Bese scheitert kurz vor Schluss vom Punkt – Fotos
Verbandsliga: Johannesberg verliert bitter
Erkenntnis Nummer eins: Die Gegner in der Verbandsliga, gerade bei einem gewachsenen Team wie dem SSV Sand, sind cleverer. Als SGJ-Innenverteidiger Mihai Alexandru Moise im Strafraum den Ball abschirmte und dabei den Ellbogen ausfuhr, nahm Simon Bernhardt das gerne an und fiel. Den Elfmeter verwandelte Bräutigam in der 55. Minute zum entscheidenden Tor. Johannesbergs Coach Jochen Maikranz wollte die Szene nicht kommentieren, sagte nur: „Letztes Jahr waren wir in der Gruppenliga die fairste Mannschaft. Jetzt kriegen wir im zweiten Spiel den zweiten Elfmeter.“
Erkenntnis Nummer zwei: Chancen bekommt man in Liga sechs seltener geschenkt und sollte sie beherzt ergreifen. In der Schlussphase wackelte Sands Erfolg gewaltig. 88. Minute: Bese scheitert aus kurzer Distanz an Torhüter Schmeer. 89. Minute: Schmeer lenkt einen Kopfball Kaizars an die Latte, nach dem anschließenden Tohuwabohu im Strafraum traf Mwanza ins Tor, doch es war abgepfiffen. Stattdessen gab es Elfmeter, den Witali Bese dann übers Tor jagte. Die Nachspielzeit: Am langen Eck kann der eingewechselte Özger einen Flugkopfball nicht unterbringen.
Turbulente Schlussphase
„Es war bis zum Schluss ein offenes Spiel. Hut ab vor meiner Mannschaft, wie sie Sand gefordert hat“, lobt Trainer Jochen Maikranz sein Team, um aber auch festzustellen, dass in gewissen Momenten des Spiels dann eben doch noch Unterschiede zwischen der SGJ und dem Vizemeister des Vorjahres zu erkennen waren.
In der ersten Halbzeit war Sand vor allem in den Zweikämpfen konsequenter, setzte immer wieder nach, wenn die Roten hier und da zu zögerlich waren. Und so entstand Gefahr. Nur dank Mitja Hofacker im SGJ-Tor führte Sand zur Pause nicht. Dreimal entschärfte der Keeper SSV-Chancen in Klassemanier, einmal, bei Simon Bernhardts Schuss (40.), half der Pfosten mit. Angesichts dieser Szenen vor der Pause darf dann auch von einem nicht unverdienten Sander Sieg gesprochen werden.
Aber Johannesberg beschäftigte den Titelfavoriten, war immer unbequem, erarbeitete sich – von der Schlussphase abgesehen – allerdings nur Halbchancen. Doch gegen einen weniger gefestigten und kompakten Gegner hätte die Elf von Maikranz und Max Lesser wohl gepunktet. / hw
Die Statistik:
Johannesberg: Hofacker – Vlk, Kaizar, Moise, Wiesner – Reksius, Fotsing, Balz (76. Mwanza), Noori (81. Keller) – Bese, Leucuta (76. Özger).
Sand: Schmeer – Wippel, Amert, Bräutigam – Guthof, Klitch, Itter (90. M. Schmidt), Oliev, Moskaltschuk – Simon Bernhardt (66. Steffen Bernhardt), Wagner (64. J.-P. Schmidt).
Schiedsrichter: Tobias Vogel (Unterliederbach).
Zuschauer: 350.
Tor: 0:1 Steffen Bräutigam (55., Foulelfmeter).
Besonderes Vorkommnis: Witali Bese schießt Foulelfmeter übers Tor (89.).

