Borussia Fulda lässt sich in Vellmar den Schneid abkaufen
Hessenliga: Fuß fliegt bei 0:2-Pleite mit Rot vom Feld
Und die Niederlage ging in Ordnung. „Wir waren einfach nicht so präsent und haben zu viele Ausfälle auf diversen Positionen gehabt. Leider konnten wir die guten Leistungen aus den Vorwochen nicht bestätigen“, resümierte Thomas Brendel, der zugeben musste, „dass wir nicht die Grundtugenden auf den Platz gebracht haben, die du für so ein Spiel auf einem schwer bespielbaren Rasen eben brauchst. Vellmar hat uns den Schneid abgekauft.“
Überbewerten will der A-Lizenz-Inhaber die Niederlage aber freilich nicht, zu stark spielte seine Mannschaft in den vergangenenWochen und bewies immer wieder Moral. Über die Pleite ärgerte er sich aber dennoch. „Weil sie absolut vermeidbar war. Uns hat aber letztlich der Öffner zum Spiel gefehlt“, analysierte Brendel. Ärgerlich war vor allem der Platzverweis für Außenverteidiger Benjamin Fuß in Minute 39, der wegen Beleidigung seines Gegenspielers den Roten Karton unter die Nase gehalten bekam. „Ich habe es noch nie erlebt, dass ein Spieler für die Aussage „Halt die Fresse“, nachdem dieser zuvor gefoult wurde, die Rote Karte erhält. Danach war unser Spiel natürlich noch schwieriger“, berichtete Brendel, der allerdings feststellen musste, „dass wir mit zehn Mann in Durchgang zwei fast besser waren als mit elf Spielern vor dem Seitenwechsel.“
Dennoch musste Brendel bereits in der 47. Minute zusehen, wie sein Team in Rückstand geriet:Einen Angriff über Vellmars rechte Seite schien bereits geklärt, ehe das Spielgerät über Umwege zu Nasuf Zukorlic kam, der aus sieben Metern die Hausherren in Front schoss. Für die Vorentscheidung sorgte der eingewechselte Roger Garcia Hortigosa nur zwölf Minuten später, der einen flachen Ball in denRückraum gekonnt verwertete und Borussen-Keeper Tobias Wolf keine Chance ließ – 2:0 (59.).
Zwar warf der SCB in der Schlussphase noch einmal alles nach vorne, doch das Glück war dieses Mal nicht auf der Seite der Fuldaer. Ingmar Merle scheiterte nach einer Volleyabnahme am Innenpfosten (67.), der eingewechselte DanielSchirmer an der Latte (85.). „So Spiele gibt es nun mal. Wir können die Niederlage verkraften“, sagte Brendel, der gleichzeitig seine Mannen aber warnte: „Noch haben wir den Klassenerhalt nicht sicher.“Damit dieser möglichst schnell in trockene Tücher gebracht werden kann, soll möglichst in zwei Wochen gegen Lohfelden wieder ein Dreier her. Am kommendenWochenende hat der Aufsteiger nämlich spielfrei.
Vellmar: Peschutter; Meuser, Springer, Steube, Hajzeraj, Boukhoutta (69. Boukhouatta), Zurkolic, Matzenmiller (12. Garcia Hortigosa), Wollenhaupt, Glogic, Salkovic (87. Salkovic).
Borussia Fulda:Wolf - Beck, Jerkovic, Milankovic, Fuß - Jaksch (68. Schersadeh), Poredski (53. Dimitrijevic) - Merle, Pomnitz (80. Schirmer), Trägler - Schmeer.
Schiedsrichter: Tobias Panzer (Butzbach). Zuschauer: 350. Tore: 1:0 Nasuf Zukorlic (47.), 2:0 Roger Garcia Hortigosa (59.). Rote Karte:Benjamin Fuß (Borussia Fulda) wegen Beleidigung eines Gegenspielers (39.).


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