Bornheim mit Riesenschritt - Oberräder voll im Rennen

Gruppenliga Frankfurt West: Merzhausen verliert 5:6

13. Mai 2018, 20:47 Uhr

Bornheims Benjamin Beutel steuerte heute zwei Tore zum 8:0-Sieg gegen den FV Stierstadt bei. Foto: Jörg Schulz

Die SG Bornheim hat nach dem 8:0 (4:0)-Sieg gegen den FV Stierstadt den dritten Tabellenplatz sicher. Damit wird die Mannschaft von Trainer Maik Rudolf in jedem Fall an der Aufstiegsrunde teilnehmen. Grund dafür sind auch die Punktverluste der Konkurrenten, von denen nicht nur Bornheim, sondern auch die spielfreie Spvgg. Oberrad profitieren konnte.

SG Bornheim – FV Stierstadt 8:0 (4:0)

In einem einseitigen Spiel setzte die SG Bornheim im Kampf um die Aufstiegsplätze ein dickes Ausrufezeichen. Der FV Stierstadt, der kaum Chancen hatte, lag bereits zur Pause mit 0:4 hinten. Moritz Schneider eröffnete den torreichen Nachmittag mit zwei Treffern, Benjamin Beutel und Manuel Elford legten vor der Pause nach. Im zweiten Durchgang traf Beutel erneut, ehe Daniel Tewelde das 100. Saisontor der Bornheimer markierte. Die eingewechselten Bela Schuster und Lennart Lampe rundeten das Spiel mit weiteren Treffern ab: "Nach dem späten Sieg von Beienheim gegen die Speuzer sind hier alle Dämme gebrochen. Wir spielen zumindest in der Relegation, was für uns natürlich eine geile Geschichte ist“, zeigte sich Trainer Maik Rudolf stolz und erfreut.

Schiedsrichter: Dominik Roß (TSV Lengfeld).
Zuschauer: 150.
Tore: 1:0 und 2:0 Moritz Schneider (19., 22.), 3:0 Benjamin Beutel (26.), 4:0 Manuel Elford (43.), 5:0 Benjamin Beutel (48.), 6:0 Daniel Tewelde (52.), 7:0 Bela Schuster (79.), 8:0 Lennart Lampe (82.).

FC Neu-Anspach – SC Dortelweil 1:1 (1:1)

Durch das Remis beim FC Neu-Anspach hat der SC Dortelweil zwei wichtige Zähler im Kampf um die Aufstiegsplätze verloren. Gleichzeitig konnte man jedoch von der Niederlage der Sportfreunde profitieren. Im ersten Durchgang zeigten die Hausherren laut Trainer Rico Henrici "die stärkste Leistung seit langer Zeit.“ Achraf Gara Ali nahm den Ball aus der Luft und setzte ihn mit Schmackes in die Ecke. Robin Dobios glich nach einer halben Stunde für den SCD aus, der in der zweiten Halbzeit klare Feldvorteile hatte, jedoch aus der Überlegenheit gegen weiterhin kampfstarke Anspacher keinen Nutzen ziehen konnte. "Ich freue mich, dass sich die Jungs mit einem Punkt belohnt haben“, freute sich Henrici nach dem Spiel. Kurz vor dem Ende musste sein Schützling Niklas Kraus wegen Meckerns mit der gelb-roten Karte vom Feld.

Schiedsrichter: Markus Ulbrich (Büdingen).
Zuschauer: 70.
Tore: 1:0 Achraf Gara Ali (25.), 1:1 Robin Dobios (31.).
Gelb-Rote Karte: Niklas Kraus (Neu-Anspach, 84.).

SKV Beienheim – FFV Sportfreunde 4:3 (3:0)

"Wir waren die bessere Mannschaft und hatten mehr Torchancen. Aber wenn der Gegner vier Tore schießt, kann man bei denen auch nicht von einem unverdienten Sieg sprechen“, bewertete Speuzers spielender Co-Trainer Franco Puglisi die Partie, in der Beienheim in der Pause nach Treffern von Volkan Kirim und Mike Michalak bereits mit 3:0 vorne lag. Mit Beginn der zweiten Hälfte markierte Okan Ilkiz zunächst den Anschlusstreffer, ehe er nur Minuten später vom Elfmeterpunkt an Michael Eckhardt scheiterte. Durch die Treffer von Robert Kohns und Enes Dursun kam der FFV zum Ausgleich, ehe die hitzige Schlussphase begann.

Zunächst musste Speuzers Dursun mit der Roten Karte vom Platz, ihm folgte nur wenige Minuten später SKV-Kapitän Admir Pllana mit Gelb-Rot. Es dauerte bis spät in die Nachspielzeit, ehe der eingewechselte Marco Mouzong den 4:3-Siegtreffer für Beienheim erzielte: "In der ersten Halbzeit haben wir gut gespielt, da hat uns der Gegner wohl unterschätzt. Nach der Pause haben die Sportfreunde ihre Klasse ausgespielt und waren besser“, so die Einschätzung des Beienheimer Trainers Karl-Heinz Stete. Trotz der Niederlage im Saisonendspurt um die Aufstiegsplätze war beim FFV "die Stimmung in der Kabine keine Schlechte. Es war nie unser Anspruch aufzusteigen. Wenn es am Ende nicht reicht, geht die Welt auch nicht unter“, so Puglisi.

Schiedsrichter: Steffen Ruh (TSV Wirtheim).
Zuschauer: 80.
Tore: 1:0 Volkan Kirim (18.), 2:0 und 3:0 Mike Michalak (22., 44.), 3:1 Okan Ilkiz (47.), 3:2 Robert Kohns (61.), 3:3 Enes Dursun (67.), 4:3 Marco Mouzong (90.).

Besonderes Vorkommnis: Michael Eckhardt (Beienheim) hält Foulelfmeter von Okan Ilkiz (49.).
Gelb-Rote Karte: Admir Pllana (Beienheim, 88.).
Rote Karte: Enes Dursun (Sportfreunde, 85.).

FC Kalbach – SV BKC Bosnien 3:0 (1:0)

"Wir haben kein schlechtes Spiel gemacht und uns in der ersten Halbzeit sogar ein Chancenplus erkämpft“, zeigte sich Bosniens sportlicher Leiter Admir Malohodzic trotz der Niederlage zufrieden über die Leistung des SV BKC. Stjepan Jurisic brachte den FC Kalbach nach 19 Minuten in Führung. Nach dem 1:0 hatten die Gäste gleich mehrere Chancen, im Eins gegen Eins den Ausgleich zu erzielen, ohne Erfolg. 20 Minuten vor dem Ende zückte Schiedsrichter Andreas Luschberger doppelt Rot, nachdem Jurisic und Matej Rugle aneinander geraten waren. Im Zehn gegen Zehn nahm der Tabellenführer das Heft in die Hand und machte nach Treffern von Florian Kister und Markus Hofmeier den Deckel drauf: "Wir haben besser gespielt als letzte Woche, trotzdem war es kein gutes Spiel von uns“, so Kalbachs Spielertrainer Elton da Costa Junior nach der Partie.

Schiedsrichter: Andreas Luschberger (Darmstadt).
Zuschauer: 100.
Tore: 1:0 Stjepan Jurisic (19.), 2:0 Florian Kister (80.), 3:0 Markus Hofmeier (85.).
Rote Karten: Stjepan Jurisic (Kalbach, 68.), Matej Rugle (Bosnien, 68.).

FG Seckbach – FV Hausen 3:2 (0:0)

Als "Gruselkick“ bezeichnete Seckbachs Trainer Thorsten Spahn die erste Halbzeit, in der man den Gastgebern anmerkte, "dass die Luft draußen ist.“ Erst kurz nach der Pause traf Ali Wardak gegen den abstiegsbedrohten FV Hausen zum 1:0, Mohamed El Baouti glich wenige Minuten später durch einen haltbar erscheinenden Aufsetzer aus. Einen weiteren Fehler im Seckbacher Aufbauspiel nutzte Tatsuya Hayashi zur Hausener Führung. Doch in den letzten 15 Minuten drehte Seckbachs eingewechselter Spielertrainer Jonas Scheitza dank zweier fast identischer Tore die Partie erneut.

Beide Male köpfte er eine Ecke von Milad Wardak in den Hausener Kasten: „Jonas Scheitza hat heute den Unterschied ausgemacht“, lobte ihn sein Trainerkollege Spahn, der seiner Mannschaft ein „riesiges Kompliment“, dafür aussprach, dass sie trotz Unterzahl das Spiel drehen konnten. Ali Wardak war nach dem 1:2 wegen Meckerns mit gelb-rot vom Platz geflogen.

Schiedsrichter: Julian Spies (SpVgg. Sonnenberg).
Zuschauer: 150.
Tore: 1:0 Ali Wardak (47.), 1:1 Mohamed El Baouti (50.), 1:2 Tatsuya Hayashi (59.), 2:2 und 3:2 Jonas Scheitza (78., 85.).

Gelb-Rote Karte: Ali Wardak (Seckbach, 65.).

TuS Merzhausen – TSG Nieder-Erlenbach 5:6 (2:3)

Elf Tore, vier Führungswechsel, dazu eine Rote Karte für einen Ersatzspieler. Die 100 Zuschauer kamen in Merzhausen ohne Zweifel auf ihre Kosten: "Fasching ist leider vorbei, wir haben heute aber eins gehabt“, urteilte TuS-Trainer Slobodan Turjacanin über die Partie, in der Damjano Demasi den Torregen eröffnete. Andreas Eifert zweifach und dazwischen Ante Paradzik sorgten für das 1:3, ehe Merzhausens Prince Schülke, Fuad Salihovic und Julian Ivan das Ergebnis erneut auf den Kopf stellten. Luca Calla und erneut Pardazik brachten die TSG wieder in Front, der vierte Ausgleich des Spiels durch Demasi reichte Merzhausen dennoch nicht zum wichtigen Punkt im Abstiegskampf.

Adrian Suarez setzte der verrückten Partie die Krone auf. "Es war ein vogelwildes Spiel. Beide Hintermannschaften haben es den Stürmern einfach gemacht“, so Nieder-Erlenbachs Abteilungsleiter Kalle Buhl. Neben den elf Toren gab es zudem glatt Rot für TSG-Ersatztorwart Tautvydas Tazokas, der dem Linienrichter nach einer Abseitsentscheidung von der Bank aus seine Sichtweise schilderte.

Schiedsrichter: Kai Nehler (FFV Oberursel).
Zuschauer: 100.
Tore: 1:0 Damjano Demasi (5.), 1:1 Andreas Eifert (13.), 1:2 Ante Paradzik (17.), 1:3 Andreas Eifert (27.), 2:3 Prince Schülke (45.+3), 3:3 Damjano Demasi (47.), 4:3 Juan Julian (59.), 4:4 Ante Paradzik (66.), 4:5 Luca Calla (70.), 5:5 Fuad Salihovic (77.), 5:6 Adrian Suarez (83.).

Rote Karte: Tautvydas Tazokas (Nieder-Erlenbach, 32.).

FSV Friedrichsdorf – Spvgg. Griesheim 4:1 (3:0)

Durch den 4:1-Sieg des FSV Friedrichsdorf gegen Griesheim beträgt der Vorsprung auf den 13. Platz zwei Spiele vor dem Ende fünf Punkte. Nach aktuellem Stand der Dinge wäre der 13. gerettet. Dennoch sieht sich der FSV laut Trainer Metin Yildiz noch nicht außer Gefahr: "So lange es nicht nagelfest ist, ist auch noch alles möglich.“ Gegen Griesheim sorgten drei schön herausgespielte Treffer von Timo Schwarzer, Denis Crecelius und Maximilian Zymolka für die Pausenführung. "Danach haben wir wie so oft den Faden verloren. Jeder hat 20, 30 Prozent in der Kabine gelassen“, hatte Yildiz auch für den Gegner lobende Worte parat: "Man hatte nie das Gefühl, dass sich Griesheim aufgegeben hat.“ So kamen die Gäste per Handelfmeter durch Hussain Chandhary zum Anschluss. Erst kurz vor dem Ende sorgte einer der vielen Konter für die Entscheidung. Crecelius traf zum 4:1. Kurz vor dem Abpfiff musste Griesheims Leonardo Kovacevic nach einer Tätlichkeit mit der roten Karte vom Platz.

Schiedsrichter: Marcel Reinke (TSV Haingründau).
Zuschauer: 100.
Tore: 1:0 Timo Schwarzer (15.), 2:0 Denis Crecelius (20.), 3:0 Maximilian Zymolka (45.), 3:1 Hussain Chandhary (51., Handelfmeter), 4:1 Denis Crecelius (87.).
Rote Karte: Leonardo Kovacevic (Griesheim, 90.+2).


(sly)

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