Big Points für die SGOZ
Gruppenliga: Comeback von Patrick Föller
„Spielerisch habe ich meine Mannschaft in dieser Runde schon besser gesehen“, war Trainer Frank Kühlthau zwar mit dem Resultat, nicht jedoch zur Gänze mit der Leistung seiner Elf zufrieden. Woran der Coach freilich auch nicht die Spur eines Zweifels ließ, war die überragende Leistung von Valentin Ankert, dem jüngsten Spross des Ankert-Trios: „Das war schon toll, was er vor allem in der ersten Halbzeit geleistet hat.“
Überhaupt waren die ersten 45 Minuten das Kernstück einer Begegnung, die furios mit drei Treffern binnen nur sechs Minuten loslegte. Per Foulelfmeter, dessen Berechtigung Gästetrainer Michael Jäger in Zweifel zog („Den pfeifen acht von zehn Schiedsrichtern nicht“), scheiterte zunächst Simon Ankert am zum x-ten Mal reaktivierten Kerzeller Torwart Dennis Hohmann. Doch Simons Bruder Valentin war am schnellsten in den Strafraum gesprintet und schob den Nachschuss zur Führung ein. Diese freilich hielt nur schlappe vier Minuten, dann jagte Freistoßspezialist Aron Loui Jahn den ruhenden Ball aus rund 20 Metern in die Maschen, nachdem zuvor Mikael Avanesian die Abwehr täuschend über das Leder gelaufen war. Nur 120 Sekunden später traf Simon Ankert zur erneuten Führung, die beinahe abermals Aron Loui Jahn aus vergleichbarer Position per Freistoß umgehend egalisiert hätte. Jahns Geschoss streifte die Latte.
Kerzeller Abwehrschwächen deckte der Treffer zum 3:1 auf. Ein simpler Freistoß, den Nico Lingelbach in Richtung Julian Müller adressierte, machte es Müller leicht, den Vorsprung auf zwei Treffer auszubauen, denn kein Kerzeller Spieler ging so recht zum Ball. Mit dem Treffer zum 4:1 sorgte Simon Ankert noch vor dem Pausenpfiff für klare Verhältnisse.
Nach Wiederbeginn verflachte die Begegnung schon etwas, ohne jedoch Langeweile zu verbreiten. Kerzell mühte sich in Unterzahl, Tom Schnopp hatte nach 36 Minuten die Gelb-Rote Karte gesehen, vergebens um den Anschlusstreffer. Oberzell/Züntersbach tat nicht mehr als nötig, die rechte Ruhe ins Spiel zu bringen, den numerisch dezimierten Gast laufen zu lassen schaffte die Kühlthau-Elf freilich nicht. Stets waren die Aktionen von einer gewissen Hektik geprägt. Beim Sieger ragten neben Valentin Ankert der „ruhende Pol“ Maximilian Heil, dem der Ball im Abwehrzentrum am Fuß zu kleben schien, sowie der kämpferisch vorbildliche Mike Löffert heraus. Nach 15-monatiger Verletzungspause gab Patrick Föller ein überzeugendes Comeback.
Die Statistik:
SG Oberzell/Züntersbach: R. Dorn; P. Föller, (78. Hartmann), Münch, Heil, Lingelbach (72. Kühlthau) – K. Föller, Müller, Löffert, V. Ankert, Statt (62. Herzog) – S. Ankert
SG Kerzell: Hohmann; Hilfenhaus (57. Reith), Schnopp, Günther, Witzel – Kress, Corumlu, Bensing (68. Hilgenberg), Jahn, Bleuel – Avanesian
Schiedsrichter: Volker Höpp (Ranstadt).
Zuschauer: 200.
Tore: 1:0 Valentin Ankert (12.), 1:1 Aron Loui Jahn (16.), 2:1 Simon Ankert (18.), 3:1 Julian Müller (38.), 4:1 Simon Ankert (44.).
Gelb-Rote Karte: Tom Schnopp (36., Kerzell). / osl

