Aufwärtstrend zerplatzt wie eine Seifenblase
Gruppenliga: Schlüchtern/Elm unterliegt Kerzell 2:4
Wer unter den 170 Zuschauern in der Hoffnung auf die Schlüchterner Auwiese gekommen war, eine selbstbewusste Mannschaft Schlüchtern/Elms zu bestaunen, der sah sich früh getäuscht. Wenig ging in der ersten halben Stunde zusammen, was freilich größtenteils auch für die im Monat Oktober so erfolgreichen Gäste von Aufsteiger Kerzell galt.
Als sich so mancher schon auf eine torlose erste Halbzeit einstellte, ertönte in Minute 36 urplötzlich der Pfiff von Schiedsrichter Patrick Krauß aus Frankfurt, der mit seinen Assistenten im Raum Hanau auf der Anreise längere Zeit auf der Autobahn im Stau gestanden hatte, erst um 19.25 Uhr an der Auwiese eintraf und die Begegnung mit 15 Minuten Verspätung anpfiff. Krauß erkannte auf Foulelfmeter für Schlüchtern/Elm nach einer Regelwidrigkeit an Alban Hyseni. Hyseni ließ es sich nicht nehmen, selbst anzutreten, platzierte den Schuss halbhoch in die rechte Ecke, so wie es jeder Torhüter, in diesem Fall Marcel Hein, gerne hat.
Der vergebene Foulelfmeter war aber nicht der Strafe genug für die Elf von Trainer Marco Link, der erneut von Anfang an in der Abwehrkette auflief, weil Dennis Nix (Blinddarm) nicht zur Verfügung stand. Kerzells Dirk Kress profitierte von einem so nicht gewollten aber dennoch an ihn weiter geleiteten Pass seines Mitspielers und traf zur Gästeführung (42.). Der direkt verwandelte Freistoß von Sascha Heil aus 18 Metern Entfernung zum 0:2 wenige Sekunden vor dem Halbzeitpfiff machte die Situation nur noch aussichtsloser.
Während Bilal Qamar ein ordentliches Spiel gegen Mikael Avanesian machte, schien für Kerzells zweiten gefährlichen Offensivspieler Sascha Heil, der zu seinen Tempoläufen aus der zweiten Reihe startete, niemand so recht zuständig. Heil erzielte nicht nur den Treffer zum 0:2, er bereitete auch das 3:1 blendend vor. Niemand vermochte ihm bei seinem Sturmlauf über die linke Außenbahn zu folgen, Heil flankte präzise und fand den Kopf von Besfort Tafolli, der sich die Möglichkeit zum 3:1 nicht entgehen ließ. Noch einmal verkürzte Marco Link per Foulelfmeter, doch machte der eingewechselte Lucas Herzog in der Nachspielzeit alles klar.
Schlüchtern/Elm: Zarnack; Qamar, Scholz (88. Schulz), Eurich, Link – Mat, Dudevic (46. Arapi),Lenz, Köhler, Kostadinov (73. Koc) - Hyseni
Kerzell: Hein; Wehner, Depta, Hilfenhaus, Müglich – Günther, Schnopp (21. Heiner), Kress, Tafolli, Heil – Avanesian, Herzog
Schiedsrichter: Patrick Krauß (Frankfurt). Zuschauer: 170. Tore: 0:1 Dirk Kress (42.), 0:2 Sascha Heil (45.), 1:2 Bernd Lenz (45.), 1:3 Besfort Tafolli (62.), 2:3 Marco Link (75., Foulelfmeter), 2:4 Lucas Herzog (90.+2). Vergebener Foulelfmeter: Alban Hyseni (36., Schlüchtern/Elm), Marcel Hein hält.


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