Biancos schießen Zeilsheim zum Sieg
Verbandsliga Mitte: Uth und Akbulut treffen erneut mehrfach
Antonio Bianco (links) brachte den SV Zeilsheim in Führung, ehe sein Bruder Leonardo noch zweimal nachlegte. Foto: Marcel Lorenz
FSV Braunfels – SV Zeilsheim 1:3 (0:3)
Schon in der ersten Hälfte sorgten die favorisierten Gäste beim Staffel-Schlusslicht für klare Verhältnisse. Für alle drei SVZ-Buden waren die Gebrüder Bianco zuständig: Antonio Bianco schlug bereits in der 18. Minute zu, ehe Leonardo Bianco in der 30. Minute aus 25 Metern Entfernung sowie in der 39. Minute insgesamt zwei Treffer zum Zeilsheimer Triumph beisteuerte. Für die Hausherren hatte derweil Michael Guth in diesem Abschnitt die beste Chance auf dem Fuß, die Braunfelser Nummer neun traf allerdings nur die Zeilsheimer Latte.
Nach der Pause, die aufgrund heftiger Regenfälle rund 15 Minuten länger andauerte, war beidseitig die Luft ein wenig draußen. Zwar gelang Robin Fürbeth noch der Anschlusstreffer (57.) aus Sicht der Schlossstädter, viel mehr Highlights hielten die zweiten 45 Minuten aber nicht mehr parat. „Das Spiel plätscherte dann vor sich hin“, resümierte Zeilsheims Trainer Sascha Amstätter, der mit der letzten Saison-Dienstreise dennoch zufrieden sein durfte: „Pflichtaufgabe erfüllt. Jetzt bereiten wir uns auf Mittwoch vor, dann haben wir das Pokalendspiel (Anm. d. Red.: Ab 19:30 Uhr gegen die SG Oberliederbach).“
Schiedsrichter: Thomas Heckmann (Rauischholzhausen).
Zuschauer: 90.
Tore: 0:1 Antonio Bianco (18.), 0:2 und 0:3 Leonardo Bianco (30., 39.), 1:3 Robin Fürbeth (57.).
FV Breidenbach – Germania Schwanheim 1:2 (0:1)
Der FC Germania Schwanheim bestätigte auch am Sonntag seine derzeit gute Verfassung und revanchierte sich beim FV Breidenbach für die 3:4-Hinspielniederlage. „Ein super Spiel. Wir wollen ja noch so viele Punkte wie möglich holen“, freute sich Germania-Coach Tomas Pelayo nach dem vorletzten Liga-Auftritt in der laufenden Spielzeit.
Erneut einen starken Eindruck hinterließ auch Schwanheims Jan Uth, der nach seiner Sechs-Tore-Gala gegen Braunfels in der Vorwoche auch diesmal wieder beide Treffer für seine Farben bereitstellte. Los ging es bereits in der zwölften Minute, als der 29-Jährige zur frühen Gästeführung einlochte. Trotz guter Möglichkeiten verpasste es die Pelayo-Elf, den Deckel frühzeitig drauf zu machen. Stattdessen gelang den Hausherren, die eine kurzzeitige Schwanheimer Schwächephase nach dem Seitenwechsel für sich zu nutzen wussten, in der 61. Minute der Ausgleich: Josip Katic egalisierte via Strafstoßtor. Lediglich fünf Zeigerumdrehungen später war es dann erneut Uth, der nach guter Vorarbeit von Fabian Pfeifer, den Schwanheimer Siegtreffer in den gegnerischen Maschen unterbrachte.
„Das einzige Manko: Wir haben wieder zwei, drei Hundertprozentige nicht reingemacht“, so ein insgesamt zufriedener Tomas Pelayo, der sich vor allem über das Startelf-Debüt von Jan Koch sowie den ersten Verbandsliga-Einsatz des A-Jugendlichen Yassin Benjilali, der in der 63. Minute eingewechselt worden war, freute.
Schiedsrichter: Tim Waldinger (Rauschenberg).
Zuschauer: 130.
Tore: 0:1 Jan Uth (12.), 1:1 Josip Katic (61., Foulelfmeter), 1:2 Jan Uth (66.).
FC Waldbrunn – FC Eddersheim 1:6 (0:1)
„Das hört sich deutlicher an, als es war. Auch Waldbrunn hatte Chancen gehabt“, äußerte sich Erich Rodler (Sportlicher Leiter FCE) nach dem satten Auswärtstriumph im Landkreis Limburg-Weilburg.
Bereits in der ersten Minute wurde FC-Keeper Frederick Hiebinger durch Lukas Scholl getestet, nachfolgend kamen die Hausherren sogar noch zu einem Lattenkreuz-Treffer von Steffen Moritz. Nichtsdestotrotz ertönte der einzige Torjubel vor dem Pausenpfiff im Lager des angereisten Tabellenführers und Meisters: Nach Zuspiel von Patrick Hilser erzielte Torgarant Turgay Akbulut, der in der ersten Hälfte ansonsten noch zu zwei Pfostenschüssen ausholte, in der 25. Minute die FCE-Führung.
Nach der Pause ging den Gästen der Faden bei starkem Regen kurzzeitig etwas abhanden. Waldbrunn drückte und strahlte vor allem durch Scholl Gefahr aus, verpasste aber dennoch das 1:1. Stattdessen markierte Hilser in der 60. Minute den zweiten Eddersheimer Tagestreffer - erst zehn Minuten später bescherte Maximilian Neuhof auch dem FCW einen Torerfolg. Lange währte die Freude der Gastgeber allerdings nicht: Akbulut ließ es ab der 72. Minute binnen 120 Sekunden gleich zweimal krachen und führte somit die Vorentscheidung herbei. Ivan Rebic (88.) und Akbulut (90.) mit seinem vierten Streich schraubten den Eddersheimer Vorteil noch weiter in die Höhe.
Schiedsrichter: Lukas Heineck (Marburg).
Zuschauer: 80.
Tore: 0:1 Turgay Akbulut (25.), 0:2 Patrick Hilser (60.), 1:2 Maximilian Neuhof (70.), 1:3 und 1:4 Turgay Akbulut (72., 74.), 1:5 Ivan Rebic (88.), 1:6 Turgay Akbulut (90.).
TSV Bicken – FV Biebrich 3:5 (2:2)
Auch der FV Biebrich schoss sich schon einmal für sein anstehendes Kreispokalfinale (Mittwoch, 19:30 Uhr) gegen den SV Niedernhausen warm. „Die Gegentore waren mehr selbst verschuldet, aber wir haben guten Fußball gesehen. Die Jungs lassen nicht nach, das ist ein sehr gutes Bild, das wir abgeben“, lobte FVB-Trainer Nazir Saridogan nach der gelungenen Dienstreise in den Lahn-Dill-Kreis.
Zwar war den Hausherren, die nach drei Minuten durch Yannik Discher in Front gingen, der bessere Start vergönnt, Orkun Zer (5.) und Derrick Amoako (20.) drehten das Spiel aus Sicht der Wiesbadener aber postwendend. Doch auch der TSV wusste noch einmal zurückzuschlagen: Christos Oxouzidis stellte per verwandeltem Foulelfmeter (33.) den 2:2-Pausenstand her.
Spätestens nach dem Biebricher 3:2 durch Julian Gerwalt „war das Spiel gelaufen“, meinte Saridogan nach dem Abpfiff. Es folgte der vierte FV-Treffer durch Rikuya Nakamura (72.), ehe Bicken nach einer schönen Einzelleistung von Hermon Tega noch einmal auf 3:4 (85.) herankam. Den Schlusspunkt mit seinem insgesamt bereits 200. Liga-Treffer für den FV Biebrich besiegelte Orkun Zer in der 90. Minute.
Schiedsrichter: Markus Bengelsdorff (Stadtallendorf).
Zuschauer: 150.
Tore: 1:0 Yannik Discher (3.), 1:1 Orkun Zer (5.), 1:2 Derrick Amoako (20.), 2:2 Christos Oxouzidis (33., Foulelfmeter), 2:3 Julian Gerwalt (63.), 2:4 Rikuya Nakamura (72.), 3:4 Hermon Tega (85.), 3:5 Zer (90.).
(cn)

