Bad Vilbel erobert Platz eins zurück

Verbandsliga Süd: Bauscher und Babic treffen gegen Nidda

08. April 2018, 17:15 Uhr

Lukas Knell kletterte mit Bad Vilbel wieder auf den ersten Platz. Foto: Steffen Turban

Gelungener Spieltag für den FV Bad Vilbel in der Verbandsliga Süd. Durch den 2:1 (1:0)-Sieg bei Viktoria Nidda und der gleichzeitigen Niederlage von Konkurrent Türk Gücü Friedberg hat sich die Mannschaft von Trainer Amir Mustafic die Tabellenführung zurück geholt.

Viktoria Nidda - FV Bad Vilbel 1:2 (0:1)

Durch zwei Treffer zum Start in jede Halbzeit hat sich der FV Bad Vilbel die drei Punkte in Nidda gesichert und ist so wieder an Türk Gücü Friedberg vorbei auf Platz eins geklettert. Zwei Punkte beträgt der Vorsprung auf den Verfolger, der zudem schon zwei Spiele mehr absolviert hat. Ein Riesenschritt zur Meisterschaft ist also gelungen. "Für mich ist aber nicht wichtig, was Türk Gücü Friedberg macht, sondern was meine Mannschaft macht. Da muss man sagen wir haben in der ersten Halbzeit wirklich sehr gut gespielt", sagte Amir Mustafic nach dem Spiel.

Das ging für seine Mannschaft sehr gut los. Bereits in der vierten Minute bekam Alexander Bauscher den Ball in die Gasse gelegt, umkurvte Viktoria-Keeper Tim Kuhl und schob zur Führung ein. Kurz zuvor war Bauscher bereits an einem tollen Fußreflex von Kuhl gescheitert. Nidda hingegen brauchte einen Moment, um ins Spiel zu finden. Zwar hatte Noah Michel mit einem Lupfer nach tollem Diagonalball von Marco Filges den Ausgleich auf dem Fuß (8.), sonst kamen die Gastgeber aber selten gefährlich vor das Tor der Gäste. In der ersten Halbzeit sollte dann offensiv nicht mehr viel passieren. Jonas Grüter, dessen Schuss aus dem Rückraum Kuhl stark parierte (18.), sowie ein Schuss von Michel, der knapp am Pfosten vorbei ging (32.), hatten noch die besten Möglichkeiten.

Michels Elfmetertor reicht nicht

Nach der Pause ging es ähnlich los, wie im ersten Durchgang. Vier Minuten waren wieder auf der Uhr und Davor Babic durfte nach einer Ecke von Filip Osman völlig unbedrängt zum 0:2 einköpfen. Davon ließen sich die Gastgeber aber nicht beirren. Nach einem Systemwechsel in der Pause hatte Nidda nun mehr Zugriff auf das Spiel und kam durch Michel zum Anschluss. Der Toptorjäger der Verbandsliga wurde in der 58. Minute im Strafraum gelegt und verwandelte den fälligen Elfmeter zu seinem 25. Saisontor. "Den Elfmeter dürfen wir nicht machen. Der war unnötig", befand Mustafic.

Und Nidda hatte jetzt Blut geleckt. Nur vier Minuten später setzte sich Marc Kneifl über links durch und brachte das Leder scharf vor das Tor. In der Mitte hatte Robin Sommer aus drei Metern die dicke Chance zum Ausgleich, verfehlte aber sein Ziel. Carsten Weber hätte da gerne noch einen Elfmeter gehabt, da Robin Orband Sommer im Anschluss zu Fall brachte. "Wenn Robin den Ball nicht trifft, pfeift er den." In der Folge scheiterte Bad Vilbel mehrfach am gut aufgelegten Kuhl und verpasste es, für die Entscheidung zu sorgen. Das hätte sich in der Nachspielzeit fast noch gerächt, als Christoph Pilch nach einem zu kurz abgewehrten Ball volles Risiko ging und das Leder über den Kasten jagte.

"Wir hatten in der ersten Halbzeit keine Höhe und sind so nicht ins Umschaltspiel gekommen. Das haben wir in der zweiten Hälfte viel besser gemacht, kriegen aber gleich das zweite Tor. Am Ende haben wir den 'Lucky-Punch' verfehlt, aber das Spiel ist für uns wieder ein Lernprozess", sagte der Viktoria-Coach. Sein Gegenüber konnte mit dem "2:1 sehr gut leben. Wir hätten bei unseren Konterchancen das 3:1 machen müssen, dann wäre es einfacher geworden."

Die Statistik:

Viktoria Nidda: T. Kuhl - Filges, Heck, Biber, Kneifl - Lüdke (82. K. Kuhl), Pilch - Sommer (78. Jung), Diedrich, Schwalm (46. Rauch) - Michel - Trainer: Carsten Weber.
FV Bad Vilbel: Orband - Geh, Babic, Huwa - Emmel (71. Uslu), Grüter, Osman, Sabic - Knell, Maksumic (76. Alik), Bauscher (81. Knauer) - Trainer: Amir Mustafic.

Schiedsrichter: Boris Reisert (Rödermark).
Zuschauer: 350.
Tore: 0:1 Alexander Bauscher (4.), 0:2 Davor Babic (49.), 1:2 Noah Michel (58., Foulelfmeter).

Autor: Daniel Bolz

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