Brendel: "Haben in zu vielen Momenten nicht geliefert"

Hessenliga: Im Borussen-Tor ist ein Zweikampf ausgebrochen

22. November 2016, 07:00 Uhr

Thomas Brendel entschloss sich vor dem Griesheim-Spiel für einen Torwartwechsel. Foto: Thomas Zöller

Vor der Partie in Griesheim rieben sich die Fans des SC Borussia Fulda verwundert die Augen, als sie im Tor Tobias Wolf und nicht Kenan Mujezinovic in der Startaufstellung wiederfanden. Wie Trainer Thomas Brendel verrät, war der Torwartwechsel aber schon seit einiger Zeit intern bekannt.

"Es war schon länger abgesprochen, dass er in Griesheim spielen würde. Tobi hat über Jahre hervorragende Leistungen für den Verein gezeigt, da wollten wir ihn nicht außen vor lassen. So konnte er sich vor der Winterpause noch einmal präsentieren", erklärt der Trainer die Maßnahme. Durch eine Meniskus-Operation war Wolf einige Wochen außer Gefecht gesetzt, Mujezinovic zeigte als sein Vertreter starke Leistungen. "Kenan hat sich nichts zu Schulden kommen lassen, wir sind sehr zufrieden mit ihm. Wie es im Tor in den nächsten Spielen weitergehen wird, werden wir schauen. Ich gehe aber davon aus, dass sich beide in der Winterpause duellieren werden", so Brendel.

Wolf konnte derweil in Griesheim überzeugen, das einzige Gegentor des Tages konnte er jedoch nicht verhindern. So verpasste Borussia Fulda wieder einmal die Chance, oben anzuklopfen. Da sich mit Alzenau und Stadtallendorf zwei Konkurrenten gegenseitig die Zähler wegnahmen, beträgt der Rückstand auf Platz zwei weiterhin nur fünf Punkte. "Wir haben sicherlich zu wenige Punkte für den hohen Aufwand, den wir betreiben. In vielen Momenten, wo wir ein Ergebnis liefern mussten, haben wir nicht geliefert", bedauert der 40-Jährige.

Gegen die zweitbeste Defensive der Liga - Viktoria Griesheim - war auf dem Kunstrasenplatz einmal mehr die schwache Chancenverwertung der Knackpunkt. "Wenn du ein Drittel oder ein Viertel der Möglichkeiten nutzt, gewinnst du das Spiel. Wir haben über 90 Minuten aber wieder zu viel ausgelassen", moniert der Coach. Immerhin: Mit Dominik Rummel kehrte am Wochenende ein zweiter Stürmer zurück in den Kader, die Kraft des Ex-Lehnerzers reichte immerhin schon für gut 25 Minuten.

Autor: Steffen Kollmann