Ausgleich fällt kurz vor Schluss - Fotos
Verbandsliga: Für Petersberg war beim 3:3 sogar mehr drin
„Wir müssen uns einfach für dieses gute Spiel belohnen. Und das geht eben nur dann, wenn wir unsere Chancen reinmachen. Möglichkeiten genug hatten wir ja: Allen voran Boris Aschenbrücker“, lautete das Statement von RSV-Trainer Rolf Gollin nachher.
In der Tat war der 33-jährige Torjäger der Petersberger diesmal so etwas wie eine tragische Figur, aber andererseits auch wieder mitentscheidend dafür, dass die Petersberger den einen Zähler mitnahmen.
Los ging es mit 17 starken Minuten der Hausherren. „Da müssen wir durch Boris schon das 1:0 machen“, so Gollin, dessen Elf stattdessen nach einer Szene, in der Adrian von Pazatka Foul gespielt haben soll, per Elfmeter überraschend in Rückstand geriet.
Dann die kurioseste Szene des Abends, als Marcel Zehner einen Ball super vor das Tor brachte und Boris Aschenbrücker aus einem Meter die Kugel mit voller Wucht an die Unterkante der Latte knallte. Das Tor war völlig leer, normaler Weise macht „Asche“ solche Bälle blind (36.). Es spricht aber für den Angreifer, dass er keine 60 Sekunden später die Situation bereits abgeschüttelt hatte und eiskalt ausglich, als frei auf Keeper Herbst zulief.
Und als wenig später Herbst eine eigentlich harmlose Freistoßflanke fallen ließ und Brzoza aus elf Metern abstaubte, da war das Spiel gedreht.
Jetzt kam die Szene, die Gollin wohl am meisten aufregte. Denn erneut lief Aschenbrücker frei auf Herbst zu, schoss den Keeper aber an (62.). „Wenn da das 3:1 für uns fällt, gewinnen wir das Spiel.“
So aber drehte nun wieder Rothwesten das Match. Erst traf Salioski mit einem herrlichen Schuss aus der Drehung, dann spielte Adrian von Pazatka einen fatalen Fehlpass in die Füße des Gegners und Rothwesten führte 3:2.
„Es spricht aber für die Moral unserer Mannschaft, dass wir auch danach nie den Kopf in den Sand gesteckt haben“, war Gollin letztlich doch glücklich über sein Team, dass 90 Sekunden vor Abpfiff zuschlug.
Nach der Flanke von Nüchter scheiterte aus Nahdistanz erneut Boris Aschenbrücker an Herbst, doch dessen Abwehr sprang so unglücklich ans Bein von Noja, dass dieser nicht mehr ausweichen konnte und so per Eigentor das insgesamt leistungsgerechte 3:3 fiel.
Die Statistik
RSV Petersberg: Beikirch; Elm, M. Aschenbrücker, Brzoza, Vogt, Wehner, Nüchter, von Pazatka, Zehner (78. Grösch), Stenger, B. Aschenrücker.
TSV Rothwesten: Hernbst; George (46. Bojic), Seeger, Traber, Igel, Siewert, Noja, Eckhardt (63. Demaj), Salioski, Pietri, Bayoud (73. Gunkel).
Schiedsrichter: Sascha Bauer (TSV Obermelsungen).
Zuschauer: 130.
Tore: 0:1 Omar Bayoud (17., Foulelfmeter), 1:1 Boris Aschenbrücker (37.), 2:1 Andreas Brzoza (42.), 2:2 Dennis Salioski (67.), 2:3 Kristian Noja (77.), 3:3 Dejan Bojic (88., Eigentor).

