Borussen bringen sich selbst um den Lohn
Hessenliga: Eigentor kurz vor Schluss - Fotos
Die erste Halbzeit ging in puncto Torchancen ganz klar auf das Konto der Gäste. Als nach einem Zufallsprodukt der Ball nur ein paar Meter vor Ginsheims Torhüter Lukas Langenstein landete, konnten Giuseppe Carbone und Sebastian Platten gerade noch gemeinschaftlich Borussias Marcel Mosch vom Ball trennen (5.). Nur einige Minuten später rückte dann Langenstein selbst erstmals ins Rampenlicht, als er einen Schuss von Younes Bassouh reaktionsschnell entschärfte. Auch nach einer gelungen Kombination über Sebastian Alles, Benjamin Fuß und dem abschließenden Kopfball von Mosch stand Ginsheims Keeper im Weg.
Ginsheim kämpfte und hielt auch gut dagegen, das schnelle Umschaltspiel von Fulda bedeutete aber immer wieder Alarmstufe Rot. Wie die Brendel-Elf dann in Führung ging, war allerdings völlig unötig aus Sicht des Aufsteigers. Bahssou schien schon nach außen abgedrängt, aber Langenstein hielt seine Hand doch noch an dessen Fuß. Den fälligen Strafstoß verwandelte Leon Pomnitz zum 1:0 für die Gäste. "Wir haben einen ordentlichen Auftritt hingelegt. Bis zur 70. Minute war das souverän von uns. Bis auf die Tatsache, dass wir nicht das 2:0 gemacht haben, kann ich meiner Mannschaft überhaupt keinen Vorwurf machen. Dass der Ausgleich durch ein Eigentor gefallen ist, passt ein bisschen. Die zwei verlorenen Punkte fehlen uns im Hinblick auf die Vellmar und Flieden-Spiele", schaute Borussia Fuldas Trainer Thomas Brendel schon jetzt über den Tellerrand.
Zurück ins Spiel gefunden hatte Ginsheim schon zu Beginn von Abschnitt zwei. Eine Freistoßhereingabe von Eduardo Landu Mateus rauschte an Mann und Maus vorbei (47.), Berat Karabey wurde von Marin Vidosevic im letzten Moment vom Ball getrennt (50.), und Mahdi Mehnatgir ging im Sechzehner etwas zu theatralisch zu Fall (54.). Die Gäste schalteten einen Gang zurück, blieben aber nicht ungefährlich. Wenn ein scharf angeschnittener Freistoß von Pomnitz im Tor gelandet wäre oder Langenstein gegen Bahssou nicht klasse abgewehrt hätte, wäre die Messe wohl gelesen gewesen. So aber kam die Lemm-Elf vier Minuten vor Schluss noch zum Ausgleich. Mitgeholfen hatte Tobias Henneböle, der mit dem Hinterkopf aus dem Getümmel seinen eigenen Torwart Tobias Wolf überlistete.
"In der ersten Halbzeit hätten wir einen besseren Zugriff haben wollen. Von der Aufteilung her waren wir nicht gut organisiert. Zwar hat danach auch nicht alles funktioniert, aber wir haben einen sehr guten Willen gezeigt. Am Ende haben wir den Punkt ein stückweit über den Kampf erzwungen. Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft. Gegen Borussia Fulda sehen wir das Unentschieden als einen Bonuspunkt", freute sich Ginsheims Trainer Artur Lemm nach der Partie. / cw
Die Statistik:
VfB Ginsheim: Langenstein - Carbone, Mateus, Hennig, Karatas (54. Ahmed) - Eren, Platten, Fischer, Görlich (79. Raspaglia) - Mehnatgir, Karabey (76. Teodonno).
SC Borussia Fulda: Wolf - Fuß, Henneböle, Vidosevic, Müller - Alles, Pomnitz - Kornagel (82. Jerkovic), Gjocaj - Bahssou, Mosch (69. Poredski).
Schiedsrichter: Paul-Ioan Barbu (Frankfurt am Main).
Zuschauer: 350.
Tore: 0:1 Leon Pomnitz (38., Foulelfmeter, 1:1 Tobias Henneböle (86., Eigentor).


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