Brenner: "Ober-Roden ist keine Opfermannschaft"
Verbandsliga Süd: Wie präsentiert sich Friedberg in Alsbach?
Eintracht Wald-Michelbach - 1. Hanauer FC (Sonntag, 15 Uhr)
"Positiv war es definitiv, dass wir uns trotzdem dem Rückstand und auch dem Ausgleich nicht haben aus der Ruhe bringen lassen, sondern gemeinsam dagegen gehalten haben und uns so den Sieg absolut verdient haben", äußerte sich Trainer Ralf Ripperger rückblickend zur Partie gegen das Tabellenschlusslicht aus Bruchköbel, die die Wald-Michelbacher am vergangenen Spieltag mit 4:2 für sich entscheiden konnten. Daran soll nun in der Begegnung gegen den Aufsteiger aus Hanau angeknüpft werden. "Mit Hanau erwarten wir einen starken und erfahrenen Gegner. Eine wahnsinnig reizvolle Aufgabe. Nicht nur die ehemaligen Profis im Kader von Hanau, über die immer alle sprechen, sondern die ganze Mannschaft bringt viel Erfahrung und Potential mit", sagte Eintrachts Coach, der ein dominantes Hanauer Team erwartet: "Da müssen wir dagegenhalten." Damit dies gelingt wurde im Training an der Kompaktheit und Geschlossenheit sowie dem Umschaltspiel gearbeitet. "Wir haben gesehen, dass taktische Undiszipliniertheiten sofort bestraft werden und wir hier einfach noch konsequenter spielen müssen", so Ripperger, der hofft, dass seine Mannschaft gegen den Hanauer FC etwas Zählbares Zuhause behalten kann.
Dass es für Wald-Michelbach keine leichte Aufgabe gegen den Aufsteiger wird, beweist ein Blick auf die Tabelle. Aktuell belegt der Hanauer FC den dritten Platz und konnte bislang 17 Punkte in acht Spielen holen. "Wir müssen uns nicht verstecken und wollen die drei Punkte", sagte Hanaus Sportlicher Leiter, Giovanni Fallacara, vor der Auswärtsaufgabe in Wald-Michelbach und fügte dann noch hinzu: "Aber wir sind auch demütig, weil wir neu in der Liga sind." Trotzdem kann der 1. Hanauer FC selbstbewusst in die Partien gehen, da sie seit fünf Spielen ungeschlagen sind. Generell verlor der Aufsteiger bislang nur eine Begegnung in der Verbandsliga Süd (0:5 gegen Rot-Weiß Darmstadt). Außerdem stellen die Hanauer mit 20 Toren die drittbeste Offensive der Liga und auch in Wald-Michelbach erwartet Fallacara viele Treffer: "Dort geht es immer hoch und runter und es kann eine hitzige Partie werden. Darauf freuen wir uns und wir fahren mit breiter Brust nach Wald-Michelbach." Für die Hanauer wird es mit die weiteste Auswärtsfahrt in dieser Runde sein und für diese Aufgabe wird Ervin Skela nicht zur Verfügung stehen. Daniyel Cimen und Michael Fink hingegen werden einsatzbereit sein. (se)
FC Alsbach - Türk Gücü Friedberg (Sonntag, 15 Uhr)
Neun Punkte in neun Partien konnte der FC Alsbach bislang holen und hinkt damit den eigenen Erwartungen hinterher. "Vor allem in den Heimspielen haben wir uns mehr erhofft und nun kommen die Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte gegen die wir punkten müssen", äußerte sich Alsbachs Pressesprecher zur aktuellen Situation. Andreas Rothermel hofft, dass die Mannschaft weiterhin eine positive Reaktion zeigt, wie es auch beim 1:1-Unentschieden gegen die TS Ober-Roden am vergangenen Wochenende der Fall war. Nun treffen die Bergsträßer auf die beste Offensive der Liga, weshalb die Defensive noch mehr gefordert sein wird. "Wir haben gegen Ober-Roden lebhafter gespielt, sind in die Zweikämpfe gegangen und haben ihnen Paroli geboten. Das soll nun auch wieder gelingen", so Rothermel. Für die Aufgabe gegen die Friedberger steht Trainer Sascha Huy neben Daniel Willhardt auch wieder Philipp Ehmig zur Verfügung. Ehmig soll gemeinsam mit Cengiz Gencer die Offensive des FCA beleben. Ausfallen werden hingegen Manuel Metzger, Dennis Bender, Luka Konjicija und Yannick Cezane.
Vor Alsbachs Gencer, der gegen Ober-Roden nach sieben Spielen Sperre wieder zum Einsatz kam und auch direkt traf, warnte der Trainer des kommenden Gegner. "Alsbach hängt zwar unten drin, aber Cengiz Gencer ist wieder spielberechtigt, den kennen wir ganz gut", so Mustafa Fil, der die Alsbacher trotz der aktuellen Tabellensituation nicht unterschätzen möchte und deshalb hinzufügte: "Gegen Alsbach wird das kein einfaches Spiel." Dabei wird Türk Gücü auf Wiedergutmachung aus sein, nachdem sie die Partie gegen den Hanauer SC am vergangenen Spieltag mit 1:3 verloren hatten. "Wir trauern der Niederlage gegen Hanau noch ein bisschen hinterher", kommentierte Trainer Fil die Folgen des Spiels. Aktuell fehlt vor allem das Glück vor dem Tor, was Fil durchaus bewusst ist. "Unser Ziel ist es immer, uns so viele Torchancen wie möglich zu erarbeiten. Der letzte Schritt zum Torerfolg muss wieder kommen. Nach zwei Niederlagen brauchen wir wieder ein Erfolgserlebnis", hofft Friedbergs Trainer darauf, dass es im Auswärtsspiel bei den Alsbachern dazu kommen wird. (se)
FC 07 Bensheim - Germania Ober-Roden (Sonntag, 15 Uhr)
Die Bensheimer sind seit vier Heimspielen ungeschlagen und holten dabei acht Punkte. Gegen Germania Ober-Roden soll die Serie ausgebaut werden: "Klar würden wir unsere Heimserie sehr gerne fortsetzen. Wir wissen aber auch, dass Germania Ober-Roden keine Opfermannschaft ist. Die haben bei Vatanspor Bad Homburg letzte Woche mit 3:0 gewonnen", schätzt Bensheims Coach Ludwig Brenner die Lage realistisch ein. Brenner ist froh, dass er auf seinen Kader aus den letzten Wochen zurückgreifen kann: "Ein Auge auf Marco Christophori-Como muss man immer haben, aber wir haben keinen Grund, deswegen ängstlich zu sein."
Der Aufsteiger aus Ober-Roden geht in sein drittes von vier aufeinanderfolgenden Auswärtsspielen. Auf fremden Plätzen fühlt sich die Germania wohl und war schon dreimal siegreich. 13 der bisherigen 20 Treffer erzielte alleine der aktuelle Torschützenkönig der Verbandsliga Süd Marco Christophori-Como, dessen Tagesform entscheidenden Einfluss auf den Ausgang der Partie haben dürfte. (cw)
Rot-Weiß Darmstadt - TSV Vatanspor Bad Homburg (Sonntag, 15 Uhr)
Bei den Rot-Weißen ist seit drei Wochen der Wurm drin. War die Lohrer-Elf noch Anfang September drauf und dran, die Tabellenspitze zu erobern, steht sie nun nach vier Spielen ohne Sieg bei nur einem Punkt auf dem siebten Tabellenplatz. Der Hessenliga-Absteiger benötigt dringend einen Matchplan "Gewiss ist die Situation im Moment nicht so einfach. Unser großes Manko ist derzeit die Torausbeute. Sechs Spieler fallen aus, bei zwei bis drei Leistungsträgern gibt es noch Fragezeichen. Wir müssen die Situation jetzt so annehmen, wie sie ist, aber trotzdem sind wir in der Lage, Punkte einzufahren", zeigt sich Rot-Weiß Darmstadts Trainer Dominik Lohrer optimistisch, und weiter: "Ich habe Vatanspor gegen Ober-Roden gesehen. Ein frühes Gegentor und eines aus einer Standardsitituation heraus hat die Torfolge ungünstig laufen lassen. Die haben Qualität. Mir ist am Sonntag unsere Spielweise egal, wenn nötig nehmen wir auch gerne drei Punkte über einen Arbeitssieg mit."
Ähnlich wie den Darmstädtern geht es den Gästen aus Bad Homburg momentan. Nach dem Spiel beim SC 1960 Hanau orakelte Trainer Jörg Loutchan, dass es Zeiten wird mit mehreren Niederlagen in Folge geben werde. Dieser Fall ist sofort nach dem Sieg bei den Industriestädtern eingetreten. Dass es die Kurstädter drauf haben, ist nicht die Frage, sondern vielmehr, wann der Schalter wieder auf Sieg umgelegt wird. (cw)
SV FC Sandzak - FV Bad Vilbel (Sonntag, 15 Uhr)
Die 2:9-Schlappe im Kreispokal beim Gruppenligisten FFV Sportfreunde 04 ist für Sandzaks Trainer Aleksandar Pajic abgehakt: "Das spielt keine Rolle mehr. Wir haben Spieler geschont, weil wir jetzt innerhalb von 48 Stunden auf die momentan bestplatzierten Mannschaften der Liga treffen. Wir wollten ohne verletzte und gesperrte Spieler aus der Geschichte rauskommen. Nur das stand im Vordergrund". Der euphorische Aufsteiger würde momentan Rang fünf in der Tabelle belegen und ist sportlich eigentlich richtig angekommen in der neuen Spielklasse. Doch der bereits rechtskräftige Punktabzug, der in der Tabelle bereits eingearbeitet ist, hat den Balkan-Klub in die Abstiegszone stürzen lassen.
"Wir haben hier Offenbacher Verhältnisse mit minus neun Punkten. Aber auch die Kickers haben dieses Handicap letzte Saison überwunden und das wollen wir auch schaffen", erklärt Pajic. Mit seinem Trainerkollegen Amir Mustafic haben sich die Wege in der Fußballkarriere schon einige Male gekreuzt und Pajic hat Respekt davor, was der bosnische Coach seit seinem Amtsantritt im Sommer 2012 am Niddasportfeld aufgebaut hat: "In Bad Vilbel wird sehr gute Arbeit geleistet. Das ist ein Verein mit Strukturen. Sie verfügen über eine Zweite Mannschaft und eine Jugendabteilung. Davon können wir als Neuling nur lernen. Dennoch bereiten wir uns intensiv auf das Heimspiel vor und wollen um jeden Millimeter unseres Platzes kämpfen", kündigt Pajic im Vorfeld des Aufeinandertreffens mit den Brunnenstädtern an.
Bei den Wetterauern zeigt die Tendenz nach sechs Punkten und 9:1 Toren nach oben, die Tabellenführung wurde wieder übernommen. Trainer Mustafic hat den Gegner aber schon beobachtet und warnt: "Uns erwartet ein heißer Tanz. Sandzak kommt auf seinem Kunstrasen gut klar. Sie sind eine echte Männer-Mannschaft, die robust und körperbetont spielen. Sie haben die nötige Qualität und Erfahrung. Es wird ein schweres Spiel, aber wir fahren da hin, um zu gewinnen. Schließlich hat auch meine Mannschaft viel Klasse und Qualität entgegen zu bringen", weiß Mustafic.
Von der Tabellenführung lässt sich der Coach nicht blenden, denn er weiß aus Erfahrung, dass es zwei guter Saisonhälften bedarf, um die sportlichen Ziele zu erreichen. Dennoch freut sich der Übungsleiter darüber, dass sein Team spätestens mit dem 6:0 gegen Nidda die Ladehemmung abgelegt hat: "Das 3:0 nach 13 Minuten war natürlich beruhigend. Wir haben an uns gearbeitet und verfügen in der Offensive mit Bauscher, Knell, Djordjevic und Maksumic über eine enorme Qualität". (pa)


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