Bangerts Treffer schockt die Borussia
Hessenliga: Hadamar entführt drei Punkte aus Fulda - Fotostrecke
Branimir Velic (links) hatte gegen Hadamars Schlussmann Christopher Strauch keinen Erfolg. Foto: Charlie Rolff
Im zweiten Heimspiel der Saison legte die Borussia los wie die Feuerwehr und hatte schon zweimal Aluminium getroffen, als gerade einmal sechs Minuten gespielt waren. Zunächst traf Dennis Mangafic nach Zuspiel von Leon Pomnitz den Außenpfosten (4.), ehe Marcel Mosch nach einer tollen Eckenvariante über Pomnitz und Mangafic ebenfalls am Gebälk scheiterte (6.). Den anschließenden Nachschuss brachte zudem Matija Poredski nicht im Tor unter.
Poredski hatte auch später noch zwei ganz ordentliche Möglichkeiten, jeweils per Kopf, ehe die Borussen dann auch ganz großes Glück hatten. Nach einer eigenen Ecke konterte Hadamar mit der einzigen Chance in Hälfte eins erfolgreich, Jann Bangert war schneller als Pomnitz und am Ende völlig frei vor Tobias Wolf. Im Eins-gegen-Eins war der Schlussmann dann aber der Sieger (19.). Bei den Fuldaern ging nur noch wenig, nachdem Younes Bahssou nach 27 Minuten mit einer Knieverletzung raus musste und durch Branimir Velic ersetzt wurde.
Bangert schockt die Borussen
Der Neuzugang aus Bachrain hatte dann auch direkt die erste dicke Chance des zweiten Durchgangs, nicht einmal 60 Sekunden waren da wieder gespielt. Wieder spielte Pomnitz Mangafic frei, der aus spitzem Winkel an Keeper Christopher Strauch scheiterte. Den zweiten Ball bekam Velic, sein Versuch per Kopf wurde aber auf der Linie geklärt. Doch dann war Hadamar in seiner stärksten Phase im Spiel erfolgreich. Nachdem Jonas Herdering per Freistoß sowie Leon Burggraf in Wolf ihren Meister fanden, war Jann Bangert frei vor dem Tor kaltschnäuzig (58.).
Geschockt zeigten sich die Hausherren nicht, vielmehr lief der SCB wütend an. Doch egal ob Sebastian Alles oder Mangafic abzogen, die Versuche waren jeweils zu schwach. Mangafic hatte nach Poredski-Zuspiel zudem Pech, Strauch schon umkurvt gehabt zu haben, ehe der Winkel aber zu spitz wurde (62., 63., 64.). Dann kam lange Zeit ganz wenig Zwingendes von der Brendel-Elf, Mangafic und Dennis Müller versuchten zwar noch einmal ihr Glück, die Schüsse wurden aber jeweils geblockt (78., 80.). Auch Pomnitz und Joker Vedran Jerkovic per Kopf hatten keinen Erfolg (88., 90.). So blieb es beim 0:1.
"Am Ende ist der Sieg vielleicht gar nicht so unverdient", befand Hadamars Trainer Florian Dempewolf, der sich über eine ganz starke Defensivleistung freute. "Wir können uns aber auch nicht beschweren, wenn das 1:0 für Fulda fällt." Brendel haderte dagegen einmal mehr mit der Chancenverwertung: "Wir müssen da einfach mit 1:0 in Führung gehen. Das gelingt uns nicht, stattdessen passen wir einmal nicht auf. Am Ende haben wir dann nicht die Lösungen gehabt, uns gegen diese Defensive durchzuspielen."
Die Statistik:
Borussia Fulda: Wolf - Fuß, Henneböle, Müller - Alles, Pomnitz - Gjocaj (73. Jerkovic), Mangafic, Mosch (62. Kornagel) - Poredski, Bahssou (27. Velic).
Rot-Weiss Hadamar: Strauch - Schraut, Böcher, Kuczok, Zouaoui - Kretschmer - Bangert (77. T. Burggraf), Neugebauer (70. Granja), Herdering, Zey (85. Merfels) - L. Burggraf.
Schiedsrichterin: Katrin Rafalski (Baunatal).
Zuschauer: 800.
Tore: 0:1 Jann Bangert (58.).


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