Bär übt Kritik: „Vielleicht überschätzen sich einige“

Sieg in Melsungen „ist fast nicht möglich“ / HSV-Coach Weber wäre mit Punkt zufrieden

26. August 2015, 09:00 Uhr

Alexander Bär findet einige deutliche Worte.

In der Verbandsliga sind heute Abend alle fünf osthessischen Vertreter im Einsatz.

SV Eschwege – Hünfelder SV (heute, 18.30 Uhr)

Von einer vermeintlichen leichten Aufgabe beim Tabellenletzten der Liga will HSV-CoachDominik Weber nichts wissen. „Eschwege hat im Sommer zwar zwei, drei, vier Stammspieler verloren, die zentrale Achse mit Torwart Danny Göhler, Christopher Minne, Jan Kaufmann und Simon Huhn aber halten können. Auch wenn sie nach vier Begegnungen erst zwei Punkte haben, so sollten wir uns davon nicht blenden lassen.“

Personell sieht es bei den Haunestädtern gut aus: Kevin Krieger steht nach Fußproblemen wieder im Kader. Allerdings fehlen Johannes Helmke (Flitterwochen) und Ferhat Yildiz (beruflich verhindert). In Eschwege wäre Weber bereits mit einem Unentschieden zufrieden. „Natürlich wollen wir dort gewinnen, doch auch mit einem Punkt könnten wir sehr gut leben.“

Melsunger FV– SV Neuhof (heute, 18.30 Uhr)

Die Marschoute von Alexander Bär, Sportlicher Leiter des SV Neuhof, vor dem Gastspiel in Nordhessen ist klar: „Wenn wir nicht schon früh in der Saison in die Abstiegszone rutschen möchten, dann müssen wir in Melsungen etwas Zählbares mitnehmen. Wir wollen dort gewinnen, auch wenn es für uns in der derzeitigen Situation fast unmöglich ist“, sagt Bär, der ausführt: „Wir haben uns noch nicht gefunden und sind in der Verbandsliga auch noch nicht angekommen. Entweder überschätzen einige Spieler ihre Leistung oder sie unterschätzen die Liga.“

Überhaupt sei für Bär der Unterschied zwischen Verbands- und Gruppenliga riesengroß. „Wer mir da etwas anderes erzählt, der ist für mich kein Gesprächspartner, weil er von Fußball scheinbar keine Ahnung hat“, findet Bär deutliche Worte.

SG Bad Soden – KSV Baunatal U 23 (heute, 18.30 Uhr)

Am vergangenen Wochenende war die SGBad Soden nicht im Einsatz. Training, Regeneration und Teambuilding, wie etwa ein gemeinsames Grillen am Freitagabend, standen an. Personell hat sich nicht viel geschoben: Raszyk (Mittelfeld), Kress (Abwehr) und Keim (Angriff) fallen weiterhin verletzt aus. Mittelfeldspieler Samet Degermenci wird aus dem Urlaub zurückerwartet. Ein Einsatz gegen Baunatal kommt definitiv zu früh. Soden-Coach Sead Mehic macht klar: „Auf jeden Fall wollen wir das Heimspiel gewinnen, dürfen aber nicht schon wieder die Anfangsphase verpennen.“

SV Steinbach – SV Weidenhausen (heute, 19 Uhr)

An das letzte Heimspiel gegen die Adler aus Weidenhausen hat Steinbach gewiss keine gute Erinnerung. Im Mai diesen Jahres kassierte der SVS am Mühlengrund eine deutliche 0:5-Pleite. „Daher haben wir wieder etwas wiedergutzumachen. Die Niederlage sollten wir aber nicht überbewerten. Das Spiel war in einer Phase, in der wir über einen längeren Zeitraum englische Wochen hatten, da waren wir einfach platt und hatten einen rabenschwarzenTag“, sagt Steinbachs Mittelfeldspieler Julian Rohde, der vor - na klar, wem sonst? - den Gonnermann-Brüdern warnt. „Wenn wir die aus dem Spiel nehmen können, dann ist das halbe Miete“, glaubt Rohde.

SVA Bad Hersfeld – KSV Hessen Kassel II (heute, 19 Uhr)

Nach dem doch etwas überraschenden 3:1-Sieg gegen den bis dato verlustpunktfreien 1. FC Schwalmstadt erwarten die Festspielstädter mit Spitzenreiter Hessen Kassel II den nächsten Brocken. Allerdings muss SVA-Coach Frank Ullrich mit Bekim Mustafi, Daniel Hanslik (beide Platzwunde), Tim Ullrich (verdrehtes Knie), Andreas Pannek (verhindert) und Christoph Wiegand (Gelb-Rot-Sperre) gleich auf fünf Stammspieler verzichten.

Autor: Max Lesser