Eichenzell unterliegt knapp
Aus neu mach alt und aus alt mach neu
Die ersten zehn Minuten hatte man den Eindruck, Eichenzell hat ein Dejavu. Die Anfangsphase glich der Begegnung gegen Thalau. Die Britannia wirkte müde, kam fast immer einen Schritt zu spät und verlor seine Zweikämpfe. Lichtenau startete hingegen motiviert, lief früh den Gegner an und hatte Eichenzells rechte Seite als Schwachpunkt ausgemacht. Claudius Müller wirkte mit seinen Gegenspielern Alexandru Cucu und Cristian Vidal Gadea überfordert – auch weil Patrick Broschke nicht immer die Wege mit nach hinten machte.
Eben jener Vidal Gadea bekam beim frühen 0:1 zu viel Platz und fand im Zentrum Stoßstürmer Pascal Itter, der freistehend einköpfen konnte (5.). Das Eichenzell von vor zwei Wochen wäre womöglich sang und klanglos untergegangen, die jetzige Mannschaft bewies allerdings Moral und kämpfte sich in die Partie zurück. „Die Begegnung gegen Thalau war für uns ein Schlüsselspiel, aus dem wir die richtigen Schlüsse gezogen haben“, stimmt Eichenzells Co-Trainer Christian Hehrmann zu.
Auch wenn die Gäste bis zur 30. Minute spielbestimmend waren, tankten die Hausherren mit Schüssen aus der Distanz Selbstvertrauen und belohnten sich noch vor der Pause. Kapitän Christian Müller zitterte einen Abpraller in Zeitlupengeschwindigkeit über die Linie. Der vorrausgegangene Freistoß von Rudi Wasirow war gut geschossen und von Schlussmann Gheorghi noch besser gehalten (36.).
Wer dachte, die Blau-Weißen kommen mit breiter Brust aus der Halbzeit, der täuschte sich. Wieder ein Dejavu und wieder eine Reaktion. Diesmal dauerte es aber nur zehn Minuten, bis die Britannia ebenbürtig war und das Spiel mächtig fahrt aufnahm. Broschke vergab aus vielversprechender Distanz (57.), während Schlussmann Marcel Röder zwei Mal klasse parierte (54., 63.). „Wir haben als Team gut dagegengehalten und hätten mit etwas Glück sogar in Führung gehen können“, ergänzt Hehrmann, der mit dem Remis gut hätte leben können.
Die gefährlichere Mannschaft blieb allerdings Lichtenau und wurde von Minute zu Minute stärker. Die Rützel-Elf verteidigte die Angriffe gut weg, war schließlich beim entscheidenden Gegentor chancenlos. Verteidiger Dadah Gadea Baringo zirkelte einen Freistoß musterhaft in den Knick (78.) – der Knockout für die Hausherren. „Die Niederlage ist aus unserer Sicht sehr bitter. Dennoch haben wir eine gute Leistung gezeigt und gehen mit einem guten Gefühl ins Derby gegen Ehrenberg“, resümiert der Co-Trainer.
Die Statistik:
FC Eichenzell: Röder – Cl. Müller, Schneider, Ströder, Ch. Müller – G. Müller, Heil (79. H. Rützel) – Wasirow (70. Bagci), Ganß, Broschke – B. Rützel.
Lichtenauer FV: Bantis – Dietz, Gadea Baringo, Radenovic, Vidal Gadea – Lorenzoni, Fondos – Salioski (65. Kaufmann), Jung, Cucu – Itter.
Schiedsrichter: Mario Czieslick (Bad Hersfeld). Zuschauer: 100. Tore: 0:1 Pascal Itter (5.), 1:1 Christian Müller (36.), 1:2 Dadah Gadea Baringo (78.).


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