Bachrain dreht das "Schrottspiel"
Gruppenliga: Erneut schlägt der TSV in der letzten halben Stunde zu
Wie schon in den Spielen gegen Kerzell, den SVA Bad Hersfeld und Eiterfeld/Leimbach war die letzte halbe Stunde entscheidend für den Bachrainer Sieg. Wieder erzielte die Elf von Marius Link ab diesem Moment drei Tore und hat so zum vierten Mal den Sieg mit späten Toren unter Dach und Fach gebracht. „Das ist so eigentlich nicht gewollt“, schmunzelte Spielertrainer Marius Link nachher, „aber es spricht ja auch ein bisschen für uns.“
250 Zuschauer am Haimbacher Sportgelände sahen eine Partie, die Link später als „Schrottspiel“ bezeichnete. „Das ging ja immer nur von einem Sechszehner zum anderen. Immer wurde der Ball hin und her gefeuert. Das hatte was von Ping-Pong.“
Gastgeber Haimbach war das zunächst völlig egal, denn die heimschwächste Mannschaft der Liga (nur elf Punkte aus elf Spielen) war lange Zeit die bessere von zwei schwachen Mannschaften. Die Pausenführung war verdient, auch wenn Bachrains Keeper Felix Kania nach dem langen Freistoß von David Engel fleißig mithalf.
Als dann direkt nach der Pause das schnelle 2:0 für Haimbach fiel (Kania sah beim Distanzschuss von Julian Heins erneut nicht gut aus), da schien sich der HSV im Abstiegskampf etwas befreien zu können.
Doch es kam ganz anders: Ohne einen einzigen gewollten Torschuss abgegeben zu haben, schaffte Bachrain den Anschluss, als sich Sarvans verunglückte Flanke ins lange Eck senkte. Jetzt war Bachrain wach und nutzte die bösen Lücken auf der echten Haimbacher Abwehrseite gnadenlos aus. Beim 2:2 patzte dann auch Haimbachs Keeper Sijaric, dessen Faustabwehr völlig misslang und so zur Maßvorlage für Abstauber Hannes Ohneiser wurde.
Das Highlight eines reinen Kampfspiels, das alleine von der Spannung und den zahlreichen Toren lebte, war dann das Tor zum 2:3. Vorbereitet von Stefan Ohneiser nahm Marko Madzar den Ball volley und zeigte hier seine ganze technische Klasse. „Den macht dir in der Gruppenliga nicht jeder“, sagte auch Marius Link.
Sein Gegenüber Zlatko Radic war indes entsprechend deprimiert: „So geht uns das seit Wochen: Ich kann der Mannschaft eigentlich keinen Vorwurf machen, denn wir haben ganz viel richtig gemacht. Solange wir aber solche Fehler machen wie bei allen drei Gegentoren, so lange machen wir uns das Spiel aber immer wieder selbst kaputt.“ / kr
Haimbacher SV: Sijaric; Stein, D. Engel, Mengel, L. Hasenauer, Acar (85. N. Engel), Heins, Palfi, Corumlu, A. Gajic, Kropp.
TSV Bachrain: Kania; Fuchs, Neuhäußer, Pavic, Sarvan, H. Ohneiser, M. Link (87. Brähler), Madzar, Lesser, R.Link, S. Ohneiser.
Schiedsrichter: Timo Kirsch (SV Heenes).
Zuschauer: 250.
Tore: 1:0 Benjamin Kropp (45.+1), 2:0 Julian Heins (50.), 2:1 Erhan Sarvan (60.), 2:2 Hannes Ohneiser (74.), 2:3 Marko Madzar (82.).


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