Philosophiewechsel

Barockstadt-Reserve soll neu strukturiert werden

Hessenliga: Künftig soll von unten aufgefüllt werden / Kader schrumpft

28. März 2019, 06:47 Uhr

Dass Hessenliga-Spieler wie Alexander Reith (von rechts) und Miguel Torcuatro wie hier gegen Steinbach unten aushelfen, soll bald nicht mehr die Regel sein. Foto: Charlie Rolff

Nach zwei enttäuschenden Ergebnissen gegen Abstiegskandidaten will die SG Barockstadt am Samstag (15 Uhr) bei Viktoria Griesheim in die Erfolgsspur zurückkehren.

Gerade die verletzungsbedingten Ausfälle von den Mittelfeld-Leadern Patrick Schaaf und Leon Pomnitz waren zuletzt sichtbar, beide könnten nun wieder in die Elf zurückkehren. „Jede Mannschaft braucht solche Achsspieler, die vorneweg marschieren“, weiß Trainer Sedat Gören, dessen Elf zuletzt die Durchschlagskraft nach vorne fehlte, auch, da sich sowohl Bad Vilbel als auch Ginsheim weitgehend hinten rein stellten. Auch Griesheim wird wohl so verfahren, an einen Philosophiewechsel denkt Gören aber nicht: „Ich bin immer gut mit meinem Ballbesitzfußball gefahren und werde das auch künftig tun. Nur so können sich die Spieler weiterentwickeln, das geht nicht, wenn sie nur verteidigen und dann mal nach vorne rennen.“

Einen Philosophiewechsel soll es aber künftig hinsichtlich der Reserve geben. „Wir wollen eine echte U23 aufbauen, wo die erste Mannschaft von unten aufgefüllt wird, und nicht mehr andersherum. Die Spieler sollen die Zweite als Sprungbrett für die Hessenliga sehen“, betont der Coach, der auch weiß, dass der aktuelle Hessenliga-Kader kleiner werden muss. „Das ist der Weg, den wir gehen wollen.“ Ein erster Kandidat dafür könnte Jan-Henrik Wolf sein, der im Training „richtig auf sich aufmerksam gemacht“ habe. Auch Marcel Trägler oder Alexander Reith überzeugten gegen Steinbach (3:1) für die Reserve und könnten ihre Chance oben erhalten. „Verbandsliga ist aber eine andere Hausnummer“, weiß Gören.

Autor: Steffen Kollmann

Kommentieren