, die sind normal und verständlich. Was will man machen, das haben die nicht übers Knie gebrochen, das war ein länger gereifter Prozess.“

Eine vereinsinterne Nachfolgelösung für Ahmad ist indes bereits gefunden: Thomas Schlierbach und sein Co-Trainer Maico Rivera wurden von der zweiten SGO-Garde, die sich derzeit auf einem guten vierten Rang in der Kreisoberliga Main-Taunus befindet, an die Verbandsliga-Seitenlinie befördert. Schlierbach bat hierbei allerdings zunächst einmal um ein festes Engagement bis zum Winter, insbesondere um zu schauen, welche zeitlichen Auswirkungen die Arbeit als Verbandsliga-Trainer auf das Privatleben habe. "Wir wollen aber natürlich, dass die das längerfristig machen“, betont Merz.

(cn)

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