Bad Vilbel bleibt in Lauerstellung

Verbandsliga Süd: Bruchköbel im Angriff wirkungslos

05. Mai 2017, 22:48 Uhr

Bad Vilbels Kapitän Nuh Uslu (rechts) bleibt mit seinem Team in Lauerstellung. Foto: Pedro Acebes

Der FV Bad Vilbel hat zum letzten Mal in dieser Saison traditionell am Freitagabend den Spieltag in der Verbandsliga Süd eröffnet und dabei die SG Bruchköbel verdient mit 3:0 (1:0) geschlagen. Die Wetterauer waren insgesamt das aktivere Team, ohne wirklich glänzen zu können. Nach dem Seitenwechsel machte die Mannschaft von Trainer Amir Mustafic in Überzahl alles klar und rückte bis auf einen Punkt an den Tabellenzweiten VfB Ginsheim heran.

FV Bad Vilbel - SG Bruchköbel 3:0 (1:0)

Bad Vilbels Trainer Amir Mustafic zeigte sich nach der Partie recht zufrieden: "Aufgrund der beiden Halbzeiten war der Sieg hochverdient. Am Anfang waren wir nicht unbedingt die klar bessere Mannschaft, aber wir hatten mit Sicherheit am Anfang auch ein Übergewicht. Die Möglichkeiten hätten wir eigentlich machen müssen. Dann wäre die Geschichte schon früh mit einem 2:0 oder 3:0 erledigt gewesen. So kam etwas Spannung auf, aber nach der Roten Karte war es klar, dass wir auf der Siegerstraße sind. Mit dem 2:0 war das Spiel dann endgültig entschieden". Die Gastgeber hätten gleich nach wenigen Sekunden durch Alexander Bauscher in Führung gehen können, der Offensivmann zog aber am Tor vorbei. Nach weiteren ereignislosen 25 Minuten, in denen die Brunnenstädter das aktivere Team waren und viel Ballbesitz generierten, fiel der Führungstreffer für die Grün-Weißen. Alexander Bauschers Querpass vor der Strafraumlinie nahm Lukas Knell zum Anlass, kräftig abzuziehen. Der Ball landete präzise im rechten Eck und Bad Vilbel lag 1:0 vorne (26.).

Die Gäste aus dem benachbarten Main-Kinzig-Kreis konnten in der Offensive kaum Akzente setzen, lediglich ein Schuss von Lukas Gottwalt nach etwas mehr als einer halben Stunde sorgte für so etwas wie Gefahr. Ansonsten konnte Bruchköbel keine Strafraumszenen kreieren und blieb offensiv farblos. Das erkannte auch Gästecoach Andreas Arr-You an: "Wir haben in der ersten Hälfte zu verhalten gespielt. Somit hatten wir keinen Zugriff auf den Gegner und auf den Ball. Die Chancen, die wir uns ermogelt haben, konnten wir nicht nutzen. Wir hätten schon zur Pause höher zurückliegen müssen. Bad Vilbel hat über 90 Minuten sehr fahrlässig gespielt und viele Chancen nicht genutzt. Trotzdem haben sie hochverdient 3:0 gewonnen". Bruchköbel konnte sich bei Torhüter Marcel Dumann bedanken, der kurz vor der Halbzeit mit zwei Paraden noch Möglichkeiten von Lukas Knell und Alexander Bauscher zunichte machte.

Büdinger zieht die Notbremse

Nach dem Seitenwechsel war Bad Vilbel weiter das bessere Team und konnte die letzten 33 Minuten in Überzahl agieren. Konstantin Büdinger konnte FV-Kapitän Nuh Uslu nur mit einer Notbremse stoppen und sah dafür die Rote Karte (57.). "Ich hatte das Gefühl, dass Maximilian Walter auf der Außenbahn noch dahinter stand. Der Schiedsrichter hat zum Linienrichter geschaut, der wesentlich besser stand. Von daher muss man die Entscheidung akzeptieren", kommentierte der Bruchköbeler Coach den Platzverweis. Ohne Kapitän Antonio Sbano sowie Torjäger Ugur Erdogan war für die SGB auch danach nichts zu erben. Danach war der Tabellendritte souverän, brauchte aber noch 20 Minuten, bis die Partie mit dem zweiten Treffer entschieden war. Nachdem der eingewechselte Filip Osman eine Hereingabe von Alexander Bauscher mit einem Schuss abgeschlossen hatte, klärte Dumann zur Ecke. Den Eckball brachte Osman herein und Ajdin Maksumic stieg am höchsten und köpfte zum 2:0 ein (77.).

Von den Gästen kam nun keine Gegenwehr mehr. Ajdin Maksumic behielt fünf Minuten vor dem Ende noch die Übersicht, setzte Benjamin Sabic ein, der ins kurze Eck zum verdienten 3:0-Endstand traf (85.). "Mit 46 Punkten ist man safe. Uns fehlen noch fünf Punkte und die müssen wir so schnell wie möglich holen", prognostizierte Arr-You. Bad Vilbels Coach Amir Mustafic bekräftigte: "Ich hatte nie das Gefühl, dass wir in Gefahr geraten". Ob der Coach sich das Spitzenspiel am Samstag zwischen Ginsheim und Neu-Isenburg vor Ort anschauen wird, das ließ der Übungsleiter offen: "Letztendlich haben wir keinen Einfluss darauf, was da passiert. Ob ich da hingehe, weiß ich noch nicht. Sollte ich Zeit haben, werde ich hinfahren. Generell denke ich, dass es auch der Liga gut getan hat, dass wir von hinten Druck geben. Mit nur zwei Mannschaften oben wäre das nicht so interessant. Dadurch, dass wir dazu gestoßen sind, ist der Kampf um den Aufstieg doch viel spannender".

Die Statistik:

FV Bad Vilbel: Orband - Geh, Grüter, Babic – N.Uslu, Arefe (67. Emmel), Sabic, Knauer (87. Schlatter) – Maksumic, Bauscher, Knell (64. Osman) - Trainer Amir Mustafic.
SG Bruchköbel: Duman – Barcik (46. Braus), Muratoglu, Büdinger, Gottwalt – Nowak, Werner – Sekeric, Marra (78. Redmann), Walter – El Kaddouchi (78. Waller) - Trainer: Andreas Arr-You.

Schiedsrichter: Maximilian Rother (Heppenheim).
Zuschauer: 180.
Tore: 1:0 Lukas Knell (26.), 2:0 Ajdin Maksumic (77.), 3:0 Benjamin Sabic (85.).
Rote Karte: Konstantin Büdinger (Bruchköbel/57.).

Autor: Pedro Acebes

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