Benjamin Fuilu schießt Rot-Weiss II an die Spitze
Gruppenliga Frankfurt West:Oberstedten gewinnt Kellerduell
FC Neu-Anspach – SV BKC Bosnien 3:1 (2:1)
Der Siegeszug des FC Neu-Anspach hielt auch im Duell der stärksten Rückrundenteams an. Mitte der ersten Halbzeit erzielte Marco Weber die Führung für die Hausherren, keine zehn Minuten später legte er das zweite Tor nach. Der Aufsteiger kam noch vor der Pause zurück. Nach einem Einwurf erzielte Emir Drino per Kopf den Anschlusstreffer für die Bosnier, die im zweiten Durchgang mehr in die Offensivbemühungen investierten. 20 Minuten nach Wiederbeginn gelang Achraf Gara Ali der 3:1-Siegtreffer für den FCNA, der nach einer Gelb-Roten Karte die letzten Minuten ohne Vladislav Formin auskommen musste. Dennoch bekam der Verteidiger nach der Partie ein Sonderlob seines Trainers, der das Spiel wie folgt zusammenfasste: „Wir haben eine bärenstarke erste Hälfte gespielt, zur Halbzeit kann es auch 5:2 stehen“, so Coach Rico Henrici: „In der zweiten Halbzeit waren wir nicht mehr so souverän und haben über einen längeren Zeitraum zu ungeordnet gespielt.“ Dennoch sei er nach dem aktuellen Positivlauf der Mannschaft „stolz für den Moment.“
Schiedsrichter: Daniel Wittmann (Gelnhausen).
Zuschauer: 130.
Tore: 1:0, 2:0 Marco Weber (23., 31.), 2:1 Emir Drino (41.), 3:1 Achraf Gara Ali (66.).
Gelb-Rote Karte: Vladi Formin (87. Neu-Anspach).
1.FC Oberstedten – 1. FC-TSG Königstein 1:0 (1:0)
Im ausgeglichenen Abstiegsduell kam der Gast zur ersten guten Chance. Sasa Matovic provozierte einen Fehlpass im Aufbauspiel des Gegners und scheiterte aus spitzem Winkel am gut reagierenden Michael Schmidt. Eine Viertelstunde später gelang dem FCO der Führungstreffer. Vincent Warnecke setzte sich auf der linken Seite durch und bediente den im Rückraum lauernden Muhamed Isovski, der die Kugel mit etwas Glück ins Tor stocherte. Bereits mitte der zweiten Hälfte warf Königstein nahezu alles nach Vorne. Oberstedtens Defensivakteure hatten dem Gegner vorallem kämpferisch einiges entgegenzusetzen und retteten den Sieg über die Zeit. „Am Ende ist der Sieg verdient. Nach dem 1:6 gegen Bad Nauheim haben wir eine kämpferische und läuferische Reaktion gezeigt“, so FCO-KapitänTobias Eichsteller über das gewonnene Abstiegsduell: „Am Ende hat Königstein mit gefühlten fünf Stürmern gespielt. Wir haben gut gestanden, aber unsere Konter nicht ausgespielt.“
Schiedsrichter: Leon Reuben (Wiesbaden).
Zuschauer: 120.
Tore: 1:0 Muhamed Isovski (38.).
SG Bornheim – SG Ober-Erlenbach 4:0 (1:0)
Einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt konnten die Bornheimer gehen. Auf der anderen Seite verpassten es die Gäste, in der Tabelle auf Königstein und Bad Nauheim aufzuschließen, die ebenfalls ihre Spiele verloren. In einer mäßigen ersten Hälfte gelang Benjamin Beutel kurz vor der Pause nach einem Eckball das 1:0. In der zweiten Hälfte spielte die SGO etwas offensiver, doch die Tore schossen nur die Bornheimer. Beutels zweiter Treffer bescherte seiner Truppe das 2:0. Der eingewechselte Simon Kusch legte in der Schlussphase zwei weitere Treffer nach. Nach dem Spiel sprach SGB-Trainer Maik Rudolf von einer „geschlossenen Mannschaftsleistung“. Dennoch holten sich Beutel, Aljoscha Richter, Marc Münzel, Till Schwanke sowie vor allem die Einwechselspieler Kusch, Akiyasu Tsuchiya und Janis Cordes ein Sonderlob ab: „Alle drei Einwechselspieler haben dazu beigetragen, dass wir in der Höhe verdient gewonnen haben“, so Trainer Rudolf über den Doppeltorschützen Kusch, sowie die Vorlagengeber Tsuchiya und Cordes: „Der Sieg war goldwert.“
Schiedsrichter: David Rendel (Darmstadt).
Zuschauer: 120.
Tore: 1:0 Benjamin Beutel (40.), 2:0 Benjamin Beutel (62.), 3:0 Simon Kusch (78.), 4:0 Simon Kusch (90.+2).
FG Seckbach – TSG Nieder-Erlenbach 0:1 (0:1)
In der ersten Minute erzielte Seckbacks Elvir Pintol nach einem Ballgewinn ein vermeindliches 'Wembley-Tor'. Doch für Schiedsrichter Patrick Conen sprang der Ball auf und nicht hinter der Torlinie wieder auf. Es entwickelte sich eine mäßige Partie, in der beide Mannschaften laut Seckbach-Trainer Nico de Rinaldis „auf dem großen Rasen verloren waren.“ Nach gut einer halben Stunde gelang TSG-Toptorjäger Ante Paradzik nach einem abgefälschten Freistoß der entscheidende 1:0-Treffer. Weitere Chancen ließ Paradzik liegen, dennoch gelang es der FGS nicht, den nötigen Druck auf den gegnerischen Kasten auszuüben. Dementsprechend erfreut war TSG-Spielertrainer Vito Raimondi über den Sieg: „Es war kein schönes Spiel mit vielen Fehlern. Aber wir haben am Ende verdient gewonnen. Ich muss den Jungs ein Kompliment machen, das war ein sehr wichtiger Sieg für uns.“ Ähnlich sah es auch Seckbachs de Rinaldis: „Das hatte wenig mit Gruppenliga-Fußball zu tun. Die TSG hat verdient gewonnen.“ Bei seiner Truppe fehlten mit Stanley Ike, Gabriel Fustero, Fabian Urban, Suleyman Drammeh und Mabulli Sawo gleich mehrere Stammkräfte „Das konnten wir nicht kompensieren. Dafür haben es die Jungs ganz gut gemacht, es gibt keinen Vorwurf an die Mannschaft.“
Schiedsrichter: Patrick Conen (Darmstadt).
Zuschauer: 60.
Tore: 0:1 Ante Paradzik (32.).
Rot-Weiss Frankfurt II – TSV Bad Nauheim 4:2 (0:2)
Im Duell der Aufsteiger legte der TSV ein gutes Tempo vor. Neuzugang Jake Hirst traf zum 0:1, Tarik Tosunoglu erhöhte nach einer Ecke zum 0:2-Pausenstand. Nach der Pause hatte der Gast die Konterchance zum 0:3, doch Rot-Weiss-Verteidiger Abdelhalim Chehab konnte den Schuss im letzten Moment von der Linie kratzen. In den letzten 20 Minuten des Spiels legten die Gastgeber eine beeindruckende Wende hin: „Die Jungs haben sich selber aus dem Treibsand gezogen“, so Trainer Hicham Tahrioui über das Comeback seiner Schützlinge. Benjamin Fuilu besorgte nach 71. Minuten den Anschlusstreffer, Yun Jon Mins Schuss in den Winkel glich die Begegnung aus. Erst in der 89. Minute stellte Fuilu mit seinem zweiten Tor das Ergebnis auf den Kopf. Joshua Mensah gelang mit dem Abpiff der 4:2-Endstand. „Wir haben gut angefangen und dann sehr unglücklich ausgesehen“, so Tahrioui, der den Sieg über die 90 Minuten als verdient ansah: „Die Jungs haben nach den zwei Niederlagen die Köpfe nicht hängen lassen.“
Schiedsrichter: Maximilian Schindler (Dieburg).
Zuschauer: 70.
Tore: 0:1 Jake Hirst (18.), 0:2 Tarik Tosunoglu (45.), 1:2 Benjamin Fuilu (71.), 2:2 Yun Jong Min (77.), 3:2 Benjamin Fuilu (89.), 4:2 Joshua Mensah (90.+4).
SpVgg. Griesheim – VFB Friedberg 1:0 (0:0)
Über die komplette Begegnung sah Griesheims Trainer Christian Kossack ein „Spiel auf ein Tor. Wir waren 90 Minuten lang überlegen.“ Doch aus dem Chancenplus konnte die Truppe im ersten Durchgang kein Kapital schlagen. Auch nach der Pause mussten sich die rund 80 Zuschauer bis zum Ende gedulden. Erst in der fünften Minute der Nachspielzeit gelang der Ball zu Kevin Wille, der ihn aus 15 Metern unter die Latte setzte. Beim anschließenden Torjubel riss sich der bereits verwarnte Siegtorschütze das Trikot vom Leib und wurde von Schiedsrichter Lukas Weber mit der gelb-roten Karte vom Platz gestellt. „Wir haben uns leider erst ziemlich spät belohnt. Wir hätten zur Halbzeit schon mit zwei, drei Toren führen müssen“, so Kossack weiter: „Der Gegner hatte keine erwähnenswerte Torchance, der Sieg ist mehr als verdient.“
Schiedsrichter: Lukas Weber (Gelnhausen).
Zuschauer: 80.
Tore: 1:0 Kevin Wille (90.+5).
Gelb-Rot: Kevin Wille (90.+5 Griesheim).
TuS Merzhausen – Olympia Fauerbach 0:2 (0:2)
Durch einen Doppelschlag nach einer Viertelstunde konnte die Olympia aus Fauerbach wichtige Zähler im Kampf gegen den Abstieg sammeln. Einen langen Ball von Kapitän Michael Walther auf Paul Wischtak schloss Letzterer aus spitzem Winkel zum 0:1 ab. Nur eine Minute später setzte sich Marc Witte auf der linken Seite durch und bediente den freistehenden Andreas Baufeldt. Der erzielte den frühen 0:2-Siegtreffer: „Wir haben es verpasst, das Ergebnis in der ersten Halbzeit weiter nach oben zu schrauben“, so Olympia-Coach Matthias Tietz über die Chancenverwertung seiner Elf. Im weiteren Spielverlauf hatte Merzhausen vor der Pause die größte Chance zum Anschlusstreffer – auch Mitte der zweiten Hälfte drückten die Gastgeber auf das Tor der Fauerbacher. Doch deren Defensive ließ keine Hektik mehr aufkommen und spielte das Ergebnis laut Tietz bis zum Schluss „relativ souverän runter.“
Schiedsrichter: Falk Reuter (Wiesbaden).
Zuschauer: 70.
Tore: 0:1 Paul Wischtak (15.), 0:2 Andreas Baufeldt (16.).
Germania Enkheim – SC Dortelweil 0:1 (0:0)
Nach vier Minuten gingen die Gäste bereits in Führung, wegen einer vermeindlichen Abseitsstellung pfiff der Unparteiische Jan Lübberstedt den Dortelweiler Treffer jedoch zurück. Kurz darauf wurde ein Schuss des Enkheimers De Freitas Helder Ferreira aus kurzer Distanz im letzten Moment von Felix Brinkert geblockt. Bereits mitte der ersten Halbzeit mussten beide Teams verletzungsbedingt auswechseln. Bei den Enkheimern traf es Torwart Patrick Schneider, bei den Gästen musste Robin Dobios früh raus. Der für ihn eingewechselte Stefan Ljujic erzielte nach etwas mehr als einer Stunde den Treffer des Tages. Dominik Steffen legte einen 20-Meter-Sprint hin und bediente Ljujic, der vor dem Tor die Nerven behielt. „Enkheim hat es uns schwer gemacht, aber wir haben nichts zugelassen. Der Sieg ist verdient“, so SCD Co-Trainer Gökhan Kocatürk über den knappen Erfolg.
Schiedsrichter: Jan Lübberstedt (Fulda).
Zuschauer: 70.
Tore: 0:1 Stefan Ljujic (64.).
(sly)
Wettbewerbe
Mannschaften
- 1. FC-TSG Königstein
- FC Germania Enkheim
- FC Neu-Anspach
- FC Olympia Fauerbach
- FG Seckbach
- FSG Merzhausen/Weilnau/Weilrod
- SC Dortelweil
- SG Bornheim Grün-Weiss
- SG Ober-Erlenbach
- SG Rot-Weiss Frankfurt II zg.
- SV der Bosnier
- Spvgg. 02 Griesheim
- TSG Nieder-Erlenbach
- Türkischer SV Bad Nauheim
- VfB Friedberg


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