Blitz-Doppelpack von "Asche" leitet Sieg ein - Fotostrecke
Verbandsliga: Gollin zufrieden
Gerade die erste Halbzeit lief für Petersberg wie am Schnürchen: Just in dem Moment, als Rothwesten nach guter Anfangsphase der Hausherren stärker aufzukommen schien, schnürte Boris Aschenbrücker in weniger als 60 Sekunden einen Doppelpack. Erst profitierte „Asche“ von einer punktgenauen Wingenfeld-Ecke, nach dem Wiederanpfiff ergatterte Patrick Stupp den Ball und schickte erneut Aschenbrücker auf die Reise. Dass es zur Pause gar schon 4:0 stand, war dem spielerisch guten Auftritt des RSV, aber auch der hohen Fehlerquote der Gäste aus Rothwesten geschuldet. Vor allem Sebastian Trabner machte keine gute Figur, verschuldete er doch erst gegen von Pazatka dem zum 3:0 führenden Elfmeter, ehe er als letzter Mann gegen Kubilay Kücükler den Ball verstolperte – 4:0.
Ein scheinbar entspanntes Ergebnis zur Pause, doch Rolf Gollin betonte umgehend, „dass in unserer Lage mal gar nichts entspannt ist. Aber natürlich lief es heute sehr gut für uns, die Tore haben uns in die Karten gespielt. Wir haben das auch spielerisch teilweise echt gut gelöst.“ Wichtig war dem neuen Trainer, der von vier Spielen nun deren drei gewonnen hat, nach der Pause nicht zu nachlässig zu agieren. Das klappt größtenteils, wenngleich Rothwesten nach einem von Kristian Noja ins Tor verlängerten Freistoß noch mal für einen kurzen Moment Morgenluft schnupperte.
Endgültig gelaufen war die Partie schließlich nach 80 Minuten, als erneut der bärenstarke Adrian von Pazatka von Keeper Christoph Herbst von den Beinen geholt wurde und abermals Julian Wehner vom Punkt traf. Von Pazatka agierte unheimlich quirlig, brillierte durch Ballgewandtheit in höchstem Tempo, lediglich im Abschluss offenbarte Petersbergs Nummer 10 Defizite. „Der Jungs weiß gar nicht, wie gut er wirklich ist“, hatte sein Trainer schon während der Partie erkannt.
Grundsätzlich ist Gollin nach seinem ersten Monat auf der RSV-Bank zufrieden: „Meine Amtsübernahme war daran gebunden, dass sich die Jungs mit der Aufgabe identifizieren, volle Bereitschaft zeigen. Im Moment arbeitet die Mannschaft sehr gut, dennoch ist der Weg zum Klassenerhalt ein steiniger.“
Petersberg: Goldbach; Kilian, M. Aschenbrücker, Brzoza, Vogt – Wingenfeld (58. Nüchter), Wehner – von Pazatka, Kücükler (77. Mötzung), Stupp (70.Reinhard) – B. Aschenbrücker.
Rothwesten: Herbst; Igel, Seeger, Trabner, Schan – Reuter, Siewert (46. Demaj) – Dziabas, Noja, Osmani (60.Al Omari) – Losic.
Schiedsrichter: Simon Müller (Sinntal).
Zuschauer: 100.
Tore: 1:0, 2:0 Boris Aschenbrücker (22., 23.), 3:0 Julian Wehner (27., Foulelfmeter), 4:0 Kubilay Kücükler (41.), 4:1 Kristian Noja (61.), 5:1 Julian Wehner (80., Foulelfmeter). / hall


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