Blockbuster in Kalbach

Gruppenliga Frankfurt West: Bornheim im Derby gegen Seckbach

27. April 2018, 13:58 Uhr

Dortelweils Kevin Cholewa traf zuletzt dreimal gegen Merzhausen. Foto: SteffenTurban

Auftakt zum Saisonfinale in der Gruppenliga: An den verbleibenden fünf Spieltagen stehen noch fünf direkte Duelle zwischen den Aufstiegskandidaten auf dem Programm. Diesmal empfängt der Tabellenführer FC Kalbach den Tabellendritten SC Dortelweil. Auch im Abstiegskampf steht mit der Partie Friedrichsdorf gegen Hausen ein direktes Duell bevor.

FC Neu-Anspach – Spvgg. Griesheim (Freitag, 20 Uhr)

Sorgen um den Abstieg muss sich der FC Neu-Anspach ebenso wenig machen wie Hoffnungen auf einen Aufstieg. Trotz zahlreicher Ausfälle in den letzten Wochen und Monaten steht die Truppe von Trainer Rico Henrici auf dem siebten Platz. Ähnlich wie beim FCNA geht es auch für Griesheim eher darum, sich gut zu präsentieren als dringend Punkte einzufahren. Für die Gäste ist der Abstieg in die Kreisoberliga beschlossene Sache. Dennoch wollen die Griesheimer laut Vorstand Christian Kossack trotz des freundschaftlichen Verhältnisses der beiden Vereine "noch den ein oder anderen Punkt holen.“ Am vergangenen Sonntag kam Griesheim beim Remis gegen Beienheim zumindest zu einem Teilerfolg.

1. FC Oberstedten – Spvgg. Oberrad (Freitag, 20. 45 Uhr)

Ist der Aufstiegszug für die Spvgg. Oberrad bereits abgefahren? Nach der erneuten Niederlage beim Tabellenvorletzten aus Hausen steht der Verbandsliga-Absteiger mit 50 Punkten auf Rang fünf. Die Top-Drei der Liga haben nicht nur allesamt mehr Zähler, sondern zudem noch gegenüber den Oberrädern ein Spiel in der Hinterhand. Auf 62 Punkte könnten die 05er im Optimalfall noch kommen, eine Marke, für die der Tabellenführer Kalbach lediglich noch einen Sieg braucht. Einen Sieg braucht möglicherweise auch der 1. FC Oberstedten noch, um auch in der neuen Saison in der Gruppenliga zu spielen. Mit 36 Punkten steht der FCO momentan auf dem neunten Rang.

SKV Beienheim – FV Stierstadt (Samstag, 17 Uhr)

Mehr als zwei Monate ist es her, als der FV Stierstadt letztmals ein Ligaspiel gewinnen konnte. Seit dem 3:2-Auswärtserfolg beim SV BKC Bosnien holte der Aufsteiger in den letzten sieben Spielen nur 2 von 21 möglichen Punkten und erzielte dabei magere drei Tore. Nach der Niederlage am vergangenen Spieltag gegen den Tabellenführer aus Kalbach ist der FVS auf einen direkten Abstiegsplatz abgerutscht, drei Punkte weg vom rettenden Ufer. Der Gegner aus Beienheim hat momentan 35 Zähler. Ein Sieg scheint zu genügen, um sich den letzten Abstiegssorgen zu entledigen. Sollte das Spiel verloren gehen, warten auf den SKV mit Dortelweil und den Speuzern im Saisonendspurt noch zwei Aufstiegskandidaten.

FC Kalbach – SC Dortelweil (Sonntag, 15 Uhr)

Im Kampf um die beiden Aufstiegsplätze ist nach wie vor alles möglich. Der FC Kalbach trifft im Saisonendspurt noch auf Oberrad und die Sportfreunde, Dortelweil spielt noch zu Hause gegen Bornheim. Am Sonntag steht allerdigns das Duell des Tabellenführers gegen die formstärkste Elf der letzten Wochen auf dem Programm. Sollte Dortelweil das Spiel gewinnen, würde der SC bis auf drei Punkte an Kalbach heranrücken. Kalbach erhofft sich, einen der Konkurrenten vor den Wochen der Wahrheit auszuschalten: "Wenn wir das gewinnen, sollte uns Dortelweil nicht mehr holen können. Das ist eine Riesenchance einen großen Schritt in Richtung Meisterschaft zu gehen“, hat man in Kalbach laut sportlichem Leiter Christian Fischer dennoch "Respekt vor deren Rückrunde.“

SG Bornheim – FG Seckbach (Sonntag, 15 Uhr)

Derbytime in Bornheim: Nur drei Busstationen liegen zwischen den Sportplätzen der beiden Kontrahenten aus Bornheim und Seckbach. Das sorgte Ende Oktober im Hinspiel an der Hochstädter Straße für eine Rekordkulisse, vor der die SG Bornheim eine 2:1-Führung nicht über die Zeit brachte. Alen Kotaracs Kopfball in der 90. Minute stahl den Bornheimern zwei Punkte, die in der jetzigen Situation Gold wert gewesen wären. Bornheim steht mit 54 Punkten fünf Zähler hinter dem direkten Aufstiegsplatz. Dortelweil liegt mit 53 Punkten dicht dahinter. Gegen den SCD hat Bornheim ebenso noch ein Spiel wie am letzten Spieltag gegen den Tabellenvierten FFV Sportfreunde. Nach einer zuletzt guten Vorstellung der Seckbacher gegen Neu-Anspach sieht man sich laut Trainer Thorsten Spahn gegen den frisch gebackenen Kreispokalsieger "gut gerüstet.“

FSV Friedrichsdorf – FV Hausen (Sonntag, 15 Uhr)

An der Anzahl der erzielten Tore liegt es nicht, dass der FSV Friedrichsdorf bei einer Niederlage gegen den FV Hausen auf einen Abstiegsplatz rutschen könnte. 16 Treffer erzielte Friedrichsdorf in den letzten sechs Partien, fast drei pro Spiel. Punkte gab es in der Zeit nur vier, weshalb man mittlerweile bis auf den zwölften Platz abgerutscht ist. Gegen Hausen kann der FSV nicht nur enorm wichtige Zähler holen, sondern gegen den direkten Konkurrenten auch verhindern, von diesem überholt zu werden. Deshalb ist es laut Hausens Trainer Martin Reyschmidt im Duell der Aufsteiger "sehr wichtig, nicht zu verlieren.“ Durch den überraschenden 2:0-Erfolg gegen Oberrad können sich die Hausener wieder berechtigte Hoffnungen auf den Klassenerhalt machen.

TSG Nieder-Erlenbach – VfB Friedberg (Sonntag, 15 Uhr)

Durch den knappen 1:0-Erfolg beim 1. FC Oberstedten hat die TSG Nieder-Erlenbach den Klassenerhalt eingetütet. Kein Grund, deshalb den Rest der Saison lockerer anzugehen, wie Kalle Buhl aus der sportlichen Leitung bestätigt: "Wir haben alle Mann an Bord, wir spielen gut und haben gerade einen guten Lauf. Jeder muss sich gegen uns anstrengen.“ So wird sich auch der VfB aus Friedberg strecken müssen, um bei der TSG die dringend benötigten Punkte gegen den Abstieg zu holen. Durch die Negativserie der letzten Wochen ist der VfB auf den vorletzten Tabellenplatz abgerutscht. Bosnien, Hausen und Stierstadt sind alle noch in Schlagdistanz, Hausen und Stierstadt haben jedoch noch ein Spiel mehr zu spielen als Friedberg.

TuS Merzhausen – FFV Sportfreunde (Sonntag, 15 Uhr)

Die Sportfreunde aus Frankfurt müssen im Saisonfinale nahezu jedes Spiel gewinnen, um im Aufstiegskampf noch ein Wort mitreden zu können. Kalbach scheint enteilt, doch Kreispokal-Finalgegner Bornheim und der SC Dortelweil stehen beide vor schweren Aufgaben und müssen zudem noch gegeneinander spielen. Beim Gegner aus Merzhausen folgten auf drei Siege in Serie zuletzt zwei Niederlagen. Für Neutrainer Slobodan Turjacanin hat sich die Lage "nicht viel verändert. Wir müssen noch ein paar Punkte holen, da geht kein Weg dran vorbei.“ Mit 35 Punkten beträgt der Vorsprung auf die gefährliche Zone sieben Zähler: "Gegen die Speuzer müssen wir alles geben und versuchen, etwas zu holen. Wir sind noch nicht durch“, so Turjacanin weiter.


(sly)

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